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Wiedereröffnung am 1. April 2016
 

Wiedereröffnung am 1. April 2016

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Der Yachtklub ist zurück

Foto: Christina Weber
Foto: Christina Weber
Hans Romanov nimmt noch einen Anlauf: Nach rund vier Jahren Pause feiert der Yachtklub am Freitag Wiedereröffnung. Dieses Mal hat sich der Clubmacher vier Mitstreiter ins Boot geholt. Auch Künstler wie Dirk Krecker beteiligen sich.
Noch herrscht im Yachtklub am Deutschherrnufer an allen Ecken und Enden kreatives Chaos. Ein Maler streicht die letzten Holzbalken im Eingangsbereich türkis-grün, die Bar wird gerade hergerichtet und der Frankfurter Künstler Dirk Krecker verpasst den Wänden mit neonfarbenen Tape seine ganz persönliche Note (Foto). Die Zeit wird langsam knapp, denn schon am morgigen Freitag wird hier große Wiedereröffnung gefeiert, mit Chris Wood & Meat an den Plattentellern. Nach knapp vier Jahren kehrt Clubmacher Hans Romanov mit seinem legendären Yachtklub zurück. Nachdem neue Besitzer den Kahn zeitweise unter dem Namen D3 betrieben hatten, bespielt ihn Romanov nun erneut. Dieses Mal aber ist er nicht alleine.

Einen entscheidenden Beitrag leistete Klaus Unkelbach, Besitzer der Clubs Robert Johnson und MTW in Offenbach. Denn mit seiner finanziellen Unterstützung konnte Romanov das Schiff kaufen. Mit drei weiteren Mitstreitern gründeten die beiden erfahrenen Clubmacher dann eine GmbH, um die Location zu betreiben. Für den gastronomischen Bereich wird überwiegend Lukas Bender verantwortlich sein, der vor knapp drei Jahren das Restaurant „Bidlabu“ in der Innenstadt eröffnete. Seine Mitarbeiterin Antonia Behrend wird ihn unterstützen und sich zudem um die Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Als erfahrener Partyveranstalter und Techniker komplettiert Silvio Cappucci das Team.

Die fünf haben sich einiges vorgenommen. Denn der Yachtklub soll alles bieten – vom Mittagstisch bis zu Party. „Wir wollen einfaches, leckeres Essen aus guten Produkten anbieten“, sagt Behrend. Abends kann man hier dann gemütlich einen Feierabenddrink nehmen und den Sonnenuntergang genießen, am Wochenende soll natürlich ordentlich gefeiert werden. Auch Frankfurter Künstler werden hier eine Plattform bekommen. Den Anfang macht Dirk Krecker mit seiner Tape-Kunst. Auch die slowenische Künstlergruppe „The Idea of Antidepressive Wear“ verewigte sich schon an einer Außenwand des Yachtklubs. „Das war eine ganz spontane Aktion. Hans Romanov kannte sie und sie waren zufällig in Frankfurt“, erzählt Behrend. Im Innenbereich des Schiffs soll irgendwann auch ein eigener Bereich für Kunstausstellungen zur Verfügung stehen. Alle Details seien aber noch nicht geklärt, so Behrend. „Wir werden einfach nicht mit allem bis Freitag fertig. Das wird eher eine Baustellenparty“, sagt sie schmunzelnd. Bis es den Mittagstisch gibt, werde es etwa noch einige Wochen dauern.

Ganz neu ist am Yachtklub das „Elbe Flussbad“. So nennen die Betreiber die neue Terrasse. Die zwischenzeitlichen Besitzer haben die rund 150 Quadratmeter große Fläche angebaut – ebenso wie wie sie neue Toiletten einbauten. Ein echter Glücksfall, „denn im Vergleich zu vorher sind die neuen Toiletten wahrer Luxus“, so Behrend. Das „Elbe Flussbad“ hat nicht nur den großen Vorteil, dass hier ein perfekter Ort zum Relaxen bei Sonnenuntergang ist. Damit haben die Betreiber auch die Möglichkeit, private Veranstaltungen zu organisieren und gleichzeitig den normalen Betrieb weiterlaufen zu lassen. „Es ist immer schlecht, wenn man für private Events gleich komplett schließen muss.“ Vorteilhaft ist da auch, dass zur Terrasse hin eine dritte Bar geöffnet werden kann.

Aber warum eigentlich "Elbe Flussbad" und nicht "Main Flussbad"? „Der Grund ist recht simpel – es gibt einfach schon viel zu viele Namen, in denen Main vorkommt. Das ist eben mal was anderes“, erklärt die Mitbetreiberin.

Behrend freut sich sehr über die Neuauflage des Yachtklubs – dafür hat sie sogar ihr Studium auf Eis gelegt. „Es ist vor allem toll, welches Vertrauen uns Hans Romanov und Klaus Unkelbach entgegen bringen“, sagt sie. Denn das Fünfergespann kennt sich erst seit Kurzen. Sie trafen sich eher zufällig im Frankfurter Nachtleben. „Aber es war schnell klar, dass es einfach passt“, sagt Behrend.
31. März 2016
Christina Weber
 
Christina Weber
Jahrgang 1983, Studium Online-Journalismus, seit 2014 Volontärin beim Journal Frankfurt – Mehr von Christina Weber >>
 
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