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Foto: Garten © Peter Schreiner
Foto: Garten © Peter Schreiner

Filmkollektiv Frankfurt

Schätze aus dem Filmarchiv

An seinem ersten Filmwochenende in diesem Jahr bietet das Filmkollektiv Frankfurt dem unbekannten österreichischen Kino eine Plattform. Parallel dazu werden eine Fülle an bekannten und fast vergessenen Klassikern im Kino des DFF zu sehen sein.
Christoph Huber vom Österreichischen Filmmuseum gehört seit einigen Jahren zu den Vertrauten des Frankfurter Filmkollektivs, das wie der Cineast auf Vorführungen im Originalformat wie 16- oder 35mm-Kopien setzt. „Austrian Mavericks – Eine andere österreichische Filmgeschichte“ präsentiert von Donnerstag, 13., bis Sonntag, 16. Januar, im Festsaal des Bockenheimer Studierendenhaus in zehn Programmen eine von Huber kuratierte Kollektion der alternativen Kinohistorie.

Für das Programm „Geniale Grenzfälle“ aus dem Stummfilm „Der Mandarin“ von 1918 sowie fünf Experimentalarbeiten zieht man am Freitag, 14. Januar, um 18 Uhr ins Kino des DFF um. Anwesend sein wird Norbert Pfaffenbichler, der zahlreiche seiner Werke vorstellen will. Zum Abschluss am 15. Januar wird um 20 Uhr sein aktueller Langfilm „2551.01“ zu sehen sein, der als experimentelle Punk-Style-Interpretation von Charlie Chaplins „The Kid“ in einer dystopischen Welt voll grotesk maskierter Figuren angelegt ist.

Ludwig Wüst wird einen Tag zuvor um 22 Uhr seine neuste Arbeit als Work-in-Progress präsentieren. Mit Mara Mattuschka ist eine weitere Avantgarde-, Performancekünstlerin und Malerin mit mehreren Werken wie „Der Einzug des Rokoko ins Inselreich der Huzzis“ von 1989 vertreten. Enfant Terrible Peter Kern aus dem Fassbinder-Umfeld darf ebenfalls nicht fehlen: In „King Kongs Tränen“ (13. Januar, 21.30 Uhr) rechnet er in makaber-obskuren Einfällen mit Kulturkritikern ab.

Neben zwei Klassikern „Sonnenstrahl“ (13. Januar, 19 Uhr) als Liebesgeschichte zweier Lebensmüder und „Anton, der Letzte“ (16. Januar, 13 Uhr) mit Nuschelkönig Hans Moser streut man ein halbes Dutzend Nicolas Mahler-Trickfilme ein. Seine skurrilen Literaturadaptionen besitzen hierzulande ebenfalls zahlreiche Fans.

Bekannte und fast vergessene Klassiker kann man gleichsam von Freitag, 28. Januar bis Sonntag, 30. Januar, im Kino des DFF in zwölf Programmen entdecken. Zudem stellt das DFF-Team in „Filmerbe - Digital. Film Preservation Weekend“ eine Auswahl aus 400 restaurierten Filmen mit Einführung vor. Dazu zählen neben der Heinz Erhardt-Komödie „Der letzte Fussgänger“ oder dem Fünfziger-Hit „Ich denke oft an Piroschka“ auch der Senationsfilm „Mister Radio“ oder die Milieustudie „Zuflucht“. Mit dem Politthriller „Der 3. Grad“ wird der im vergangenen Jahr verstorbenen Peter Fleischmann vertreten sein.
 
12. Januar 2022, 16.30 Uhr
Gregor Ries
 
 
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