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Eintracht wird Weltmeister
 

Eintracht wird Weltmeister

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Jung, Trapp und die Eskalation

Omid Nouripour hebt die Nationalmannschaft auf den Weltmeisterschafts-Thron. Oder vielmehr Sebastian Jung, den frisch-nominierten Youngster der Eintracht, der unsere Jungs an der Copa Cabana zum Sieg führen wird, wie einst schon Alfred Pfaff und Bernd Hölzenbein.
Der Weltmeister 2014 steht fest – es ist Deutschland! Mit der Nominierung Sebastian Jungs hat der Bundestrainer endlich die Formel einer Weltmeistermannschaft komplettiert. Kicken sollten die Jungs können, die Hierarchie muss stimmen, der Kampfesmut... Das alles ist aber sinnlos ohne die Adler. 1954 wurden wir mit Alfred Pfaff (einer der wahren Säulen der Eintracht) Weltmeister, 1974 mit Hölzenbein und „mit dem Jürgen, mit dem Jürgen Grabowskiiii“ (der Rapper in mir zitiert den ganzen Tag Tankard). 1990 waren es Uwe Bein und ab dem Halbfinale Andi Möller (vorher vertraglich bei Borussia Dortmund).

Sebastian Jung wird also in Brasilien die rechte Abwehrseite beackern, Lahm kann nach links. Das kennt er ja vom Verein, wo er vor Alaba nach rechts geflohen ist. Die einzig offene Frage ist, wer außer Jung noch mit an die Copa Cabana fährt. Rode, Maier (wie, zu alt?)... hier fällt mir allen voran Kevin Trapp ein. In jeder Zeitungsbenotung bester Torwart der Liga, reden nun alle von René Adler. Warum eigentlich?!

Was Trapp gegen die Bayern mal wieder gehalten hat, war überirdisch. Trapp ist im Übrigen auch deswegen so gut, weil er mit „Uns Oka“ trainiert, dem phantastischsten Torwart der Geschichte des Odenwalds. Oka nimmt die neue Situation auf de Bank sehr solidarisch, auch wenn ihm das gewiss nicht leicht fällt. Oka gehört unsere ewige Treue, wie seine ewige Treue der Eintracht gehört.

Zum Bayern-Spiel: Hätte Schweinsteiger nicht die Fallsucht, hätten wir sehr wahrscheinlich 15:1 gewonnen, wie ich es beim Videobeweis der „11 Freunde“-Redaktion getippt hatte.



Der wahre Skandal aber war nicht die schwache und das Spiel entscheidende Schiedsrichterleistung, sondern die Vorgänge beim Einlass. Ob es nun Ganzkörperkontrollen gegeben hat oder nicht, das ist nicht unerheblich. Aber genauso wichtig ist die Frage nach der Begründung besonderer Maßnahmen? War das Spiel eines der sogenannten „Risiko-Spiele“? Gibt es Erfahrungen mit Fan-Ausschreitungen bei Eintracht-Spielen bei den Bayern? Gab es Hinweise auf geplante Regelwidrigkeiten? Alle drei Fragen müssen mit einem klaren NEIN beantwortet werden. Also was soll das?

Was die Fans zurecht aufregt, ist die Willkür der Verantwortlichen für Sicherheit. Da kannst du dich als Fan auch noch an die dämlichste vorgegeben Regel halten, und trotzdem bauen sie dir die nächste Schikane auf, wie sie Lust haben. Ich bin sehr stolz auf die Führung der Eintracht, die in und nach München den Fans beisteht. Und die dem Liga-Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ die Zustimmung verweigert hat. Erst, wenn man mit den Fans geredet und diskutiert hat, erst wenn sie eingebunden sind, wird es eine tragfähige Lösung geben. So was wie in München „lässt die Situation eskalieren, Mann!“ (Jules in Pulp Fiction)
 
14. November 2012, 11.14 Uhr
Omid Nouripour
 
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