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Messe unter Corona-Auflagen
 

Messe unter Corona-Auflagen

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Buchmesse 2020 findet statt

Foto: Alexander Heimann/© Buchmesse Frankfurt
Foto: Alexander Heimann/© Buchmesse Frankfurt
Die Buchmesse 2020 wird im Oktober stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat des Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft (BBG) am Dienstag entschieden. Die Stadt bereitet sich auf eine ihrer wichtigsten Messen im Corona-Format vor.
Die Frankfurter Buchmesse wird unter coronabedingten Auflagen vom 14. bis zum 18. Oktober 2020 stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat des Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft (BBG) am Mittwoch bekanntgegeben. Die Messe sei das „Schaufenster der internationalen Buchbranche“ und habe auch deshalb in den letzten Jahren nicht nur beim Fachpublikum und im Rechtenhandel einen immer größeren Zuspruch gefunden, begründet der Vorsitzende des Aufsichtsrates Siegmar Mosdorf die Entscheidung. „Diesen Diskurs-Charakter wollen wir auch in der Krise nutzen und für die Zukunft der Buchbranche erhalten.“

Grundlage für die Durchführung der 72. Frankfurter Buchmesse war die Vorlage eines detaillierten Gesundheits- und Hygienekonzeptes, das die dann geltenden Schutzverordnungen des Landes Hessen umsetzt. Die Frankfurter Buchmesse und die Messe Frankfurt legten dafür ein Hygienekonzept vor, mit dem sie Ordnungsamt und Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt überzeugen konnten. So soll beispielsweise die Zahl der zeitgleich zugelassenen Besucherinnen und Besucher sich dann nach der im Oktober belegten Bruttofläche der Messe richten. Um die geltenden Abstandsregeln einzuhalten, soll die Gangbreite in den Hallen zwischen sechs bis acht Metern liegen.

„Die Frankfurter Buchmesse ist ein Teil der DNA dieser Stadt und auch eine Ikone der Messewirtschaft. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Branche für eine Buchmesse 2020 entschieden hat und damit ein sehr positives wirtschaftliches Signal sendet“, sagte Sigmar Mosdorf, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Die Frankfurter Buchmesse erwartet die Teilnahme von Ausstellern aus ganz Europa und, abhängig von den dann geltenden Reisebeschränkungen, dem internationalen Ausland. „Die Frankfurter Buchmesse 2020 ist coronabedingt eine Sonderedition – ein Programm vor Ort, kombiniert mit zukunftsweisenden digitalen Formaten“, sagte Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. Details zur Programmplanung und zur diesjährigen Kampagne werden Ende Juni bekannt geben.

Buchmesse findet auch digital statt

Ende Juni sollen Details zur Programmplanung und zur diesjährigen Kampagne bekannt gegeben werden. Großbühnen werde es in diesem Jahr allerdings nicht geben und weitestgehend durch digitale oder entzerrte, physische Angebote ersetzt. Über Neuerscheinungen soll zusätzlich eine Woche lang virtuell informiert werden.

Auch Unternehmens- und Produktpräsentationen, Anlässe und Formate zur Geschäftsanbahnung, Kontaktaufnahme mit Geschäftspartnern, Markttrends und Weiterbildung soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf digitale Weise ermöglicht werden. „Derzeit entwickeln wir eine Reihe von digitalen Formaten, die genau auf diese Kundenbedürfnisse eingehen und die Teilnahme von Unternehmen und Akteuren aus dem Publishing und angrenzenden Industrien weltweit an der Buchmesse 2020 ermöglicht,“ so Boos.

Stadt und Land befürworten die Entscheidung

Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gab zudem bekannt, dass die Stadt der Messe repräsentative städtische Räume wie den Kaisersaal und Paulskirche zur Verfügung stelle. „Unsere Frankfurter Gesundheitsbehörden haben schon jetzt weitestgehend Konsens mit der Messe beim Thema regelkonforme Durchführung. Über die Messe Frankfurt werden wir außerdem mehr Platz in zusätzlichen Hallen für Stände schaffen und das Gebührenrisiko deutlich mindern.“ Auch der RMV werde zusätzlich ein „attraktives Paket schnüren“, so Feldmann.

Auch wenn die derzeitigen Einschränkungen das Erlebnis der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr veränderten, sei es ein wichtiges Signal, dass sie dennoch virtuell stattfinde, der internationale Rechtehandel so aufrechterhalten wird, Bücher vorgestellt und Debatten angestoßen werden könnten, so Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD). Literaturveranstaltungen des sogenannten „Bookfest“ werden anlässlich der Buchmesse in der ganzen Stadt stattfinden. Die Stadt selbst wird mit dem Lesefest „Open Books“ vertreten sein und im Rahmen dessen Neuerscheinungen eine Plattform bieten. „In einer für den Buchmarkt insgesamt schwierigen Zeit ist die Sichtbarkeit der Neuerscheinungen extrem wichtig“, sagte die Kulturdezernentin.

Auch auf Landesebene wird die Entscheidung des BBG-Aufsichtsrates befürwortet: „Wir haben intensive Gespräche mit den Verantwortlichen der Buchmesse geführt und stehen hinter der Entscheidung. Ich befürworte die Umsetzung des geplanten Vorhabens unter Beachtung der gegebenenfalls notwendigen Hygieneauflagen“, sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch.
 
28. Mai 2020, 12.53 Uhr
jwe
 
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