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Hessisches Jazzpodium
 

Hessisches Jazzpodium

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Ohne stilistische Scheuklappen

Foto: Detlef Kinsler
Foto: Detlef Kinsler
Der Förderverein Jazz Darmstadt präsentiert das „Hessische Jazzpodium 2016“, das von Donnerstag bis Sonntag stattfindet. Auch der Hessische Jazzpreis wird in diesem Rahmen verliehen.
Im vergangenen Jahr hatte die Jazz-Initiative Frankfurt den Hut auf. Da feierte der Verein sein 25. Jubiläum und durfte zur Feier seines Geburtstages das „Hessische Jazzpodium“ ausrichten. In diesem Jahr findet das Festival mit der Aufgabe, die aktuellen Strömungen des Jazzlebens in Hessen zu dokumentieren vom 20. September bis 2. Oktober in der Bessunger Knabenschule in Darmstadt statt. Präsentiert vom Verein zur Förderung des zeitgenössischen Jazz in Darmstadt e.V.. Und das aus gutem Grund. „Auch unser Jazzverein feiert ja dieses Jahr ein kleines Jubiläum: es gibt uns genau 20 Jahre. Und bereits im Gründungsjahr hatten wir die Ehre, das Hessische Jazzpodium ausrichten zu dürfen“, erzählt der 1. Vorsitzende des Fördervereins Jazz Darmstadt (so die Kurzform), Michael Bossong. Auch 2002, 2008 und 2012 beauftragte das Ministerium für Wissenschaft und Kunst den Verein mit der Austragung des Podiums. „Offenbar sieht das Ministerium die Preisverleihung und das Festival bei uns in guten Händen“, freut sich Bossong. „Auch in diesem Jahr geben wir uns alle Mühe, dem Jazz Podium einen würdigen Rahmen zu schaffen: mit einem mitreißenden und engagierten Festivalprogramm über vier Tage hinweg.“

Am Donnerstag eröffnen die Lokalmatadore „United Colors of Bessungen“ den Konzertreigen. Komponist und Kontrabassist Jürgen Wuchner, der hier Topsolisten wie die Saxophonisten Peter Back und Daniel Guggenheim begrüßen kann, erhielt vor 20 Jahre schon den „Hessischen Jazzpreis“. Ein solch konzentriertes Konzertangebot ist natürlich eine wunderbare Gelegenheit, das Profil eines Vereines zu spiegeln. „Das Programm in diesem Jubiläumsjahr zeigt in ganz besonderer Weise, wofür unser Verein auch über die Jahre hinweg eingetreten ist. ,Zeitgenössischer Jazz’ ist für uns einfach spannende, kreative, improvisierte Musik, ohne stilistische Scheuklappen, mit großem Bewusstsein für die Jazztradition“, erläutert Bossong. „Musik, die nicht nur in erprobten Fahrwassern stattfindet, die Wagnisse eingeht, die abenteuerlich sein kann.“ Mit der Verpflichtung des „Globe Unity Orchestras“, dem „Darmstädter Jugend-Weltmusikorchester“ und des „Andromeda Mega Express Orchestras“ wird der Jazz am Wochenende auch beinah symphonisch auf die Bühne gebracht.

Anlässlich unseres Jubiläums haben wir uns etwas gegönnt, was sonst ja kaum zu finanzieren ist: drei richtig große Orchester zu präsentieren“, schwärmt Bossong. „Und jedes dieser Ensembles hat einen ganz eigenen Weg abseits der ausgetretenen Pfade beschritten. Jede Band macht eine großorchestrale Jazz-Musik, die nichts mit den Swing-Big-Bands, die man kennt, zu tun hat.“ Gerade das „Andromeda Mega Express Orchestra“ steht seit jeher für unorthodoxe neue Wege. „Wo erleben Sie sonst eine Jazzband, bei der man neben Saxofon und Trompete auch Blockflöte, Bratsche, Harfe und Fagott hören kann?“, formuliert der Veranstalter eine eher rhetorische Frage. Ein weiterer Höhepunkt des „Jazzpodiums“ ist immer auch die Verleihung des „Hessischen Jazzpreises“ durch das Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Das dafür bereitgestellte Preisgeld von 10.000 Euro bekommt in diesem Jahr das „Contrast Trio“ aus Frankfurt. Bossong erwartet „urbanen und zeitgemäßen Trio-Jazz, der mühelos den Anschluss an die aktuelle Clubszene findet“ von den Frankfurtern am 1. Oktober. Kunst- und Kulturminister Boris Rhein schlägt in die selber Kerbe mit seiner Aussage: „Ich freue mich, dass die drei noch zur ‚Next Generation‘ der Frankfurter Jazzszene gehörenden Musiker schon jetzt den Hessischen Jazzpreis erhalten.“ Martin Standke, der Schlagzeuger des „Contrast Trios“, erklärt für die Preisträger: „Wir fühlen uns sehr geehrt, besonders, dass wir die erste Band sind, die den Preis bekommt, den bis dato hauptsächlich Solisten erhielten. Das ist das Geld für unsere neue Platte.“

Weitere Informationen gibt es auf www.foerderverein-jazz.de
 
28. September 2016, 10.18 Uhr
Detlef Kinsler
 
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