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Eintracht-Shop in der Innenstadt schließt
 

Eintracht-Shop in der Innenstadt schließt

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Eine Legende macht dicht

Foto: nic
Foto: nic
Nach mehr als 42 Jahren öffnet der Eintracht-Fanshop in der Bethmannstraße am Freitag zum letzten Mal seine Türen. Am Abend verabschiedet sich die Eintracht feierlich vom ersten Fanshop Deutschlands.
Drei DFB-Pokalsiege der Eintracht, der Sieg im UEFA-Pokal, vier Abstiege aus der Ersten Bundesliga und vier Aufstiege – es ist einiges passiert bei der Eintracht, seit der Fanshop in der Bethmannstraße 15 eröffnet hat. Am 30. April 1975 als erster seiner Art in Deutschland. Am Freitag, 12. Januar, öffnet der Laden zum letzten Mal seine Tür.



Nachdem der Fanshop ursprünglich zum Jahresende 2017 schließen sollte, hat er nun am 12. Januar seinen letzten Tag. Foto: nb

Von Eintracht-Legende Bernd Nickel gegründet, war der Eintracht-Shop in der Innenstadt lange DIE Anlaufstelle für Fußballfans mit dem Adler im Herzen. Und mehr als ein Laden, der Fanutensilien wie Schals, Wimpel und Trikots verkaufte. In den 1990ern konnten Eintrachtler hier sogar ihre Lottoscheine abgeben. Vor wichtigen Spielen der SGE standen die Fans in der Bethmannstraße Schlange, um eines der begehrten Tickets zu bekommen. Selbst Fans und Spieler gegnerischer Mannschaften deckten sich dort mit Fußballartikeln ein. 1984 legte etwa das Team vom schottischen Club Dundee United einen Stopp in der Bethmannstraße ein. Fans aus Berlin und Nürnberg kamen in den 70er und 80ern allerdings auch vorbei und randalierten.



Foto: nic

Treffpunkt der Fanszene
Das Besondere: Nicht nur Eintracht-Fans wurden hier fündig, sondern Fußballfreunde aus ganz Europa. Denn der Laden bot auch Fußballartikel europäischer Clubs an und wurde zum Treffpunkt der Frankfurter Fans, die gelegentlich hinter dem Verkaufstresen im Shop standen. 1995 übernahmen mit Joachim Garthe und Joachim Pflug sogar zwei eingefleischte Eintracht-Fans den Laden von Willi Schuster, der den Fanshop nach Nickel lange Jahre geleitet hatte. Zwei Jahre später vergrößerten Garthe und Pflug den Shop und zogen 1997 ein paar Häuser weiter in die Bethmannstraße 19 ein.

Erst vor knapp vier Jahren übernahm die Eintracht selbst den Shop. Nun hat sie sich entschlossen, seinen ältesten Laden zu schließen. Erst im vergangenen Sommer eröffnete der Verein im Einkaufszentrum MyZeil auf 328 Quadratmetern einen deutlichen größeren und moderneren Fanshop.



Foto: nb

Rabatte am letzten Tag
Der letzte Tag des Shops nach fast 43 Jahren wird gebührend gefeiert: Eintracht-Fans bekommen 20 Prozent Rabatt auf das Merchandising-Sortiment und können die letzten Tickets für das Eintracht-Heimspiel gegen den SC Freiburg ergattern, zum halben Preis. Ab 17 Uhr verabschiedet sich die Eintracht von ihrem Fanshop und lädt alle Fans dazu ein, gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen. „Bringt doch einfach eure schönste Eintracht-Shop-Geschichte oder eure tollsten hier gekauften Fanartikel gerne mit“, schreibt der Verein in der Einladung, „für Snacks und Schobbe ist gesorgt.“ Ehemalige Mitarbeiter und Kunden kommen vorbei, auch der eine oder andere Überraschungsgast wird erwartet.
12. Januar 2018
Nicole Nadine Seliger
 
Nicole Nadine Seliger
Jahrgang 1987, Studium der Germanistik, Anglistik und BWL, Leidenschaft für Sport, seit 2016 beim JOURNAL Frankfurt – Mehr von Nicole Nadine Seliger >>
 
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