Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Politik
Startseite Alle NachrichtenPolitik
„Becker verliert die Nerven“
 

„Becker verliert die Nerven“

0

SPD schmiedet Karrierepläne für Uwe Becker (CDU)

Foto: SPD Frankfurt
Foto: SPD Frankfurt
Die erneute Ankündigung des Stadtkämmerers Uwe Becker für die CDU als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl ins Rennen gehen zu wollen, hat die SPD auf den Plan gerufen. Sie empfiehlt dem Stadtkämmerer für den Bundestag zu kandidieren.
In einem Interview mit der FAZ hat Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) noch mal bekräftigt, was ohnehin schon längst bekannt ist: Er will Frankfurter Oberbürgermeister werden. Jetzt konkretisierte Becker das Vorhaben noch: Er will sich im Herbst 2016 bei einem CDU-Parteitag selbst als Kandidaten vorschlagen. Das freilich ruft nun Empörung bei der Frankfurter SPD hervor, die immerhin den derzeitigen Oberbürgermeister stellt. „Offensichtlich hat Uwe Becker angesichts der in der CDU anhaltenden Diskussionen die Nerven verloren“, ätzt daher Klaus Oesterling, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer.
Eigentlich sei es ja am Parteivorstand dem Parteitag den Vorschlag zu unterbreiten. Auch die frühe Ankündigung Beckers hält Oesterling in der Form und mit dem frühen Zeitpunkt für einen Fehler.

Als Teilnehmer an der gescheiterten „Sofa-Kür“ bei der vergangenen Oberbürgermeisterwahl hätte Becker eigentlich erkennen müssen, dass es in der CDU-Basis einen verbreiteten Wunsch gebe nach einem transparenten verfahren anstelle autokratischer Ausrufungen. Aus taktischen Gründen hatte die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth ihre Amtszeit verkürzt, um die Bahn frei für ihren favorisierten Kandidaten Boris Rhein zu machen. Doch das Kalkül ging vor zwei Jahren nicht auf, die Wahl entschied die SPD für sich. Peter Feldmann obsiegte, und sei, wie Oesterling argumentiert, auch erst drei Monate vor der Wahl nominiert worden. Generell stellt er in Frage, dass eine Kandidatur aus dem Magistrat heraus erfolgreich sein könne. Eine Magistratsmitglied stehe in der Loyalität zum Oberbürgermeister und könne als Repräsentant der bisherigen Mehrheit kaum für Erbneuerung stehen. Die meisten erfolgreichen Kandidaten der vergangenen Oberbürgermeisterwahlen – von Wallmann (CDU) bis Feldmann (SPD) – hätten ohnehin nicht dem Magistrat angehört.

Doch Klaus Oesterling mäkelt nicht nur, er kommt auch mit konstruktiven Ideen für die weitere Karriere Uwe Beckers daher. Alternativ könne sich der Stadtkämmerer um die Nachfolge der in vier Jahren vermutlich ausscheidenden Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach bewerben. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Becker ohnehin mehr Engagement für den Nahost-Konflikt und den Dalai Lama zeigt als für die Konsolidierung des Haushalts. Da käme eine Bundestagskandidatur seinen Interessensschwerpunkten viel mehr entgegen.“

Zu diesem Vorschlag befragte das JOURNAL FRANKFURT auch den Stadtkämmerer. In einem Interview sprach Uwe Becker über seine Pläne als Oberbürgermeister.
 
1. August 2014, 10.51 Uhr
Nicole Brevoord
 
Nicole Brevoord
Jahrgang 1974, Publizistin, seit 2005 beim JOURNAL FRANKFURT als Redakteurin u.a. für Politik, Stadtentwicklung, Flughafen, Kultur, Leute und Shopping zuständig – Mehr von Nicole Brevoord >>
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Politik
 
 
Fast gleichauf: Während die CDU mit 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen Prozentpunkt verloren hat, kommen die Grünen mit zusätzlichen vier Prozentpunkten auf 25 Prozent. So würden laut HR-Hessentrend die Ergebnisse aussehen, wenn aktuell Landtagswahl wäre. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Bündnis 90/Die Grünen Hessen
 
 
Terrorismus-Vorwurf gegen Autorin
0
Aslı Erdoğan freigesprochen
Die im August 2016 in der Türkei festgenommene Schrifstellerin Aslı Erdoğan wurde vergangenen Freitag vor Gericht freigesprochen. Erdoğan lebte zwei Jahre lang als Gastautorin des Programms „Stadt der Zuflucht“ in Frankfurt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: © Wikimedia Commons
 
 
Nach Monaten der Krise wählte der Frankfurter AWO-Kreisverband vergangenen Samstag ein neues Präsidium. Dieses zog bereits kurz nach seinem Amtsantritt deutliche Konsequenzen und erteilte unter anderem Hausverbot für mehrere Personen. – Weiterlesen >>
Text: Elena Zompi / Foto: Das neue ehrenamtliche Präsidium der Frankfurter AWO: Barbara Dembowski, Petra Rossbrey und Hauke Hummel © Bernd Kammerer
 
 
 
Demonstration in Erfurt
1
Kante zeigen gegen Rechts
Die Wahl Thomas Kemmerchis zum Ministerpräsidenten von Thüringen durch Stimmen der AfD löste eine bundesweite Welle der Empörung aus. Am Samstag demonstrieren in Erfurt mehrere tausend Menschen gegen Kooperationen mit der AfD. Von Frankfurt aus fahren kostenlose Busse zur Demo. – Weiterlesen >>
Text: jwe / Foto: Symbolbild: Unsplash/Leon Bublitz
 
 
Gleich zwei Parteien beanspruchen das Erbe Alfred Dreggers für sich. Unter ihm machten auch viele in der CDU Karriere, die heute das Lager gewechselt haben und heute an wichtigen Positionen in und um die AfD wirken. – Weiterlesen >>
Text: Jan Paul Stich / Foto: Konrad-Adenauer-Stiftung/ Wikimedia Commons
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  200