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ÖPNV

Was kommt nach dem 9-Euro-Ticket?

Nach dem Ende des 9-Euro-Tickets wünschen sich viele eine Nachfolgelösung, seit gestern zeigt sich auch Finanzminister Christian Lindner offen dafür. Tarek Al-Wazir schlägt derweil ein 31-Euro-Ticket für Bedürftige und ein 69-Euro-Ticket für alle anderen vor.
Mit dem Beginn des Septembers endet am heutigen Donnerstag das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Viele fordern auch weiterhin ein vergünstigtes Angebot für Bus und Bahn. Denn die Bilanz der drei Monate zeigt Erfolge: Mehr als 52 Millionen 9-Euro-Tickets sind laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) verkauft worden, 2,7 Millionen davon in Hessen. Etwa 17 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sollen laut VDV dabei von einem anderen Verkehrsmittel auf den ÖPNV umgestiegen seien. Die Menge an eingespartem CO2 schätzt der VDV auf 1,8 Millionen Tonnen.

Lange hatte sich Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) gegen einen weiteren Rabatt gestellt, am letzten Tag des 9-Euro-Tickets kam dann jedoch noch einmal überraschend Bewegung in die Debatte, als Lindner bei einer Pressekonferenz am Mittwoch eine Nachfolgelösung in Aussicht stellte. Überzeugt habe ihn Parteikollege und Bundesverkehrsminister Volker Wissing, erklärte Lindner. Wissing könne mit einem Bruchteil der Finanzmittel des 9-Euro-Tickets ein bundesweites Nachfolgeticket realisieren. „Wenn die Finanzierungsfrage klar ist, kann der Preis festgelegt werden“, so Lindner.

Auch der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich am Dienstag für eine Nachfolge des 9-Euro-Tickets aus. Er schlug ein 31-Euro-Ticket für Bedürftige und ein 69-Euro-Ticket für alle anderen vor. „Das kostet bundesweit etwa zwei Milliarden Euro. Hier ist nun die Bundesregierung am Zug“, sagte Al-Wazir.

Neben den Grünen und Volt fordert auch die Linksfraktion im Frankfurter Römer eine Anschlusslösung: „Es war eine gute Sache für Menschen, die wenig Geld in den Taschen haben. Millionen von Menschen haben das Ticket genutzt. Daher ist es völlig unverständlich, dass man offenbar weder fähig noch willens ist, in der Bundesregierung und auch in der Verständigung zwischen Bund und Ländern, eine Anschlusslösung zu finden“, so die verkehrspolitische Sprecherin Daniela Mehler-Würzbach am Mittwoch. Vor allem für Frankfurt-Pass-Berechtigte müsse es eine schnelle Entlastung geben.

Darüber hinaus müssten laut Mehler-Würzbach bestehende Härten gemildert werden. Fahren ohne gültigen Fahrschein gilt in Deutschland als Erschleichen von Leistungen und kann in bestimmten Fällen sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. „Menschen, die ohne gültiges Ticket Bus oder Bahn nutzen, gehören nicht ins Gefängnis. Die Verfolgung des Fahrens ohne Fahrschein als Straftat trifft die Ärmsten der Gesellschaft. Obwohl der finanzielle Schaden ungleich gering ist, werden sie mit den Ersatzfreiheitsstrafen mit der härtesten Sanktion des Staates bestraft. Das ist unverhältnismäßig und ungerecht“, so Mehler-Würzbach. Die Frankfurter Linke will daher in der kommenden Stadtverordnetenversammlung einen Antrag darauf stellen, dass die städtischen Verkehrsunternehmen VGF und traffiQ künftig auf eine Strafanzeige wegen Leistungserschleichung verzichten.
 
1. September 2022, 13.20 Uhr
ez
 
 
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