Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Verkehr
Startseite Alle NachrichtenVerkehr
Hochschule Darmstadt arbeitet an Seilbahn-Konzept
 

Hochschule Darmstadt arbeitet an Seilbahn-Konzept

1

„In fünf Jahren nehmen wir die Seilbahn“

Foto: Bernd Kammerer
Foto: Bernd Kammerer
Jürgen Follmann, Professor für Bauingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt, arbeitet mit seinen Studierenden an einer Vision: Er will den Frankfurter Verkehr entlasten. Die Inspiration dafür kam ihm bei seinen Skiurlauben.
Jürgen Follmann ist Professor für Bauingenieurwesen an der Hochschule Darmstadt. Für den Verkehr in Frankfurt hat er eine Vision: Er untersucht mit seinen Studierenden die Möglichkeit, den Verkehr in Frankfurt mithilfe einer Seilbahn zu entlasten.

Vor zwei Jahren sei diese Idee bereits intern an der Hochschule Darmstadt aufgekommen. „Man kennt den Ansatz aus den Skigebieten. Aber wieso denkt man ihn nicht auch in urbanen Kontexten?“, fragte er sich damals. Auch der Regionalverband FrankfurtRheinMain schlug vor drei Monaten etwas ähnliches vor: Warum nicht eine urbane Seilbahn an der Peripherie Frankfurts für Park+Ride einsetzen? Dann bräuchten Diesel-Besitzer auch keine Angst vor möglichen Fahrverboten haben.

Ein wichtiges Thema für Pendler und Touristen
„Für unsere Pendler ist es wichtig, dass sie morgens zügig ihr Diesel-Fahrzeug abstellen können und zu ihrem innerstädtischen Frankfurter Arbeitsort gelangen. Es braucht daher drei elementare Voraussetzungen: Eine gute Verkehrsanbindung, um zu den Parkplätzen zu kommen, hohe Parkplatzkapazitäten und schnelle weitere Beförderungsmöglichkeiten in die Innenstadt“, erklärte Thomas Horn (CDU). Der Verbandsdirektor setzt sich für die Idee einer Seilbahn ein.

So kamen Horn und Follmann schnell zusammen und der Professor konnte seine Studierenden beauftragen, sich mögliche Umsetzungen zu dieser Idee auszudenken. Die Studierenden des Masterstudiengangs Bauingenieurwesen durften völlig frei planen. Die Ideen seien jedoch erst in den nächsten vier Wochen spruchreif, so Follmann.

Von möglichen Orten ist jedoch schon die Rede: Eine Bahn zum Feldberg, für die sich auch der Landrat des Hochtaunuskreises, Ulrich Krebs (CDU), stark einsetze, eine Verbindung von den Parkplätzen am Stadion mit der Stadt zum Beispiel zur Stresemannallee oder eine Verbindung nach Offenbach zur Multifunktionsarena. Das sei ja auch ein touristisches Thema, sagt der Professor. Es wäre natürlich toll, wenn man pünktlich zur EM damit direkt ins Stadion fahren könnte. „Es wird bei uns total quer gedacht“, erzählt Follmann.

Einige Chancen und Vorteile
Vorteile für ein solches Verkehrskonzept gibt es laut Follmann viele. „Es fließt viel Geld in Schienen. Schauen Sie sich den Fernbahntunnel an. Es dauert aber sehr lange das zu bauen“, erklärt er. Eine Seilbahn sei eine gute Zwischenlösung. Man schaue sich das ja mal nur in den Skigebieten an. „Ich bin begeisterter Skifahrer. Fahre ich ein Mal in den Skiurlaub, stehen die Seilbahnen in der nächsten Saison schon ganz woanders“, erzählt er. Das Fortbewegungsmittel sei sehr schnell zu bauen, benötige kaum Platz und das günstigste Verkehrssystem, das es gibt. Seilbahnen werden mit einem Elektromotor betrieben und der könne es mit der Leistungsfähigkeit einer U-Bahn aufnehmen, sagt Jürgen Follmann.

