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Foto: AdobeStock/Lapping Pictures
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Energiemangel

Die Stadt will Energie sparen – aber wie?

Bund, Länder und Kommunen rufen zum Energiesparen auf und gehen vielerorts mit gutem Beispiel voran. Doch was ist in Frankfurt geplant? Römer und Paulskirche etwa bleiben nachts künftig dunkel. Ein einheitliches Konzept liegt jedoch noch nicht vor.
Römer und Paulskirche werden künftig nachts nicht mehr beleuchtet. So hat es Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) Ende vergangener Woche mitgeteilt. Der Grund: Es soll Energie gespart werden. Damit folgt die Stadt in einem ersten Schritt dem Rat des Deutschen Städtetags, der – angesichts des drohenden Energiemangels im kommenden Winter – eine Reihe von Sparempfehlungen an die Kommunen verschickt hat. Rund ein Dutzend Tipps sind es, viele davon seien kurzfristig umsetzbar, heißt es. So könnte etwa die Außenbeleuchtung öffentlicher Gebäude abgeschaltet oder die Wassertemperatur in Schwimmhallen reduziert werden.

Welche Pläne die Stadt darüber hinaus noch hat, ist derzeit noch nicht einheitlich geregelt. „Bisher arbeiten die Dezernate eigenverantwortlich“, heißt es vonseiten des Umweltdezernats unter Rosemarie Heilig (Bündnis 90/Die Grünen). Man rechne jedoch damit, dass zeitnah ein Koordinierungsgremium eingerichtet werde. Derzeit orientiere sich die Stadt an den Sparvorschlägen von Land und Städtetag, die „größtenteils auch in Frankfurt realisierbar“ schienen. Geplant sei etwa, die Heiztemperaturen in den Schau- und Anzuchthäusern im Palmengarten zu verringern, Leuchtmittel in der Botanischen Sammlung sollen auf LED umgestellt werden. Weiter heißt es, man wolle „Beleuchtung nur dort, wo nötig, besonders auch an den Wochenenden“. Die Raum- und Warmwassertemperatur im Verwaltungsgebäude des Palmengartens habe man bereits vergangenes Jahr reduziert, dies soll weitergeführt werden.

Generell, so heißt es vonseiten des Baudezernats auf Anfrage des JOURNAL FRANKFURT, seien in den Liegenschaften der Stadt Frankfurt derzeit unterschiedliche Raum-Solltemperaturen vorgeschrieben. Diese sollen eigentlich vom Energiemanagement des Amtes für Bau und Immobilien überprüft werden; dies sei aufgrund von „mangelhafter personeller Ausstattung“ jedoch nur sehr begrenzt möglich. Gemäß dem Rundschreiben des Deutschen Städtetages sei jedoch eine Absenkung der Raumtemperaturen in der nächsten Heizperiode um ein bis zwei Grad geplant. Darüber hinaus werde derzeit geprüft, welche Maßnahmen unter Beachtung der geltenden Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften umgesetzt werden könnten.

Wie das Energiemanagement mitteilt, habe man parallel dazu zwei Pilotprojekte initiiert – zum hydraulischen Abgleich und zur intelligenten Steuerung von Raumtemperaturen. Diese könnten mittelfristig in zahlreichen städtischen Gebäuden umgesetzt werden und so zu „langfristigen Gas-Einsparungen beitragen“. Für alle Mitarbeitenden der Stadt gebe es zudem seit 2001 jährlich ein Seminarprogramm für Energiebeauftragte, welches im Schwerpunkt Grundlagen zum Energie- und Wasserverbrauch sowie die zugehörigen Kosten, die nutzerbedingten Sparpotenziale und die Umsetzung einfacher technischer Maßnahmen vermittle.
 
8. August 2022, 12.26 Uhr
sie
 
 
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