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Umstrittene Umstellung
 

Umstrittene Umstellung

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Hessischer Rundfunk sendet auf hr2-Frequenzen jetzt You FM

Für viele Hörer war das eine Überraschung: Am Montag schaltete der Hessische Rundfunk einige Frequenzen des Kulturprogramms hr2 weg - nur um am Dienstag dort hr-info und YouFM zu senden. Jetzt ist der Protest groß.
In Internetforen ist der Ärger groß. Nicht mal übers Radioprogramm habe man die Frequenzumstellung angekündigt, klagt ein hr2-Kultur-Fan, sondern nur über die Webseite des Senders. Vielerorts in Hessen ist hr2 jedenfalls seit gestern schlechter zu empfangen als zuvor. Auf der Webseite heißt es schlicht: "Der Hessische Rundfunk stimmt seine Frequenzen besser auf den Bedarf ab. Es gab in einigen hessischen Gebieten eine Unterversorgung mit Hörfunkprogrammen des hr. Durch die Umwidmung von Frequenzen gibt es jetzt für viele Hessen erstmals die Möglichkeit, hr-iNFO und YOU FM über UKW zu empfangen. Für die meisten Hörer von hr2-kultur ändert sich nichts. Bei Empfangsproblemen empfehlen wir den Wechsel auf die Frequenzen 95,5 oder 96,7. Sollte das in einigen wenigen Bereichen bedauerlicherweise nicht möglich sein, empfiehlt sich als Alternative Kabel, Satellit, Internet und Digitalradio. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Hörertelefon 069/15 55 100."

Kritik kommt auch vom privaten Rundfunk. FFH-Geschäftsführer und -Programmdirektor Hans-Dieter Hillmoth spricht von einer Frequenz-Verschiebung „im Handstreich“ und einer weitere Kommerzialisierung der hr-Wellen: „Wenn schon viele Bürger und Institutionen mit der neuen Haushaltsabgabe zur Kasse gebeten werden, kann es nicht angehen, dass der Hessische Rundfunk immer mehr seine klassischen öffentlich-rechtlichen Aufgaben vernachlässigt.“ Aus der Historie verfüge der Hessische Rundfunk über zu viele UKW-Frequenzen, die eine Mehrfach-Empfangbarkeit seiner Programme und auch die jetzige Frequenz-Umwidmung ermöglichten. „Wir konkurrieren gerne programmlich mit den hr-Radios um die Gunst der Hörer – aber wehren uns gegen diese Taschenspieler-Tricks des hr, um sich technisch in Vorteil zu bringen. Wenn es programmlich schon nicht klappt“, so Hillmoth. Die Sendergruppe fordert nun Hessische Staatskanzlei auf, den Schritt des HR zu prüfen. Offenbar sei auch die Aufsichtsbehörde der Privaten, die Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen), nicht über diese „Rochade“ informiert worden.
 
12. Februar 2013, 11.29 Uhr
red
 
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