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Frankfurt bekommt eine Europäische Konferenz
 

Frankfurt bekommt eine Europäische Konferenz

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Offener Diskurs zu Europas Zukunft

Foto: Unsplash/Christian Wiediger
Foto: Unsplash/Christian Wiediger
Frankfurt bekommt eine Konferenz, in der Intellektuelle, Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, Künstler*innen und andere Bürger*innen zusammenkommen, um über die Zukunft Europas zu diskutieren. Auch europakritische Stimmen sollen zu Wort kommen.
Drei Institutionen haben sich zusammengetan, um in Frankfurt eine European Conference zu veranstalten. Das Konzept der im kommenden Jahr startenden Veranstaltungsreihe stellte am Montag Michel Friedman, geschäftsführender Direktor des Center for Applied European Studies (CAES) vor. Zusammen mit Nicole Deitelhoff, Direktorin der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) und Rainer Forst, Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ von der Goethe-Universität, initiierte er die Konferenz. Alle drei veranstaltenden Institute seien klar proeuropäisch, sagte Friedman. Frankfurt biete sich als Standort zum einen an, weil alle drei Veranstalter-Institute dort ihren Sitz haben. „Zum anderen sehe ich Frankfurt auch als die europäische Hauptstadt. Frankfurt hat die internationalste Gesellschaft Europas“, ist sich Friedman sicher.

„In Anlehnung an die Münchener Sicherheitskonferenz zielt die Frankfurt-European-Conference darauf ab, eine Denkfabrik für Europa zu schaffen, in deren Rahmen ein interdisziplinärer und internationaler Austausch ermöglicht werden soll“, erläuterte der geschäftsführende Direktor des CAES. Die Konferenz solle Raum für Arbeitsgespräche zwischen Intellektuellen, Entscheidungsträger*innen, Wissenschaftler*innen, Politiker*innen, Künstler*innen und Bürger*innen sein. „Anders als bei der Münchener Sicherheitskonferenz, bei der ja ausschließlich Politikerinnen und Politiker zugegen sind, sollen bei der Frankfurt-European-Conference viele unterschiedliche Perspektiven abgeholt werden“, so Friedman. Mit der Interdisziplinarität und pluralen Perspektive soll die Konferenz eine qualitative Streitkultur bieten.

Aktuell würden in Europa zahlreiche Substanzfragen gestellt. Bei Themen wie dem Brexit und Migration herrsche Uneinigkeit. „Momentan haben wir mehr Konfrontation als Kooperation“, findet Friedman. Das wirke zerstörerisch. Die European Conference soll deshalb einen Denkraum für eine pluralistische, offene Diskussion schaffen. Das bedeutet auch, dass auch EU-Gegner eingeladen werden. „Nur wenn man alle Meinungen widerspiegelt kann man auch angemessen darüber diskutieren“, findet der geschäftsführende Direktor des CAES. „Es geht nicht um Selbstbeweihräucherung. Wir nehmen die Herausforderung an, wir wollen ein Streitgespräch.“

Das Datum für die erste Konferenz steht bereits fest, sie wird am 4. und 5. Juni 2020 stattfinden. Rednerinnen und Redner will Friedman noch keine nennen, nur so viel: „Es werden Menschen kommen, die etwas zu sagen haben.“ Das Thema der ersten Konferenz lautet „Europe’s Future: Democracy“. Dabei sollen Fragen wie „Ist die EU eine demokratische Institution?“ und „An welchen Stellen brauchen wir mehr demokratische Ideen und Projekte?“ diskutiert werden. Es werde eine große für alle Bürgerinnen und Bürger offene Veranstaltung geben, erläutert Friedman. Ihm ist wichtig zu betonen, dass es sich um keine Elite-Veranstaltung handeln soll. Die Schirmherrschaft der Konferenz übernimmt Ministerpräsident Volker Bouffier. Mittelfristig sei eine Schirmherrschaft des Präsidenten des europäischen Parlaments oder der europäischen Kommission angestrebt, „auch um deutlich zu machen, dass es sich um eine europäische Veranstaltung handelt“, so Friedman.
 
18. Juni 2019, 11.54 Uhr
Helen Schindler
 
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