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Zukunft Städtische Bühnen
 

Zukunft Städtische Bühnen

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Zuspruch für Kulturmeile

Foto: red
Foto: red
Die Zukunft der Städtischen Bühnen wird seit Monaten stark diskutiert. Auch das Land Hessen hat sich an der Standortfrage beteiligt und sich gegen einen Neubau auf dem Raab-Karcher-Areal im Osthafen ausgesprochen.
Wie geht es weiter mit den Städtischen Bühnen? Die Kommunalwahl im kommenden März könnte nicht zuletzt für diese Entscheidung richtungsweisend sein. Denn während der Vorschlag der SPD eine Kulturmeile mit Neubauten am Willy-Brandt-Platz und der Wallanlage vorsieht, möchte die CDU hingegen einen Neubau am Osthafen errichten lassen. Eine Einigung innerhalb der Koalition scheint bislang nicht in Sicht, doch nun erhielt die SPD neuen Zuspruch: Vergangenen Freitag hat sich Bernd Loebe, Intendant der Oper und Geschäftsführer der Städtischen Bühnen, in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau positiv über die von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) geplante Kulturmeile geäußert: „Ich kann mir angesichts des Lärms keine Sanierung bei laufendem Betrieb vorstellen. Auch kein mehrjähriges Interim in einer wie auch immer gearteten Halle. Das würde der Oper sehr schaden, ich könnte die Spitzenkräfte nicht halten und bekäme keine neuen.“ Dass Opernhaus und Schauspiel weiterhin in einem Gebäude unterkommen werden, halte er „nicht für realistisch“.

Auch das hessische Wirtschaftsministerium hat sich mittlerweile in die Standortdebatte eingemischt. In einem im Oktober verfassten Brief fordert Staatssekretär Jens Deutschendorf (Bündnis 90/Die Grünen) eine Stärkung des Osthafens – und spricht sich damit gegen einen Neubau der Städtischen Bühnen an diesem Ort aus. Das Osthafenareal sei im Landesentwicklungsplan als Gewerbe- und Industrieareal ausgewiesen und werde auch für diesen Zweck benötigt.

„Sachlich ist der Hinweis aus Wiesbaden sehr richtig und eine Abweichung vom Landesentwicklungsplan ist keine Lappalie“, sagte die kulturpolitische Sprecherin der SPD, Renate Wolter-Brandecker. Sie gehe davon aus, dass die Idee eines Neubaus am Osthafen damit „nun endgültig vom Tisch ist, was mich sehr freut. Oper und Schauspiel gehören nun mal ins Herz der Stadt.“

Baudezernent Jan Schneider (CDU) befürwortet weiterhin den Standort im Osten der Stadt. Ein Neubau am Osthafen oder im sogenannten Hafenpark-Quartier, einem Quartier, das sich „so dynamisch“ weiterentwickele wie kein anderes Gebiet in Frankfurt, sei ein Blick Richtung Zukunft, teilte er Ende vergangenen Jahres mit. Einen Vorteil sehe er dort vor allem darin, dass es keine Interimsflächen benötige, da der Betrieb am Willy-Brandt-Platz noch bis zuletzt vor Ort weiterlaufen könne.

Bereits seit Monaten wird über die Zukunft der Städtischen Bühnen gestritten. Seit November findet im Deutschen Architekturmuseum auch eine virtuelle Veranstaltungsreihe zu den zentralen Fragen rund um die Städtischen Bühnen statt. Fortgesetzt wird diese am kommenden Donnerstag mit einem virtuellen Bürgerdialog zur Zukunft der Städtischen Bühnen. Mit dabei sind an diesem Abend Kulturdezernentin Ina Hartwig, Marcus Lobbes, Künstlerischer Leiter der Akademie für Theater und Digitalität, Bernd Loebe, Intendant Oper, Nora Schmid, Intendantin Oper Graz und Schauspiel-Intendant Anselm Weber. Die Veranstaltung wird per Livestream unter dam-online.de/buehnen-der-zukunft übertragen.
 
1. Februar 2021, 13.18 Uhr
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