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Foto: Wolfram Ziltz
Foto: Wolfram Ziltz

Eindrücke von der Fashion Week

Frankfurt zeigt, wie es gehen kann

Der Eiserne Steg als Laufsteg, Models auf dem Börsenparkett: Frankfurt zeigt beim Start der Fashion Week, dass die Stadt ein bisher unterschätzter Standort für Mode ist. Auch Modedesigner aus der Ukraine präsentieren sich im Karmeliterkloster.
Mit mehreren Paukenschlägen ist die Fashion Week gestartet und wer noch einen Beweis braucht, ob Frankfurt Mode kann, bekam ihn spätestens zum Pre-Opening am Sonntag. René Storck, Frankfurter Modedesigner und Mitglied des Fashion Council Germany, machte den Auftakt und den Börsensaal wiederum zum Mode-Spot.

Models defilierten übers Börsenparkett und führten seine Resort-Kollektion vor. Diese besteht aus 30 Looks für Frauen und Männer und zeichnet sich durch klare, cleane Schnitte aus. Storck, der seit 1991 in Frankfurt lebt und arbeitet, zeigte sich berührt: „Es freut mich sehr hier in Frankfurt, meiner Heimatstadt, meine Kollektion präsentieren zu dürfen. Die Börse als Sinnbild für den globalen Handel schlechthin mit der emotionalen Energie eines Defilees aufzuladen, gibt mir die Möglichkeit, mit meiner Vision als Designer zu verdeutlichen, dass Kreativität ein starker und wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, der in Deutschland nach wie vor unterschätzt wird.“

Auch die Alte Oper öffnete wieder ihre Türen für die Fashion Week. Sevinc Yerli, Initiatorin der Frankfurt Fashion Lounge, organisierte dort am Sonntagabend ein glamouröses Event: Üppige Blumengestecke und mit Rosenblättern bedeckte Tische bildeten den Rahmen für die Show von Designerin Irena Soprano, deren Mode unter anderem von Lady Gaga und Beyoncé getragen wird. Gezeigt wurden etwa Roben mit zahllosen Strasssteinen, die so ausgeleuchtet wurden, dass das Defilee zu einem funkelnden Ereignis geriet. Parallel dazu präsentierte Modedesigner Samuel Gärtner bei Sonnenuntergang seine Kollektion auf dem Eisernen Steg. Farbenfroh und divers war die Schau bei tropischen Temperaturen und das männliche Model mit der Daunenweste sicher nicht zu beneiden. Die Skyline bot die passende Kulisse.

Die offizielle Eröffnung der Fashion Week fand dann am Montagvormittag im Karmeliterkloster statt: Die Frankfurt Fashion Lounge machte den Kreuzgang des Karmeliterklosters zum Laufsteg. „Frankfurt braucht sich nicht zu verstecken“, so Sevinc Yerli, die sich dafür eingesetzt hat, dass die Fashion Week nach dem Weggang der Premium Group auch weiterhin stattfindet. Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, hat sich des Themas angenommen: „Es ist die größte Fashion Week, die es bislang in Deutschland gegeben hat.“ Rund einhundert Veranstaltungen wird es im Laufe der Woche geben. Die Auftaktshow im Karmeliterkloster „Fashion with passion“ gestalteten ukrainische Modemacherinnen. Zu sehen waren Kleider im Fifties-Style und ausgefallene Jumpsuits. Darüber hinaus gab es noch eine Runway Show der Maßschneider-Innung Frankfurt mit einer Hommage an Jean Paul Gaultier. Und so ist die Mode nach Jahrzehnten wieder ins Karmeliterkloster zurückgekehrt: Issey Miyake hatte dort schon einmal eine Modenschau zusammen mit dem Forsythe Ballett veranstaltet.

Es wird spannend sein, was diese Woche noch passiert. Eins ist jetzt schon klar: Die Fashion Week ist in Frankfurt am richtigen Ort und braucht der Premium Group nicht nachzuweinen. Frankfurt hat seine eigene Identität und die passenden Orte und nun auch das nötige Selbstvertrauen, die Fashion Week hier zu verankern.
 
21. Juni 2022, 11.32 Uhr
Jasmin Schülke
 
Jasmin Schülke
Studium der Publizistik und Kunstgeschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Oktober 2021 Chefredakteurin beim Journal Frankfurt. – Mehr von Jasmin Schülke >>
 
 
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