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Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder

Greenpeace-Studie

Frankfurts Luft so schlecht wie in chinesischen Großstädten

Dass die Luft in Frankfurt schlecht ist, ist kein Geheimnis. Doch, dass sie teilweise ähnlich schlecht ist, wie in chinesischen oder lateinamerikanischen Großstädten zeigt jetzt eine Studie von Greenpeace.
Greenpeace hat nun eine Studie herausgebracht, in der die Stickoxid-Belastung von 12 deutschen Städten gemessen wurde. Greenpeace wollte in der Studie ein besseres Bild über die stark belasteten Gebiete und die Schadstoffverteilung gewinnen. Dafür wurden sowohl stationäre als auch Messungen mit dem Fahrrad durchgeführt. Die Messungen sollen die Ergebnisse der Landesumweltmessstationen ergänzen. Mit den mehreren hundert Umweltmesstationen der Bundesländer und des Umweltbundesamtes wurde festgestellt, dass der Jahresgrenzwert in den letzten Jahren kontinuierlich bei etwa 60% überschritten wurde.

Den höchsten Wert in der gesamten Studie hatte der Wiesbadener Bahnhofsvorplatz. Dort sind die Werte nahezu drei Mal so hoch wie erlaubt. Doch auch in Frankfurt herrsche eine hohe Belastung durch Stickoxide. Überraschend ist, dass die Belastung nicht nur auf den Hauptverkehrsstraßen hoch ist. Auch abseits der großen Straßen übersteige die Belastung durch Stickoxide den von der EU festgelegten Grenzwert von 40 Mikrogramm. Eine Messung am Börneplatz ermittelte einen Wert von 90 Mikrogramm. Belastende Werte wurden also in einem weit verbreiteten Gebiet gemessen. Erschreckend sind Werte besonders an verkehrsberuhigten Orten wie dem Rauthausplatz oder Stellen mit gutem Luftaustausch wie das Mainufer. Dort wurden ebenfalls Werte von über 40 Mikrogramm ermittelt.

Insgesamt bedeutet das eine hohe Grundbelastung für einen großen Teil der Bevölkerung. Dadurch, dass die Umweltstationen die Belastung abseits der Hauptverkehrsadern nicht messen, werde das Gesundheitsrisiko, laut Greenpeace, vollständig unterschätz.
 
6. Oktober 2016, 11.23 Uhr
tm
 
 
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