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Bob, den Baumeister freut’s

Beliebtes Pflaster für Bauherren

Frankfurt kam stabil durch die Krise. Das bestätigte die Bilanz 2010 der Bauaufsicht. Und siehe da: Mehr Bauanträge wurden gestellt - dafür verantwortlich war der Flughafen - und Wohnungen sind beliebter als Büros.
Frankfurt ist ein beliebtes Pflaster – vor allem bei Bauherren. Und das sorgt für ein Strahlen im Gesicht von Planungsdezernent Edwin Schwarz (CDU, Foto). „Andere Städte beneiden uns um die rege Bautätigkeit. Wir sind stabil durch die Krise gekommen.“ Die beantragte Bausumme stieg um 13 Prozent auf 1,52 Milliarden Euro, die genehmigte Bausumme blieb mit 1,57 Milliarden Euro stabil. Und der Flughafen geht als Gewinner aus der Sache heraus. Mit einem verdreifachten Investitionsvolumen war er bestimmend für die guten Zahlen. Ein Bauvolumen im Wert von 500 Millionen Euro wurde genehmigt. „Mit dem Neubau des A380-Abfertigungsfinger, der neuen Fraport-Zentrale und der Entwicklung von Gateway Gardens schlug der Airport mehr zu Buche als der Bürosektor“, so Schwarz. Und dieser blieb 2010 sogar hinter dem Wohnungsbausektor zurück. „Auch wenn es die Opposition nicht wahrhaben will: Baugenehmigungen für Wohnungen sind weiter auf einem hohen Niveau“, freut sich der Planungsdezernent. 2.669 neu genehmigte Wohnungen konnten verzeichnet werden – ein kleiner Rückgang von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das Problem allerdings ist, dass es ein Missverhältnis zwischen dem Bevölkerungszuwachs einerseits und dem Wohnungsbau andererseits gibt“, so Bauaufsichtsleiter Michael Kummer. „Die Wohnungsbaugenehmigung wird immer schwieriger, denn die Nachverdichtung stößt oft auf Proteste der Anwohner. Das kostet Zeit und Nerven.“ Die Aufspürung von Wohnungen, die unerlaubt als Büros genutzt werden, strapazieren diese sicherlich auch. Und das waren im vergangenen Jahr immerhin 183 illegale Nutzungsänderungen, ein Anstieg von 29 Prozent. Als Erfolgserlebnis ist allerdings die Zurückgewinnung von 74 Wohnungen mit 6.609 Quadratmetern zu verbuchen. Diese illegale Umnutzung findet die Bauaufsicht selbstverständlich unerhört, hat sich die Stadt Frankfurt doch bekanntlich die Umwandlung von leerstehenden Büros in Wohnungen auf die Fahnen geschrieben. Als gutes Beispiel voran geht da die Lyoner Straße 19 in Niederrad. In das umgewandelte Bürogebäude konnten im vergangenen Jahr die Mieter einziehen. "Die Büroumwandlung läuft jetzt besser an, könnte aber noch besser sein“, so Edwin Schwarz. Dennoch: 590 Wohneinheiten und ein Zuwachs von 88 Prozent wurden registriert. „Und keiner erfüllt schneller den Wunsch zum Bauen als wir“, freut sich Schwarz. Die Genehmigungszeiten konnten reduziert werden. In nur 61 Tagen wird ein Bauantrag entschieden – im Durchschnitt.
Und wie sieht es für 2011 aus? „Was die Anträge betrifft, sind wir mit guten Zahlen gestartet“, sagt Michael Kummer. Allerdings werde der Flughafen nicht mehr so stark zur Umsatzstärke beitragen. Der Bau des A380-Anlegers ist bald abgeschlossen und der Bau des Terminal 3 beginnt noch nicht. Aber das bereitet dem Bauaufsichtsleiter keinen Kummer, sieht es doch mit den Anträgen für das Klinikum Höchst, dem Skyline Plaza, dem Congress Center und dem Wohnungsbau im Europaviertel gut aus. Und dann wartet auch noch der Taunusturm auf seinen Bau. „Die planungsrechtliche Prüfung ist abgeschlossen, die technische ist noch im Gange. Der Bauantrag ist noch nicht genehmigt“, so Schwarz. Dass das Hochhaus die im Hochhausrahmenplan veranschlagten 135 Meter um 35 Meter überragen soll, verteidigt Edwin Schwarz so: „Das Gebäude wird schlanker und höher, so bleibt die ursprüngliche Fläche gleich. Im Planungsausschuss haben damals alle zugestimmt. Jetzt wo es realisiert wird, regen sich alle auf.“ Aber so sei das wohl.
 
24. Februar 2011, 12.04 Uhr
Julia Lorenz
 
 
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