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Auch 2017 wurde viel Energie eingespart
 

Auch 2017 wurde viel Energie eingespart

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Schulen verbessern Energiebilanz

Foto: bund-naturschutz.de
Foto: bund-naturschutz.de
Frankfurter Schulen haben auch im Jahr 2017 wieder kräftig zu einer besseren Energiebilanz der Stadt beigetragen. Sie sparten insgesamt 3749 Tonnen CO2-Emissionen und Energie- und Wasserkosten in der Höhe von 1,1 Millionen Euro ein.
Frankfurter Schulen haben im Jahr 2017 insgesamt 3749 Tonnen CO2-Emissionen sowie Energie- und Wasserkosten in der Höhe von 1,1 Millionen Euro eingespart. Dies gibt das Frankfurter Amt für Bau und Immobilien bekannt. 107 Schulen hatten 2017 am Projekt „Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen“ teilgenommen. Dieses wird seit 1998 jährlich vom Verein Umweltlernen in Frankfurt durchgeführt. Der Verein tut dies im Auftrag des Stadtschulamts in Team-Arbeit mit dem Amt für Bau und Immobilien und in Zusammenarbeit mit den beteiligten Schulen.

Gemeinsam mit dem Schulhausverwalter bilden die Schüler und Lehrer an den Schulhäusern Energieteams. Sie entwickeln Ideen, wie sich an ihrer Schule Energie reduzieren lässt. Der stadtnahe Verein Umweltlernen in Frankfurt steht ihnen dabei mit praktischen Tipps zur Seite. Er setzt sich für die Umweltbildung an Schulen ein. „Die Schüler richten etwa Routinedienste ein, vergleichbar mit einem Tafeldienst. Einzelne Schüler sind etwa dafür zuständig, dass am Ende der Schulstunde oder des Tages das Licht aus, die Fenster zu und die Heizung runtergedreht ist“, erklärt Florian Müller, Energiecoach der Frankfurter Schulen vom Verein Umweltlernen in Frankfurt.

Zwei Drittel der Frankfurter Schulen taten 2017 etwas fürs Klima

Eine wichtige Aufgabe kommt insbesondere den Schulhausverwaltern zu. Ohne sie wäre das Projekt nicht umsetzbar. Die größten Energiefresser an einer Schule sind die Zentralheizungsanlage sowie Lüftungs- und Klimaanlagen. „Wenn diese auf die richtigen Zeiten und Werte eingestellt sind, ist schon viel erreicht“, sagt Müller. Die von der Stadt angestellten Schulhausverwalter erhalten einen besonderer Anreiz, sich am Projekt zu beteiligen: Als sogenannte Energiebeauftragte ihrer Schule erhalten sie zu ihrem Gehalt 25 Prozent der jährlich eingesparten Summe als Erfolgsprämie. So können sie sich bis zu 7500 Euro vor Steuern jährlich dazuverdienen. Setzen sich auch die Schüler und Lehrer für eine bessere Energiebilanz ihrer Schule ein, erhalten sie am Ende des Jahres 25 Prozent des von ihr eingesparten Betrages auf ihr Schulkonto. Die verbleibenden 50 Prozent der Einsparungen steckt das Amt für Bau und Immobilien gezielt in bauliche Energiesparmaßnahmen. „Mit der energetischen Sanierung der Schulhäuser lässt sich am allermeisten erreichen“, so Clemens Bohrer, Referent der Bildungsdezernentin Sylvia Weber.

Aktuell stehen 130 der 165 Frankfurter Schulen „in Kontakt mit dem Projekt“. Nicht alle von ihnen nehmen jährlich am Projekt teil. Dass sich im Jahr 2017 rund zwei Drittel der Frankfurter Schulen für das Energiesparprojekt einsetzten, hält Florian Müller auch nach der langen Laufzeit dieses Projektes für einen großen Erfolg. Mindestens so wichtig wie die Teilnahme am Projekt sei es aber, ein Bewusstsein für den Klimaschutz zu entwickeln. „Klimaschutz fängt im Kopf an. Und wo wird diese Klimasensibilität gebildet, wenn nicht in der Schule?“ Die Fridays-For-Future-Bewegung macht dies geradezu exemplarisch sichtbar. Seit Monaten gehen Tausende von Schülern weltweit auf die Straßen, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Wird sich damit die Zahl der teilnehmenden Schulen am Projekt erhöhen? Florian Müller sagt, er sehe keinen direkten Zusammenhang mit Fridays for Future. „Wir stricken hier an alten Socken. Aber es ist sehr erfreulich, dass Schüler auf die Straße gehen und von der Politik endlich wirksame Handlungen einfordern.“ Trotzdem glaubt er, dass das Energiesparprojekt in Zukunft noch mehr Zulauf erhalten könnte: „Ich gehe davon aus, dass es noch mehr Energieteams an den Schulen geben wird.“

Das Projekt „Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen“ existiert seit 1998. Ursprünglich war es dazu gedacht, finanzielle Mittel in den Bereichen Energie und Wasser einzusparen. Für Schulen machte man daraus ein pädagogisches Projekt, um Ressourcen zu schonen. Es wurde damals in Zusammenarbeit mit der Abteilung Energiemanagement der Stadt Frankfurt unter der Leitung von Mathias Linder umgesetzt, die heute zum Amt für Bau und Immobilien gehört. Die Einsparzahlen für das Jahr 2018 liegen gemäß Clemens Bohrer im kommenden Herbst vor.

Aktualisiert am 19. März um 14:24 Uhr
 
19. März 2019, 12.48 Uhr
hei
 
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