Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Verkehr
Startseite Alle NachrichtenVerkehr
Taxiunternehmen äußern sich skeptisch
 

Taxiunternehmen äußern sich skeptisch

1

Wiedereinführung von Uber sorgt für Unmut

Foto: Nicole Breevord
Foto: Nicole Breevord
Seit Mittwoch fahren wieder Fahrzeuge für Uber durch Frankfurt. Diesmal mit einem neuen Geschäftsmodell, im Zentrum steht eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen. Frankfurter Taxiunternehmen sehen den neuen Dienst von Uber trotzdem skeptisch.
Vor vier Jahren hatte Uber es schon einmal in Frankfurt probiert. Damals wurden Fahrer ohne Taxilizenz beschäftigt und Fahrten zu Preisen angeboten, mit denen lokale Taxiunternehmen nicht konkurrieren konnten. Dagegen wehrten sich nicht nur diese Betroffenen, europaweit sprachen Gerichte ein Verbot des Uber-Geschäftsmodells aus, das seit Jahren vor allem auf dem US-amerikanischen Markt erfolgreich agiert. Nun startet der App-Dienst einen neuen Versuch in Frankfurt. Diesmal will man alles neu und besser machen. Der Kern des neuen Geschäftsmodells: Enge Zusammenarbeit mit lokalen Taxiunternehmen und das Einstellen von professionellen Chauffeuren. Auf das damals umstrittene Konzept UberPop, das vorsah, dass Privatleute andere Privatleute chauffieren, wird beim neuen Versuch verzichtet.

Bei den lokalen Taxiunternehmen scheint der Neustart von Uber in Frankfurt dennoch nicht gut anzukommen. „Klar, ist Uber für uns eine unmittelbare Konkurrenz", sagte Herr Abas vom Frankfurter Taxiunternehmen Taxi24 gegenüber dem JOURNAL FRANKFURT: „Solange sie sich aber an Gesetze und Vorschriften halten, habe ich damit kein Problem. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, da kann man so etwas nicht verbieten.“ Allerdings habe er die Befürchtung, dass sich Uber – wie vor drei Jahren auch – nicht an die Gesetze halte. Seine Bedenken beziehen sich vor allem auf UberX. Dieser Dienst ist eine Art Mietwagenvermittlung mit Chauffeur. „Die Mietwagen müssen immer an denselben Standort zurückgefahren werden“, so Abas. „Dass Uber das macht, bezweifle ich. Und wenn sie das nicht machen, wird es nicht lange dauern, bis Uber wieder gerichtlich verboten wird“, mutmaßte der Taxifahrer. Schon 2015 zog sich der Fahrdienstleister nach nur wenigen Monaten aus Frankfurt zurück, nachdem sein Geschäftsmodell vom Frankfurter Landgericht als "wettbewerbswidrig" bezeichnet und deutschlandweit verboten worden war. „Uber hat sich damals nicht so stark auf unser Geschäft ausgewirkt. Sie konnten damals keinen Fuß fassen", sagte Abas deshalb auch. Die Skepsis bleibe aber.

Der Frankfurter Taxifahrer scheint kein Einzelfall zu sein. Andere Taxiunternehmen wollten sich auf eine telefonische Anfrage gegenüber dem JOURNAL FRANKFURT nicht ausführlich äußern. Grund hierfür sei ihr Unmut wegen der Wiedereinführung. Man habe momentan so schlechte Laune, dass man nicht zu einem Statement bereit sei, sagte ein Sprecher eines der Unternehmen. Obwohl Uber erst seit wenigen Stunden wieder in Frankfurt verfügbar ist, sorgt der Dienst bereits jetzt für Unmut in der Szene.
 
6. Dezember 2018, 13.20 Uhr
Helen Schindler
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Michael Risse am 6.12.2018, 16:41 Uhr:
Ubers Rückkehr wäre Balsam auf meine Taxi-Frankfurt geschädigtes Gemüt.

Uber würde mehr Sinn machen. Taxi nach Bedarf.

Ich wohne seit 1980 gegenüber einem Taxistand im oberen Teil des Oeder Wegs.

Die stehen dort stundenlang mit laufenden Motoren,schlafen im Auto,lesen Zeitungen,telefonieren lautstark mit ihren Heimatländern. Kommt besonders gut in lauen Sommernächten,wenn man versucht bei offenen Fenstern
zu schlafen,wegen der Hitze. Wenn man sich dann bei denen beschwert,nachts um 2.Uhr dreissg,ob es auch eine Stufe leiser ging,dann bekommt man ein Maul angehängt. Wenn man dann den Sportclub Blau /Silber,auch bekannt als DIE POLIZEI um Hilfe bittet,wenn die dann kommen,halten die prinzipiell zu den Taxistas. Ist klar,denn wie schon der Volksmund sagt:"Gleich und Gleich gesellt sich gerne "

Wenn Sie eines brauchen,Ein Taxi,ist aber garantiert keines da,also geht man auf Nummer Sicher,und bestellt sich eins.

Ich halte unser starres,überkommenes Taxisystem für Geld-und Zeitverschwendung
Natürlich wird jetzt wieder aufgejault. Alle schönen Pfründe und Sümpfe,die abgeschafft werden,oder trocken gelegt werden,das geht dann natürlich überhaupt nicht. Und dann kommt noch das Arbeitsplatzgefasel.
Wieviele Branchen haben "die Kugel" bekommen,weil es hatte sich erledigt.:
Druckereien,Graphiker,Journalisten,etc.etc. .Panta Rhei:Alles fliesst,alles unterliegt den Veränderungen.
Das hergebrachte deutsche Taxiwesen hat sich erledigt.
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Verkehr
 
 
Startschuss für Machbarkeitsstudie
2
Fernbahntunnel würde 3,5 Milliarden Euro kosten
Bund und Bahn lassen prüfen, ob ein Fernbahntunnel am Frankfurter Hauptbahnhof umzusetzen ist. Der unterirdische Tunnel, der den Knotenpunkt Frankfurt entlasten soll, ist allerdings kein günstiges Unterfangen: 3,5 Milliarden Euro soll das Projekt kosten. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sieht laut einem Schreiben an Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen), das der Frankfurter Rundschau vorliegt, keine Chance, die Umweltauflagen zu erfüllen. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Bernd Kammerer
 
 
FlixMobility stellt Klimaneutralitätsplan vor
0
CO2-frei in zehn Jahren
FlixbMobility, das größte Fernbusunternehmen Deutschlands, will bis 2030 den „umweltfreundlichsten Linienverkehr der Welt“ bieten. Dazu wird unter anderem ein Bus mit Brennstoffzellenantrieb entwickelt. – Weiterlesen >>
Text: Laura Genenz / Foto: srp
 
 
 
Förderung des Radverkehrs
1
Erfolg für Fahrradstadt Frankfurt
Gute Neuigkeiten für alle, die in Frankfurt gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind: Um kurz nach Mitternacht wurde das umfangreiche Maßnahmepaket zur Förderung des Radverkehrs „Fahrradstadt Frankfurt" vom Frankfurter Stadtparlament beschlossen. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Radentscheid Frankfurt am Main
 
 
Stadtbahn ins Europaviertel
0
Bau des U5-Tunnels hat begonnen
Die U-Bahn Linie 5 wird verlängert und soll künftig bis ins Europaviertel fahren. Die Bauarbeiten sollen bis 2024 andauern. Nun starten die Bohrungen mit einer 80 Meter langen Tunnelvortriebsmaschine, die am vergangenen Montag feierlich getauft wurde. – Weiterlesen >>
Text: ffm/red / Foto: © Bernd Kammerer
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  42