Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Kultur
Startseite Alle NachrichtenKultur
Im Frühjahr soll das besondere Museum eröffnen
 

Im Frühjahr soll das besondere Museum eröffnen

1

Schlüsselübergabe fürs MOMEM

Foto: Sebastian Betzold
Foto: Sebastian Betzold
Viel zu lange schon wurde nur über die Eröffnung des MOMEM, des Museums für moderne elektronische Musik gesprochen, jetzt wurde ein erster Meilenstein erreicht: Die Initiatoren erhielten den Schlüssel für die Räume.
Draußen regnete es in Strömen, doch für Andreas Tomalla alias DJ Talla 2XLC ging am Donnerstag die Sonne auf. In einem feierlichen Akt wurde ihm und seinem Team offiziell der Schlüssel für die Räume des einstigen Kindermuseums am Trichter der Hauptwache übergeben. Nun kann Tomallas Vision eines MOMEM, eines Museums, das sich ganz der Geschichte und Entwicklung der elektronischen Musik und deren Wirkung auf Kunst, Mode und Kultur verschrieben hat, endlich Realität werden. Tomalla gilt als Erfinder, beziehungsweise als Namensgeber des Techno und es war auch der Frankfurter, der bei einer Vorlesung in Usbekistan zu ebendiesem Thema angesichts so vieler begeisterter Studenten die Idee hatte: Eigentlich müsste man ein Museum eröffnen. Doch bis zur Schlüsselübergabe galt es viele Unwägbarkeiten zu überbrücken. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern Alex Azary, Michel Greulich, Dariusch Azary, Alex Coelius, Stefan Weil und Kisten Girnth  wird Tomalla nun hart daran arbeiten müssen, aus den leerstehenden Räumen des einstigen Kindermuseums ein attraktives MOMEM zu errichten, das bereits vor der Eröffnung – die für Frühjahr 2019 angesetzt ist – internationale Beachtung in den Medien fand. Für einige Jahre überlässt die Stadt die Räume an der Hauptwache mietfrei. Nun gilt es, genügend Sponsoren und Spender zu finden, um das Museum an den Start zu bringen.

„Für uns ist es ein historischer Moment, nach mehr als fünf Jahren endlich die Stätte fürs Museum einnehmen zu können“, sagt Alex Azary, der mit seinem Team bei der Politik viel Überzeugungsarbeit leisten musste. Ende 2015 war eine Vereinbarung mit der Stadt getroffen worden, damals hieß es, dass das MOMEM im Januar 2017 einziehen könne. Doch mit dem Regierungswechsel verloren die Museumsmacher nicht nur den Fürsprecher, den ehemaligen Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne), auch der Auszug des Kindermuseums, das nun im Historischen Museum zu finden ist, verzögerte sich deutlich. Alex Azary macht sich keine Illusionen: „Es gibt noch jede Menge Arbeit zu tun, bis zur Eröffnung.“ Gleich bei der Schlüsselübergabe mussten alle ordentlich anpacken, denn das Regenwasser wollte sich Einlass zum Museum verschaffen und musste mit Lappen und Eimern in Schach gehalten werden.

Der „Cityghost“, der Frankfurter Graffitikünstler, der die Stadt mit den lustigen Geisterbildern überzieht, soll demnächst den Trichter an der Hauptwache gestalten und so die Besucher aus aller Welt und die 150.000 Passanten am Tag auf das Museum aufmerksam machen. Neben Künstlerretrospektiven und Exponaten, die mit elektronischer Musik zu tun haben, sollen auch Workshops im MOMEM abgehalten werden. Außerdem wird das Museum zu einer Art Archiv für Techno und Co. Selbstverständlich in Frankfurt, der Stadt des Dorian Gray, des Omen, des Tunnelraves und Legenden wie Sven Väth.

Im Bild zu sehen v.l.n.r.: Liegenschaftsdezernent Jan Schneider (CDU), Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD), Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), DJ Talla 2XLC, Alex Azary, Gesundheitsdezernent Stephan Majer (Grüne)
 
8. Juni 2018, 07.35 Uhr
nb
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Krista Brabant am 9.6.2018, 10:22 Uhr:
Die Idee dahinter ist so genial wie frech. Ein als Museum getarnter Pop Up Technoclub, den man von Amts wegen, weil als Kulturstätte genehmigt, nicht schliessen kann. Respekt!
 
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Kultur
 
 
Die Idee war schnell geboren, jetzt wird sie auch realisiert. Die Musiker und Musikerinnen der hr-Bigband und des hr-Sinfonieorchesters starten am Mittwoch ihre regelmäßigen Konzert-Livestreams unter dem Motto „Stage@seven“. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: hr/Dirk Ostermeier
 
 
Das Kulturdezernat richtet einen ergänzenden Notfallfonds für Kulturschaffende ein, deren Existenz durch die Corona-Pandemie bedroht ist. Insgesamt 200 000 Euro werden laut Kulturdezernentin Ina Hartwig bereitgestellt. – Weiterlesen >>
Text: ez / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Die Veranstaltungsabsagen aufgrund der Corona-Pandemie führen zu enormen Einnahmeverlusten bei den freien Kunstschaffenden. Das ergab eine Umfrage des Landesverbands freie Darstellende Künste Hessen. Bis zum Sommer könnten Schäden in Millionenhöhe entstehen. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Felix Mooneeram/unsplash
 
 
 
Spendenaufruf aus Offenbach
0
Den Hafen schultern!
Das wunderbare Konzert von Heather Woods Broderick vor genau zwei Wochen war das letzte Live-Event für unabsehbare Zeit. Dabei hatte man sich gerade im Hafen 2 schon auf die Open-Air-Konzerte bei schönem Wetter gefreut. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
Wolf Schubert-K. im Livestream
0
Blick hinter die Kulissen
Sein Freund Matze Schmidt von den Devilish DoubleDylans hat es mit dem Duo Klein & Glücklich vorgemacht, jetzt folgt auch Wolf Schubert-K. und bietet am Donnerstag ein Live-Stream-Konzert bei Facebook an. – Weiterlesen >>
Text: Detlef Kinsler / Foto: Detlef Kinsler
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  684