Natürlich gibt es auch Aspekte, die noch zu prüfen sind. Inwiefern kann man mit einer solchen Bahn über Gebäude fahren? Irgendwann kommt auch die Flugsicherung auf den Plan. „Doch ich sehe riesige Chancen darin“, sagt Jürgen Follmann. Und prognostiziert optimistisch, dass die Frankfurter in fünf Jahren mit der Seilbahn fahren werden. „Pünktlich zur EM.“

>> Am 8. Mai veranstaltet der Regionalverband FrankfurtRheinMain einen Seilbahntag, auf dem die studentischen Konzepte präsentiert werden.
23. Januar 2019
Tamara Marszalkowski
 
Tamara Marszalkowski
Theaterredakteurin. Jahrgang 1987, Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Pädagogik in Frankfurt, seit 2015 beim Journal Frankfurt. – Mehr von Tamara Marszalkowski >>
Mail schreiben
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Ronald M. Filkas am 29.1.2019, 21:37 Uhr:
Warum sollte man mit einer Seilbahn nicht über Gebäude fahren können? Zahlreiche Städte in Südamerika, beispielsweise Rio de Janeiro oder La Paz, bieten besten Anschauungsunterricht dafür, dass das möglich ist. In La Paz existiert sogar ein ganzes Netz von Seilbahnen, das dort Teil des ÖPNV ist. Nach der Fertigstellung von derzeit im Bau befindlichen Linien soll es das größte urbane Seilbahnnetz der Welt sein!
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Verkehr
 
 
S-Bahn-Anbindung zu neuem Stadtteil am Flughafen
0
Gateway Gardens geht in finale Bauphase
Die S-Bahn-Anbindung zum neuen Stadtteil am Frankfurter Flughafen, Gateway Gardens, läuft nach Plan: Der Rohbau des Tunnels ist fertiggestellt worden, nun beginnt der Innenausbau, im Dezember soll die Inbetriebnahme erfolgen. Im Vorfeld ist eine Tunnelsperrung erforderlich. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Animation Deutsche Bahn
 
 
Fahrradklima-Test-Ergebnisse sind da
0
Schlechte Noten für Frankfurt
Eine Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) hatte Fahrradfahrer aufgerufen, das Radfahren in ihrer Stadt anhand von Schulnoten zu bewerten. Die Ergebnisse zeigen: Die Zufriedenheit hat sich verschlechtert. Frankfurt bekommt die Gesamtnote 3,94. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Unsplash/Tommaso Pecchilio
 
 
Frankfurter Magistrat lehnt Radentscheid ab
2
Aus für Radentscheid?
Der Frankfurter Magistrat stuft den Radentescheid als rechtlich unzulässig ein. Stimmt die Stadtverordnetenversammlung dem zu, kommt es nicht zum beantragten Bürgerentscheid. Droht nun dem Radentscheid in Frankfurt das endgültige Aus? – Weiterlesen >>
Text: red / Foto: Frankfurter Radentscheid
 
 
 
Am heutigen Dienstag hat der Fernbusbahnhof an der Südseite des Hauptbahnhofs offiziell eröffnet. Europas größter Fernbusanbieter Flixbus ist vorläufiger Betreiber und setzt eigenes Stationspersonal ein. Zentrale Serviceleistungen fehlen den Fahrgästen derzeit noch. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: srp
 
 
Entscheidung zur Einhausung der A661
0
„Jahrhundertprojekt“ ist beschlossene Sache
Am Donnerstagabend wurde im Stadtparlament die lang diskutierte Einhausung der A661 auf den Weg gebracht. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) verspricht, dass mit der Einhausung auch neuer, bezahlbarer Wohnraum kommt. – Weiterlesen >>
Text: Ronja Merkel / Foto: Ernst-May-Viertel: Fortschreibung des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Rahmenplans © Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  38