Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Verkehr
Startseite Alle NachrichtenVerkehr
Die Fraktion stellt Antrag für Verkehrsberuhigung
 

Die Fraktion stellt Antrag für Verkehrsberuhigung

0

Autofreies Bahnhofsviertel

Foto: Journal Frankfurt
Foto: Journal Frankfurt
Die Verkehrslage im Bahnhofsviertel ist chaotisch, eine Verkehrsberuhigung wurde bereits häufiger diskutiert – bisher erfolglos. Die FRAKTION (Die PARTEI, Piratenpartei und Freie Wähler) hat nun einen Antrag zur Optimierung der Verkehrssituation im Viertel gestellt.
Schon lange ist ein hohes Verkehrsaufkommen eines der prägenden Merkmale der Münchner Straße und der Kaiserstraße – obwohl beide Sackgassen sind. Vor allem auf der Kaiserstraße geht es häufig chaotisch zu: Beinahe durchgehend herrscht dort reger Verkehr, Zulieferer versperren den Weg, es wird in zweiter Reihe geparkt. Baustellen verschärfen die Situation zusätzlich. Darunter leiden vor allem Fußgänger und Fahrradfahrer. Verkehrsberuhigende Maßnahmen sind dringend erforderlich, bisherige Diskussionen blieben jedoch ohne Ergebnis.

Die Fraktion FRAKTION, bestehend aus Die PARTEI, Piratenpartei und Freie Wähler, hat am heutigen Dienstag beim Magistrat einen Antrag für eine Verkehrsberuhigung im Bahnhofsviertel eingereicht. Der Antrag basiert auf einer Anregung des für das Bahnhofsviertel zuständigen Ortsbeirats. Dieser hatte bereits im November des vergangenen Jahres einen autofreien Tag für das Quartier angeregt, der im Sommer 2019, möglicherweise in Kombination mit der Bahnhofsviertelnacht, realisiert werden soll. Dabei soll das Gebiet zwischen Düsseldorfer Straße, Karlstraße, Mainzer Landstraße, Taunus- und Gallusanlage, Gutleutstraße, Baseler Straße und Am Hauptbahnhof an einem Sonntag für Autos gesperrt werden. Der Vorschlag wurde mit breiter Mehrheit verabschiedet. Ein Vorschlag der Linken, jeden Monat einen autofreien Sonntag zu verabschieden, scheiterte.

„Wir unterstützen das Ansinnen des Ortsbeirates und möchten ihm mit unserem Antrag Nachdruck verleihen“, so Nico Wehnemann, verkehrspolitischer Sprecher der FRAKTION. Die FRAKTION hält den Magistrat dazu an, die Herausforderungen und Vorzüge einer mittelfristig umsetzbaren, dauerhaften Verkehrsberuhigung im Bahnhofsviertel zu prüfen. Der Antrag fordert weiterhin eine Prüfung, „ob und gegebenenfalls wie der motorisierte Individualverkehr im Bereich Münchner Straße und Kaiserstraße (zwischen Kaisersack und Taunusanlage) eingeschränkt werden kann.“ Als Möglichkeiten werden die Umwandlung der Kaiserstraße und/oder der Münchner Straße in Fahrradstraßen (KFZ nur Anlieger frei) oder die Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Bereich genannt. Zudem soll geprüft werden, ob eine Fahrradstation, wie es sie an der Konstablerwache gibt, auch am Kaisersack installiert werden könnte.

Weiterhin soll der Magistrat abwägen, ob durch Umbaumaßnahmen eine Umwandlung in einen Fußgängerboulevard, ähnlich der Zeil, möglich wäre. Begründet wird der Antrag damit, dass der motorisierte Individualverkehr viel Platz beanspruche und durch Lärm und Abgase Gesundheitsschäden verursacht würden. Die Einschränkung des Verkehrs fördert demnach die Lebensqualität der Stadt. Durch die Umwandlung in einen verkehrsberuhigten Bereich würde das Quartier zu einem einladenden „Tor zu Frankfurt“ werden.

Vorbilder gibt es international viele: Städte wie Kopenhagen und Amsterdam, aber auch Madrid, Brüssel und Singapur beschränken den Verkehr in ihren Innenstädten. Die FRAKTION sieht in der angestrebten Verkehrsberuhigung des Bahnhofsviertels eine Möglichkeit, Frankfurt sowohl für die Einwohner als auch für Touristen bedeutend attraktiver zu gestalten. Umsetzbar sei das Konzept mit etwas Mut, wie es im Antrag heißt: „Auch wenn jede Stadt ihre eigenen geografischen und infrastrukturellen Besonderheiten hat und daher Konzepte von anderen Städten nicht eins zu eins auf Frankfurt übertragbar sind, sollten wir den Mut haben, für unsere Bürger sowie den Besuchern unserer Stadt eine attraktive Innenstadt bieten, die zum Verweilen einlädt und nicht das Gegenteil bedeutet."
 
15. Januar 2019, 11.39 Uhr
Helen Schindler
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Verkehr
 
 
Bußgelder bei Verstoß in Bus und Bahn
0
EVG: Maskenkontrolle ist Aufgabe der Ordnungsbehörden
Ab Januar soll auch das Kontrollpersonal des RMV bei Fahrgästen ohne Maske eine Geldstrafe verhängen können. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisiert nun diese Entscheidung: Die Kontrolle der Maskenpflicht sei nicht Aufgabe des Kontrollpersonals. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Unsplash
 
 
Mehr als 100 neue Fahrer:innen eingestellt
0
Stadt setzt 49 neue Dieselbusse und elf Elektrobusse ein
Ab den kommenden Tagen werden 49 neue Dieselbusse des städtischen Verkehrsunternehmens In-der-City-Bus (ICB) im Süden Frankfurts eingesetzt. Ab Anfang des kommenden Jahres sind zudem elf neue Elektrobusse geplant. – Weiterlesen >>
Text: ez/ffm / Foto: © ICB
 
 
Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim
0
Neun Minuten kürzer
Die Lösung für ein jahrzehntelanges Problem scheint gefunden: Laut der Deutschen Bahn steht nun das Konzept für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Frankfurt und Mannheim. Dadurch sollen die Fahrten kürzer und häufiger werden. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: © Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
 
 
 
Weitere Busspuren, Ampeln mit ÖPNV-Vorrang, Markierungsnägel und Leitschwellen sollen künftig dafür sorgen, dass der Frankfurter Nahverkehr schneller, pünktlicher und attraktiver wird. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: © Traffiq
 
 
Trotz anhaltender Corona-Krise will der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) sein Angebot ausweiten – und legt den Fokus auf Fahrten in die Region. Für das kommende Jahr sind zusätzliche Regionalbahnen und neue Linien im X-Bus-Netz geplant. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: © Bombardier
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  48