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Politik
 

Kommunalwahl 2021

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Das richtige Match für die Stimmvergabe

Foto: ez
Foto: ez
Die digitale Wahlhilfe „Voto“ soll Wähler:innen vor der Kommunalwahl Orientierung bieten. In Frankfurt können sie anhand von 40 Thesen testen, welche Kandidat:innen für die Stadtverordnetenversammlung am besten zur eigenen politischen Haltung passen.
Bei der Wahl der Stadtverordnetenversammlung am 14. März können die Wähler:innen in Frankfurt 93 Stimmen an mehr als 1100 Kandidat:innen auf 28 Listen verteilen. Die richtige Wahl zu treffen, kann bei so vielen Möglichkeiten ziemlich schwer sein – vor allem, wenn man sich doch eigentlich vorher einen genauen Überblick verschaffen möchte über die Parteien und Kandidat:innen, die dort zur Wahl stehen. Sich durch alle Wahlprogramme zu lesen und über die einzelnen Personen auf den Listen zu informieren, kann nicht nur viel Zeit, sondern ebenso viel Motivation in Anspruch nehmen. Der Verein Team Tomorrow hat eine digitale Wahlhilfe entwickelt, die Abhilfe schaffen soll: Mit „Voto“ können Wähler:innen vor der Wahl mit wenig Aufwand herausfinden, welche Partei und welche Kandidat:innen der eigenen politischen Haltung am ehesten entsprechen.

Anders als beispielsweise der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung, wurde Voto speziell für personenbezogene Wahlen entwickelt. Das Prinzip ist einfach und erinnert ein wenig an die ein oder andere Dating-App: Kandidat:innen können auf der Plattform ihre Informationen und Meinungen zu bestimmten Thesen angeben. Anschließend können sich die Wählerinnen und Wähler durch dieselben Thesen klicken und ihre Meinung dazu eingeben. Bei jeder These wird geprüft, inwiefern die Antworten von Wähler:in und Kandidat:in übereinstimmen. Am Ende bekommen die Wähler:innen angezeigt, wem sie politisch am nächsten stehen – ihre Matches, sozusagen.

Das Team Tomorrow setzt sich überparteilich für politische Bildung ein und will, so heißt es auf der Webseite des Vereins, dafür sorgen, dass Menschen in der Lage sind, sich für Demokratie einzusetzen und diese damit stärken. In Projekten mit verschiedenen Initiativen oder Institutionen wie der Landes- sowie Bundeszentrale für politische Bildung, wolle der Verein vor allem junge Menschen für Politik begeistern. Ziel der digitalen Wahlhilfe Voto sei es auch, die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen im März zu steigern.

Aktuell gibt es Voto in vier hessischen Städten. Für die Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt haben Jugendliche gemeinsam mit Politikwissenschaftler:innen und Journalist:innen 40 Thesen aufgestellt, zu denen jeweils fünf Antwortmöglichkeiten von „stimme voll zu“ bis „stimme überhaupt nicht zu“ zur Auswahl stehen. In den Thesen geht es um Fragen zum Wahlverfahren sowie um stadtpolitische Themen – beispielsweise um den Frankfurter Wohnungsmarkt, Schulpolitik, eine kostenlose Nutzung des ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehrs), die Zukunft der Städtischen Bühnen, das Bahnhofsviertel oder eine Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen. Auch verkehrspolitische Themen wie der Ausbau des Radverkehrs, eine autofreie Innenstadt, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Parkgebühren kommen in den Thesen vor.

Neben den eigens entwickelten Thesen hat das Team Tomorrow auch mit den Macher:innen des „Kommunalwahlkompasses“ zusammengearbeitet und einige der Brückenthesen daraus übernommen. Anders als Voto bietet der Kommunalwahlkompass eine Übersicht über die politischen Positionen der antretenden Parteien. Das gemeinsame Projekt von Goethe Universität Frankfurt, Technischer Universität Darmstadt und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg soll am Mittwoch online gehen und umfasst insgesamt vier kreisfreie Städte sowie 30 Städte und Gemeinden aus zehn Landkreisen und einen einzelnen Landkreis.
 
16. Februar 2021, 12.19 Uhr
Laura Oehl
 
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