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Pflasterstrand: 40 Jahre Grüne
 

Pflasterstrand: 40 Jahre Grüne

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Quo vadis, Grüne?

Foto: Pflasterstrand/Journal Frankfurt
Foto: Pflasterstrand/Journal Frankfurt
Die Grünen feiern ihr 40-jähriges Bestehen – und ihre endgültige Ankunft in der bürgerlichen Mitte. Wir haben einen Blick zurückgeworfen und in den alten Pflasterstrand-Ausgaben nach dem Geist der grünen Revolution gesucht.
Ob Landtagswahl, Europawahl oder Sonntagsumfrage: seit Monaten erreichen die Grünen historische Spitzenwerte. Vom „grünen Höhenflug“ war im vergangenen Sommer in sämtlichen Zeitungen und Zeitschriften zu lesen, die Wähler*innen trauen sich gar, von einem Kanzler Habeck zu träumen. „Die ‚Verbürgerlichung‘ der Grünen ist daran ablesbar, dass ihre Wähler nicht nur über die höchsten Bildungsabschlüsse verfügen, sondern auch überdurchschnittlich verdienen“, schreibt die Bundeszentrale für politische Bildung. Dass die Grünen einmal die Partei der bürgerlichen Mitte sein würden, hätte bei der Gründung vor 40 Jahren wohl kaum jemand gedacht. Anti-Atomkraft, Umweltbewegung, Neue Linke, Frauenbündnis, Friedensbewegung: Am 12. und 13. Januar 1980 kamen in Karlsruhe rund 1000 Menschen verschiedenster Protestbewegungen zusammen und hoben gemeinsam die Bundesgrünen aus der Wiege.

1983 zogen die Grünen erstmals in den Bundestag ein. Dieser ersten Bundestagsfraktion gehörte auch Joschka Fischer an, der mit Äußerungen wie „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“ (adressiert an Bundestagsvizepräsident Richard Stücklen) auffiel. Zwei Jahre später wurde Fischer als „Turnschuh-Minister“ bekannt: Zu seiner Vereidigung als Umweltminister in der ersten rot-grünen Landesregierung Hessens erschien der damals noch rebellische Politiker in abgetragenen Turnschuhen. Fischer trat erst 1982 der Partei bei, zuvor gründete er gemeinsam mit Daniel Cohn-Bendit einen Arbeitskreis, der „realpolitische“ Positionen formulieren wollte. Cohn-Bendit war von 1989 bis 1997 der erste Dezernent des Amts für multi-kulturelle Angelegenheiten in Frankfurt, später schaffte es der SDS- und APO-Aktivist bis ins Europäische Parlament.

Die radikalen Zeiten sind lange vorbei, die Grünen sind im Mainstream angekommen, „Ökopartei“ ist nicht länger ein Schimpfwort, und Turnschuhe sind längst kein Zeichen von Rebellion mehr. Joschka Fischer hält heute Vorträge bei Goldman Sachs und berät Unternehmen wie Siemens und BMW; von „Dany le rouge“ erscheint in Kürze ein Buch im Kiwi-Verlag über Fußball. Angesichts dieser Verbürgerlichung der Grünen haben wir einen Blick in unser Vorgängermagazin, den Pflasterstrand, geworfen und uns auf die Suche nach dem grünen Geist von vor 40 Jahren gemacht.




Ausgabe 141, 25.9. bis 8.10.1982




Ausgabe 142, bis 22.10.1982




Ausgabe 151, 12.2. bis 25.2.1983




Ausgabe 152, 26.2. bis 11.3.1983




Ausgabe 152, 26.2. bis 11.3.1983




Ausgabe 152, 26.2. bis 11.3.1983
 
13. Januar 2020, 11.56 Uhr
red
 
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