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Foto: In Bornheim gibt es jetzt ein Haus mehr für bezahlbares Wohnen © Adobestock/Brian Eberle
Foto: In Bornheim gibt es jetzt ein Haus mehr für bezahlbares Wohnen © Adobestock/Brian Eberle

Frankfurt-Bornheim

Vermieterin ermöglicht bezahlbares Wohnen

In Bornheim ist ein weiteres Mehrfamilienhaus langfristig für bezahlbares Wohnen gesichert worden. Vermittelt hat die von der Stadt unterstützte Immobilienagentur GIMA.
In Sachen Mieten und Wohnen zählt Frankfurt zu den teuersten Städten Deutschlands. Da wundert es nicht, dass die Wartelisten bei den vergleichsweise günstigen öffentlichen Wohnungsgesellschaften und Genossenschaften in der Stadt lang sind und viele Institutionen um Mietbremsen und dergleichen bemüht sind. Doch es gibt erfreuliche Nachrichten: In Bornheim hat eine Eigentümerin ihr Mehrfamilienhaus an die Genossenschaft Fundament verkauft und damit langfristig bezahlbares Wohnen ermöglicht. Das hat die Stadt bekannt gegeben.

Vermittelt wurde der Kauf demnach durch die Genossenschaftliche Immobilienagentur (GIMA), die Eigentümerinnen und Eigentümer bei sozialverträglichen Hausverkäufen berät. Die Stadt ist in der GIMA involviert, Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) dort Aufsichtsratsmitglied: „Immobilien im genossenschaftlichen Besitz sind ein wichtiger Baustein für die Sicherung stabiler Bestandsmieten.“ Das Mehrfamilienhaus ist ein Mauerwerksaltbau aus dem Jahr 1900 und verfügt über sechs Wohnungen.

Eigentümer verkaufen Haus im Frankfurter Ostend zu günstigeren Konditionen

Zuletzt im April erwarb der genossenschaftliche Beamten-Wohnungs-Verein (BVV) ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohnungen im Ostend und sicherte damit die Mietverhältnisse vor unverhältnismäßigen Mieterhöhungen. Die Verkäufer, eine Erbengemeinschaft aus drei Personen, veräußerten das Haus für einen niedrigeren Preis als die angesetzten 1,6 Millionen Euro, die wegen der hohen Bodenpreise angegeben wurden.

Gwechenberger betonte damals, dass sich das geringe Mietniveau bei Genossenschaften langfristig positiv auf die Mieten im Stadtgebiet auswirken würde. Robin Mohr von der GIMA sprach davon, dass immer wieder Eigentürmer ihre Immobilien sozialverträglich statt höchstbietend verkaufen würden. Dafür müssten aber auch die Rahmenbedingungen für gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen weiter verbessert werden.

Info
Die Genossenschaftliche Immobilienagentur Frankfurt am Main (GIMA) wurde Ende 2021 gegründet, nachdem sich die Stadtverordneten auf eine städtische Beteiligung geeinigt hatten. Sie ist eine Anlaufstelle für gemeinwohlorientierte Immobilienverkäufe. Derzeitige Mitglieder sind:

Beamten-Wohnungs-Verein Frankfurt am Main
Dachgenossenschaft für gemeinwohlorientierten Wohnungsbau Rhein Main Gebiet
Fundament Bauen Wohnen Leben
Konversions-Grundstücksentwicklungsgesellschaft
Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen
St. Katharinen- und Weißfrauenstift
Das Dezernat III – Planen und Wohnen
Stiftung trias
Wohnungsbaugenossenschaft in Frankfurt am Main

Weitere Informationen zur GIMA sind hier erhältlich.
 
4. Juni 2024, 10.59 Uhr
Till Geginat
 
Till Geginat
Jahrgang 1994, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Goethe Universität Frankfurt, seit November 2022 beim JOURNAL FRANKFURT. – Mehr von Till Geginat >>
 
 
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