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Foto: Mona Förder
Foto: Mona Förder

Kunstausstellung in Paulskirche

Der Olivenbaum als Symbol des Friedens

Werke aus einer Malwerkstatt für Frauen in Israel werden in der Paulskirche gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung „Women & their olive trees, art for peace“ ist am heutigen Donnerstag. Im Fokus steht der interreligiöse Austausch.
„Mein Baum hat zwei Stämme“, sagt eine Malerin der Ausstellung „Women & their olive trees, art for peace“. Normalerweise hat der Olivenbaum nur einen Stamm, doch die Hobbykünstlerin habe bewusst zwei gemalt. Sie will zeigen, dass alle Religionen unterschiedlich sind und doch mehr gemeinsam haben, als man denkt. Auch in den Baumkronen berühren sich die Blätter der beiden Bäume. Die Verbindung der Menschen und das Überwinden von Vorurteilen stehen im Mittelpunkt ihres Bildes. Genau wie sie haben insgesamt 22 Frauen an einer Malwerkstatt in Israel teilgenommen und stellen ihre Werke in der Paulskriche aus. Am heutigen Donnerstag um 18 Uhr wird die Ausstellung eröffnet.

Die jüdischen, christlichen und muslimischen Frauen haben alle das gleiche Motiv gemalt: einen Olivenbaum als Symbol des Friedens. In jeder der Religionen hat dieser Baum eine besondere Bedeutung. „Jede Frau hat ihre ganz eigene Interpretation des Baums gemalt. In den Bildern finden sich individuelle Hoffnungen, Wünsche und persönliche Hintergründe der Künstlerinnen“, sagt die Kunstlehrerin Sheila Dvore Casdi.

Die Bilder sind einem Zentrum in Afula, einer Stadt im Norden Israels, entstanden, das zur Women’s International Zionist Organisation (Wizo) gehört. Die Kunstlehrerin und David Moatty, der Direktor des Wizo-Zentrums haben die Malwerkstatt zusammen gegründet. Allerdings nur für Frauen. Doch viel wichtiger ist die Tatsache, dass Jüdinnen, Christinnen sowie Musliminnen zusammen malen. „Obwohl wir alle in Israel beziehungsweise in Afula leben, gibt es keinen richtigen Austausch zwischen den drei Religionen“, erzählt Sheila Dvore Casdi. Deshalb hat sie dieses Projekt auf die Beine gestellt. Sie wollte die Barriere durchbrechen und Frauen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zusammen bringen.

Einige waren zunächst skeptisch, doch mit der Zeit hatte das Projekt den gewünschten Effekt. „Die Frauen haben nicht nur zueinander gefunden, sie haben auch tolle Bilder gemalt“, sagt David Moatty. Zunächst wurden die Bilder in und um Afula ausgestellt. Im vergangenen Jahr haben sie ihre Olivenbäume erstmals in Europa gezeigt. Die Tour begann in Frankreich und nun besuchen sie Deutschland. Die Ausstellung ist bis zum 15. August in der Paulkirche zu sehen. Von dort geht es weiter nach Österreich. Insgesamt 10 Länder stehen im Kalender. Die Botschaft des Friedens geht um die Welt.

>> 23. Juli bis 15. August 2015, Paulskirche Frankfurt am Main, Öffnungszeiten: 10-17 Uhr, freier Eintritt
 
23. Juli 2015, 11.14 Uhr
Mona Förder
 
 
Fotogalerie:
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