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Verkehr
 

Autofreier Mainkai

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Petition für Verlängerung der Mainkai-Sperrung

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Seit vergangener Woche steht fest: Eine Verlängerung der Mainkai-Sperrung ist unwahrscheinlich. Doch die Sperrung erfährt viel Unterstützung. Mehr als 1600 Personen haben bisher eine Petition für die Verlängerung eines autofreien Mainkais unterschrieben.
Seit vergangener Woche steht fest: Die Sperrung des nördlichen Mainufers zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke wird ab Ende August wohl nicht verlängert. Grund dafür sei die fehlende parlamentarische Mehrheit, wie Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) dem JOURNAL FRANFURT sagte. Die CDU habe laut Oesterling bereits angekündigt, dass es mit ihr keine Verlängerung geben wird.

Vor allem viele Sachsenhäuserinnen und Sachsenhäuser jubeln über diese Nachricht, doch die Mainkai-Sperrung erfährt auch auf viel Unterstützung. Der zuständige SPD-Ortsvorsteher Oliver Strank hat daraufhin eine Petition an die Stadtverordnetenversammlung mit dem Namen „Machen Sie den Mainkai Frankfurt auch nach dem 1. September 2020 autofrei!“ gegründet.

In der Beschreibung der Petition schreibt er: „Wer momentan auf den Mainkai am nördlichen Mainufer Frankfurts blickt, sieht, wie sich die Menschen die schöne Uferpromenade zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke jeden Tag Stück für Stück zurückerobern. Sie entdecken das riesige Potential des nördlichen Mainufers für mehr Lebensqualität und für ein besseres Leben in unserer Stadt – erst recht in Zeiten von Corona.“ Mit der Sperrung des nördlichen Mainufers solle vor allem mehr Lebensqualität für alle Menschen in Frankfurt geschaffen werden. „Niemand will, dass auf der Zeil oder auf der Fressgass oder Hauptwache wieder Autos fahren“, schreibt Strank.

Innerhalb einer Woche hat die Petition mehr als 1600 Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Das Ziel sind 2500 Unterschriften. Zu finden ist die Petition auf change.org.
 
16. April 2020, 12.20 Uhr
ez
 
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Leser-Kommentare

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Joachim M. am 16.4.2020, 20:43 Uhr:
Demnach wäre keine Straße der Welt gerecht.- immer gibt es irgendwo eine Gegend und eine Straße, die mehr oder weniger befahren ist als die, in deren Nähe man wohnt.Sollen deswegen alle Fußgängerzonen abgeschafft werden? Unsinn!

Einige scheinen immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Die Innenstädte müssen binnen 10 Jahren komplett autofrei werden, alle Kfz-Doppelspuren müssen kurzfristig (2-3 Monate) abgeschafft und eine Spur ausschließlich für Busse (innerhalb von zwei Jahren nur noch E-Busse) Fahrradfahrer und zunächst E-Autos reserviert werden.

Erste Viertel müssen innerhalb eines Jahres Verbrennungsmotor-frei werden.

Die Taktung des ÖPNV muss sofort drastisch erhöht werden. Innerstädtisch Verknappung und Verteurung von Kfz- Stellflächen,50% dürfen nur durch E-Autos und Fahrräder genutzt werden.

Weit vor den Toren der Stadt am jeweils am weitesten entfernten ÖPNV Punkt drastische Erhöhung von P & R Parkplätzen, bis der ÖPNV weiter ausgebaut ist.

Reduzierung der ÖPNV - Kosten, Nahezu kostenlose Jahreskarte (20-50 €) für jedermann, finanziert durch Maut für Befahren der Innenstadt mit Kfz.

Ich bin übrigens selbst Autofahrer, aber nicht in den Innenstädten.

Verpflichtende Photovoltaik auf allen Neubauten. Verbot von Kreuzfahrtschiffen, wenn diese nicht umgestellt werden usw. usw.

Führt alles übrigens zu einem enormen wirtschaftlichen Aufschwung und neuen Arbeitsplätzen in den richtigen (zukunftsträchtigen) Branchen. Vgl. Kopenhagen.

Es geht um nicht weniger als um eine lebenswerte Zukunft .
 
Uwe Looschen am 16.4.2020, 18:15 Uhr:
Gibt es eine Petition, dass man diese Straße als Autostraße erhalten will? Denn warum sollen die anderen Straßen mehr Abgase einatmen, weil der Verkehr nur umgeleitet wird? Ist das gerecht?
 
Joachim M. am 16.4.2020, 17:33 Uhr:
'Mitsubiishi' schreibt zu Recht, dass "die Idee, Frankfurt durch autofreie Zonen lebenswerter zu machen, an sich ja nicht schlecht ist". Das kritikwürdige Fehlen eines umfassenden Verkehrskonzeptes und insbesondere der Verbleib einer Asphaltwüste aufgrund der fehlenden Umgestaltung ohne deutliche Verbesserung der Lebensqualität, ist aber ganz maßgeblich der zeitlichen Befristung geschuldet, stellt also keinen Grund dar, die autofreie Straße wieder zu 'bestinken' . Also sofort dauerhaft autofrei, Beginn der Umgestaltung durch Asphaltaufriss, Bepflanzungen usw., Erstellung des überfälligen Konzepts, auch für Sachsenhausen.
 
Mitsubishi Carisma am 16.4.2020, 16:19 Uhr:
Die Idee Frankfurt durch autofreie Zonen lebenswerter zu machen ist an sich ja nicht schlecht. Ein dahinter stehendes Verkehrskonzept vermag ich aber auch nicht ansatzweise erkennen. Aus einer halbseitigen Straßensperrung entsteht keine Fußgängerzone. Eine Asphaltwüste hat vielleicht riesiges Potential für eine Verbesserung der Lebensqualität, dieses Potential muss dann aber auch genutzt werden. Ein gastronomisches Angebot, Spiel- und Sportflächen und eine architektonische Umgestaltung hätten sicher dazu beigetragen, dass das Projekt eine Chance gehabt hätte. Zu einem Verkehrskonzept gehört sicher auch eine Verkehrsleitplanung. Autos werden nicht von heute auf morgen durch die Sperrung einer einzigen Sträße weniger. Die Verkehrsverhältnisse in Sachsenhausen sind für alle schlichtweg unzumutbar.
 
Petra Nied am 16.4.2020, 15:02 Uhr:
Ich konnte bislang nicht erkennen, dass die Menschen sich die Uferpromenade zurück erobern. In Zeiten von Corona laufen die Menschen lieber am Main entlang (ohne den Abstand wirklich zu wahren) als auf dem Mainkai. Tagtäglich fahren immer mehr Autofahrer von der Alten Brücke oder von der Kurt-Schuhmacher-Str. in den Mainkai hinein, hier tut das Straßenverkehrsamt gar nichts. Also was soll diese Straßensperrung dann bedeuten? Die Schranken sind oben, also gibt es genügend Schlaumeier, sie nutzen die Durchfahrt zum Willi-Brand-Platz nutzen.
 
 
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