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„Sternstunde der regionalen Zusammenarbeit“
 

„Sternstunde der regionalen Zusammenarbeit“

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Straßenbahn soll Frankfurt und Offenbach verbinden

Foto: Adobe Stock/Sanga
Foto: Adobe Stock/Sanga
In einer Machbarkeitsstudie untersuchen Frankfurt, Offenbach und der RMV die Anbindung Offenbachs an das Frankfurter Straßenbahnnetz. Dabei könnte auch die Tramlinie 16 reaktiviert und nach Offenbach verlängert werden.
Sind Frankfurt und Offenbach bald wieder durch eine Straßenbahn miteinander verbunden? Eine Machbarkeitsstudie des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) und der Städte Frankfurt und Offenbach soll genau das untersuchen. Wie die Beteiligten Anfang der Woche mitteilten, habe man sich darauf geeinigt, eine von der Stadt Frankfurt bereits gestartete Studie zu erweitern und mehrere Varianten, die durch Teile des Offenbacher Stadtgebiets führen, zu prüfen.

Der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) bezeichnete die Vereinbarung als „Sternstunde der regionalen Zusammenarbeit“. Offenbachs Mobilitätsdezernentin Sabine Groß (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einem „wichtigen Meilenstein für die Offenbacher Verkehrsplanung, weil nach vielen Äußerungen zu diesem Thema nun konkret gehandelt wird“. Die mögliche Straßenbahnstrecke solle nicht nur die Frankfurter Stadtteile Fechenheim und Oberrad verbinden, sondern auch die westlichen Gebiete in Offenbach einschließen.

Eine Variante wäre dabei beispielsweise die Linie 16, die seit 1996 nur noch bis zur Offenbacher Stadtgrenze fährt, zu reaktivieren und von Oberrad über die Offenbacher Innenstadt bis in den Stadtteil Bürgel zu verlängern. Dieser sei durch den Autoverkehr stark belastet, so Groß. Auch für die Frankfurter:innen hätte eine Verlängerung der Linie 16 Vorteile. Aktuell müssten Fahrgäste aus Oberrad und Sachsenhausen auf der relativ kurzen Strecke unnötig umsteigen, erklärte Klaus Oesterling. „Ich habe die Rücknahme der 16 von der Offenbacher Innenstadt zur Stadtgrenze immer für einen Fehler gehalten“, so der Frankfurter Verkehrsdezernent.

Zusätzlich zur Linie 16 soll in der Machbarkeitsstudie auch eine Verlängerung der aktuellen Linie 12 von Fechenheim über den Main in die Offenbacher Innenstadt untersucht werden. Auf diese Weise wären auch die Wohngebiete westlich von Fechenheim besser an die Frankfurter Innenstadt angebunden. Zudem könnte die Fechenheimer Linie auch zum Offenbacher Hauptbahnhof geführt werden. Die Verknüpfung der Straßenbahn mit S- und Regionalbahnen dort habe man besonders im Blick, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Eine weitere Variante wäre außerdem eine Ringverbindung von Fechenheim über die Offenbacher Innenstadt nach Oberrad. Die Machbarkeitsstudie solle nun die genauen Linienführungen untersuchen, so das Frankfurter Verkehrsdezernat.

Schon 2019 hatte es Gespräche zwischen den beiden Städten und dem RMV gegeben. Die Erweiterung der Machbarkeitsstudie auf das Offenbacher Stadtgebiet ist nun das Resultat daraus. „In der eng miteinander verwobenen Rhein-Main-Region können wir Lösungen für die Verkehrsprobleme unserer Region nur gemeinsam finden“, so die Offenbacher Mobilitätsdezernentin Sabine Groß. Die Mehrkosten von rund 140 000 Euro wollen der RMV und die beiden Städte untereinander aufteilen. Der RMV begrüße die Initiative, sagte Geschäftsführer Knut Ringat. „Um die Klimaziele zu erreichen, müssen mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen. Dazu benötigen wir ein gut verknüpftes und leistungsfähiges Schienenverkehrsnetz.“

Bis die Verlängerung der Straßenbahn umgesetzt wird, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern, sagten Sabine Groß und der Offenbacher Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP): „Verkehrsprojekte haben eine lange Planungs- und Bauzeit und sie sind sehr teuer.“ Der Schritt zur Machbarkeitsstudie sei daher jetzt umso wichtiger.
 
9. März 2021, 16.34 Uhr
loe
 
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Leser-Kommentare

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Detlef Kinsler am 9.3.2021, 22:29 Uhr:
Ja super ... Die 16 fuhr mal weit über die Stadtgrenze hinaus bis an die Waldstraße heran wo man dann in den Bus zur Stadthalle für wunderbare Konzerte in den Siebzigern und Achtzigern umsteigen konnte. Irgendwelche Planungsvollpfosten haben die LInie dann kastriert und wird sich was dabei gedacht haben (oder auch nicht). Wahrscheinlich fuhren zu weniger zum Ledermuseum. Die kann man ja jetzt auch von der S-Bahn aus der Berliner Straße wandern lassen.
 
 
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