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Luminale 2018

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Es werde Licht!

Foto: PhilippGeist_VGBildkunst
Foto: PhilippGeist_VGBildkunst
Am kommenden Sonntag wird Frankfurt wieder zum Mittelpunkt eines bunten Lichtspektakels: der Luminale 2018. Auf dem Programm stehen über 140 Projekte in fünf Festivalkategorien, begleitet von einem facettenreichen Rahmenprogramm.
„Alles was schön ist, hat die Möglichkeit noch schöner zu werden“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Zusammen mit den Veranstaltern, Organisatoren und Künstlern blickt der Schirmherr dem Start für das alljährliche Lichtspektakel schon entgegen, denn die neunte Luminale wird mit einem neuen Konzept aufgefahren. „Die Luminale zählt zu den beliebtesten Veranstaltungen und zieht nicht nur Frankfurter an, sondern auch viele nationale und internationale Gäste“, so Feldmann.

Vom 18. bis 23. März präsentiert sich das Festival für Lichtkunst in diesem Jahr mit 149 Projekten in den fünf Kategorien Art, Community, Study, Solutions und Better City. Allein die Kategorie Art wird von einem siebenköpfigen Experten-Kuratorium unterstützt und umfasst 30 herausragende Lichtkunst-Projekte und künstlerische Arbeiten im Spannungsfeld von Licht und Stadt. Community währenddessen bündelt die 89 Projekte der Frankfurter und Offenbacher Kreativszene und lässt Raum für Innovationen, Experimente und Improvisationen. Feldmann betont: „Die Luminale ist nicht nur ein Lichtkunstfestival, sondern greift in die Stadt ein und wird ein Teil davon.“

Zeitgleich zur internationalen Fachmesse Light + Building nimmt die diesjährige Luminale in einem umfangreichen Rahmenprogramm die Anwesenheit von Fachexperten und Künstler aus dem In- und Ausland zum Anlass für einen interdisziplinären Diskurs mit den Besuchern. Darin geht es um die Stadt und deren Zukunft, wo gesellschaftliche, soziale, ökologische, technologische und künstlerische Aspekte miteinbezogen werden. Das Festival setzt darüber hinaus auch wichtige Impulse für eine moderne und nachhaltige Stadtgestaltung, wie Iris Jeglitza-Moshage von der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt erläutert: „Es geht darum, zu gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen Lösungen zu finden. Wie wollen wir in unserer Stadt leben und sie weiterentwickeln?“

Neu bei der Luminale 2018 ist des Weiteren ein Light Walk. Er verbindet 345 künstlerische Arbeiten aus allen fünf Kategorien miteinander zu einer innerstädtischen Galerie der Lichtkunst. Dabei werden Wahrzeichen und Denkmäler mit unentdeckten und abseitigen Orten verbunden. In zahlreichen Führungen können Interessierte den Light Walk erkunden oder selbst auf Entdeckungstour gehen. „Wir wollten die Spielstätten so kombinieren, dass es möglich ist, Frankfurt in einem Zug zu erleben“, erklärt Festivaldirektorin Isa Rekkab. Gleich fünf der wichtigsten Frankfurter Sehenswürdigkeiten werden nämlich diesmal illuminiert: Der Römer, die Europäische Zentralbank, die St. Katharinenkirche, der Eiserne Steg und die Alte Oper.

Dabei ist die Alte Oper erstmalig Spielstätte der Luminale. Dort beleuchtet das italienische Künstlerkollektiv Karmachina in einer Videomapping-Show die Geschichte des Gebäudes während die Fassade der Europäischen Zentralbank von der Bremer Kreativschmiede Urbanscreen mit dem Illustrator Andreas Preis in eine animierte Street-Art-Galerie verwandelt wird. Ein besonderes Highlight ist der Römerberg, den Künstler Philipp Geist als begehbare Lichtinstallation inszeniert. Dieser hat die Frankfurter aufgerufen, ihm Begriffe zuzuschicken, die sie mit den Wörtern Frankfurt, Römer, Zeit, Altstadt, Moderne und Menschen verbinden. Die Einreichungen werden großflächig auf den Boden des Römerbergs projiziert, so dass die Begriffe nicht nur aus allen Blickwinkeln zu sehen sind, sondern auch auf Nebel und den Besuchern selbst sichtbar werden. „Man wird dadurch ein Teil der Installation und ist nicht nur Besucher“, sagt Geist.

Feldmann eröffnet die Luminale am Sonntag voraussichtlich um 19.30 Uhr am Römer. Er ist sich sicher: „Das optimierte Konzept hat dem Festival eine neue Qualität beschert. Die Luminale 2018 verknüpft nachhaltig künstlerische Inszenierungen, technologische Entwicklungen und sinnvolle gesellschaftliche Ziele miteinander und schärft das Profil unserer Stadt als Vorreiter moderner Stadtentwicklung.“

>> Luminale, Frankfurt und Offenbach, 18. – 23. 3., www.luminale-frankfurt,de
13. März 2018
Martina Schumacher
 
Martina Schumacher
Jahrgang 1991, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit 2016 beim Journal Frankfurt – Mehr von Martina Schumacher >>
 
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