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Keine Toleranz für Hass gegen Juden
 

Keine Toleranz für Hass gegen Juden

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Uwe Becker ist Hessens neuer Antisemitismusbeauftragter

Foto: Stefanie Koesling
Foto: Stefanie Koesling
Frankfurts Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) ist um ein Amt reicher: Die Hessische Landesregierung beruft den 49-Jährigen zum neuen Antisemitismusbeauftragten und gewinnt mit ihm eine starke Stimme gegen Judenfeindlichkeit.
Die Hessische Landesregierung hat am Montagabend Uwe Becker zu ihrem neuen Antisemitismusbeauftragen berufen. Sein Vorgänger Felix Semmelroth musste das Amt aus gesundheitlichen Gründen zum Ende der vergangenen Legislaturperiode niederlegen. Der ehemalige Kulturdezernent der Stadt Frankfurt war Hessens erster Antisemitismusbeauftragter. Antisemitismusvorfälle sind in heutigen Tagen quer durch die Bundesrepublik wahrzunehmen. Jüdische Personen werden immer wieder Opfer von gewalttätigen Angriffen und antisemitischen Äußerungen. Dafür sollte es keine Entschuldigung und keine Toleranz geben.

„Die Judenfeindlichkeit zeigt sich heute facettenreicher als in den Jahrzehnten zuvor. Sie ist nicht nur an den politischen Rändern zu finden. Dies nehmen wir so nicht hin“, sagt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Er beschreibt Uwe Becker als hoch angesehene Persönlichkeit, die sich seit vielen Jahren konsequent für jüdisches Leben und kompromisslos gegen jegliche Form von Antisemitismus einsetze. „Mit ihm gewinnt der Kampf gegen Ressentiments und Vorurteile eine starke Stimme. Ich freue mich, dass Uwe Becker diese wichtige Aufgabe übernimmt“, sagte Bouffier, der gleichzeitig Semmelroth für sein Engagement dankte. Aufgabe von Uwe Becker ist es unter anderem, die Initiativen der Landesregierung zur Bekämpfung des Antisemitismus zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Als unabhängiges Bindeglied zwischen den jüdischen Gemeinden in Hessen und der Landesregierung wird er Strategien entwerfen, um dem Judenhass entgegenzuwirken.

Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Hessen begrüßen die Berufung. „Wir freuen uns, dass der Frankfurter Bürgermeister die Aufgabe übernimmt. Er setzt sich seit langem für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus in all seinen Erscheinungsformen ein“, erklärt Jürgen Frömmrich, parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. In Frankfurt gibt es mehr als 160 Gemeinden aller Weltreligionen. Außer Frage steht Uwe Beckers kulturelles Engagement. Seit 2016 ist er Kirchendezernent. Becker steht stets im Dialog mit den Religionen und ist mit ihren Strukturen und Persönlichkeiten vertraut.

Mit zahlreichen Initiativen wie zuletzt „Gemeinsam in Frankfurt am Main – Für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus“ steht er öffentlich gegen Judenfeindlichkeit ein. Becker betont, dem wachsenden Antisemitismus müsse entschiedener entgegentreten werden, als es bisher der Fall war. „Dieser Kampf ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dem sich nicht nur der Staat konsequenter annehmen muss. Jeder Einzelne ist gefordert.“ Uwe Becker ist als Präsident des Hessischen Städtetages sowie als Präsident der Freunde der Universität Tel Aviv in Deutschland und als Vorstandsmitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Frankfurt neben seiner politischen Arbeit vielseitig engagiert.
 
9. April 2019, 15.35 Uhr
Sheera Plawner
 
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Leser-Kommentare

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Michael Risse am 10.4.2019, 16:25 Uhr:
Antisemitismus ist so was von geistlos,dass es dafür keine mehr Worte gibt. Sprachschatz:ausgeschöpft.
Wenn ich als Frankfurter Bürger mir nur die Stadtgeschichte betrachte,und nur die,die ganzen sozialen Stiftungen
unserer Mitbürger jüdischen Glaubens,zum Wohle der Allgemeinheit,die essentiellen Beiträge zur Kulturgeschichte,zur Musik,zur Schriftstellerei,etc,etc,,spätestens dann muss auch dem letzten Verbohrten klar sein:Antisemitismus ist völlig daneben,sinnentleert.
 
 
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