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10 Fakten über das Gastland
 

10 Fakten über das Gastland

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Was wissen Sie über Georgien?

Foto: Dominik Jirovský/Unsplash
Foto: Dominik Jirovský/Unsplash
Das diesjährige Gastland auf der Buchmesse heißt Georgien - ein kleines Land am Kaukasus, das jeder kennt, aber über welches nur die wenigsten viel wissen. Wir haben zehn interessante Fakten über Georgien zusammengestellt. Wussten Sie schon, dass...?
1. Klein aber fein: Das Land an der Grenze zu Asien ist etwa so groß wie Bayern und mit 3,7 Millionen Einwohnern auf einer Gesamtfläche von 69,7000 Quadratkilometern dünn besiedelt. Mehr als 80 Prozent des Landes sind mit Bergen bedeckt. Die Hauptstadt heißt Tiflis und hat etwas mehr als eine Millionen Residenten.

2. Die georgische Sprache zählt zu den ältesten Sprachen der Welt – aber auch zu den schwierigsten. Sie gehört zur Kartwelischen Sprachgruppe, die mit keiner anderen Sprachgruppe und keiner der benachbarten Sprachen wie slawisch, indogermanisch oder iranisch verwandt ist. Das georgische Alphabet zählt zu den ältesten Schriftzeichen der Welt und ist eine der 14 offiziellen Schriften, die heute noch geschrieben werden. Zur Schreibung der georgischen Sprache wird die Alphabetschrift Mchedruli verwendet, die 33 Buchstaben besitzt. Aber auch die georgische Grammatik ist nicht ganz ohne. Sie zeichnet sich durch außergewöhnliche Komplexität aus, denn es gibt drei Arten der Verneinung, sieben Fälle und elf verschiedene Zeiten beziehungsweise. Modi.

3. Der Wein wurde in Georgien erfunden – das glauben zumindest die Georgier. Ihnen zufolge soll das Wort „Wein“ vom georgischen Wort „Ghvino“ stammen. Tatsächlich hat der Weinbau in dem Land eine lange Tradition. Archäologen bestätigten, dass der edle Tropfen dort bereits vor 7000 Jahren angebaut wurde. Georgien ist damit eines der Ursprungsländer des Weinbaus und der Mythos darüber, dass der Wein dort erfunden wurde, zumindest halb wahr.

4. Apropos Alkohol... Zwar glauben die Georgier, dass sie die Erfinder des Weins sind, das beliebteste alkoholische Getränk ist jedoch Tschatscha. Dieser traditionell georgische Tresterbrand wird industriell aus Weintrauben weißer Rebsorten hergestellt. Tschatscha ist also Trauben-Wodka. Und der Prozentgehalt kann sich sehen lassen, denn dieser lässt Wein und Bier weit hinter sich: Nach der Destillation hat Tschatscha einen Alkoholgehalt von 70 Prozent, weshalb er mit Wasser verdünnt wird.

5. Fleisch gehört genauso zur georgischen Küche wie Wein. Zu den Spezialitäten zählen beispielsweise das Fladenbrot Chatschapuri und die gefüllten Teigtaschen Chinkali. In letzterem ist traditionell Hackfleisch drin, sie werden aber auch mit anderen Füllungen serviert. Chinkali stammen ursprünglich aus dem georgischen Hochgebirge und werden von Hand gegessen. Dabei greift man an den Zipfel der Teigtasche, die meist kühler als der fülligere Teil ist, beißt einen Teil ab und trinkt den Saft aus bevor der Rest verzehrt wird.

6. Keine Zeitbeschränkungen, keine Regeln und keine bestimmte Anzahl an Spielern – in Georgien ist „Lelo“ eine Volkssportart und ähnelt dem Rugby. Vor allem im Südwesten Georgiens, in einem Dorf namens Shukhuti, wird jedes Jahr an Ostersonntag Lelo gespielt, um an die Toten zu gedenken. 16 Kilo wiegt der Ball, den die Teammitglieder versuchen müssen, zurück an den Fluss des jeweiligen Teams zu bringen, welche die Grenzen des Spielfelds markieren. Gebrochene Knochen sind dabei keine Seltenheit.

7. Neben Rugby steht Fußball weit oben auf der Liste der beliebtesten Sportarten in dem Land. In der georgischen Fußballnationalmannschaft ist auch ein bekanntes Gesicht: Kachaber Zchadadse war von 1993 bis 1996 Stammspieler bei der Eintracht Frankfurt. Seit 2014 ist er der neue Fußballnationaltrainer Georgiens.

8. Dawit IV, auch der Erbauer genannt, war ab 1089 König von Georgien und wird heute als Nationalheld angesehen. Während seiner Lebenszeit gelang es ihm, die Eigenständigkeit des Adels zu brechen. Er baute darüber hinaus ein ständiges Heer auf und befreite Georgien von den seldschukischen Türken. Statuen und Bilder von ihm finden sich überall im Land. Das zeigt, wie beliebt er beim Volk war und auch noch ist.

9. Der beliebteste Jungenvorname in Georgien ist... Georg. Zu Ehren von St. Georg, nach dem das Land benannt worden ist.

10. Am 14. Oktober, also am Sonntag während der Buchmesse, feiert ganz Georgien den Tag der Svetitskhovloba Kathedrale. Das ist ein gesetzlicher Feiertag in dem Land. Hunderte Menschen pilgern dann in das kleine Dorf, wo der Patriarch eine Messe hält.
10. Oktober 2018
Martina Schumacher
 
Martina Schumacher
Jahrgang 1991, Studium der Germanistik an der Goethe-Universität, seit 2016 beim Journal Frankfurt – Mehr von Martina Schumacher >>
 
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