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Mokita ist Frankfurts erster veganer Kinderladen
 

Mokita ist Frankfurts erster veganer Kinderladen

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Kein Fleisch, keine Milch – kein Spaß?

Foto: Unsplash/ Brooke Lark
Foto: Unsplash/ Brooke Lark
In Bockenheim eröffnet mit Mokita die erste vegane Kita in Frankfurt. Die Kinder bekommen dort nur pflanzliche Nahrung. Auch nicht vegane Eltern können dort ihre Kinder anmelden.
An diesem Montag nimmt die erste vegane Kita Frankfurts in Bockenheim ihren Betrieb auf. Zunächst nur mit vier Kindern, aber die Gemeinschaft soll sukzessive Woche für Woche anwachsen. Das Ziel ist, dass bis Ende Oktober, Anfang November 40 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in der Kita betreut werden. Die Aufnahme der insgesamt 40 Kinder wird über drei Monate laufen. Sechs Erzieher, ein Jahrespraktikant, einige Aushilfen, ein Koch und eine Hauswirtschaftskraft werden sich um das Wohl der Kinder in der Mokita kümmern.

Der Name „Mokita“ entstammt der in Papua-Neuguinea verwendeten Sprache Kiriwana und bedeutet in etwa „die Wahrheit, die allen bekannt ist, über die aber niemand spricht.“ „Die Elterninitiative will Lücken schließen, wo es Bedarf gibt“, berichtet das Vorstandsmitglied Lucien Coy.
Die Idee hinter Mokita sei, frische, regionale sowie saisonale vegane Nahrung für die Kinder anzubieten und offen für alle zu sein. Auch für Eltern, die selbst nicht vegan kochen. Für die Kita werde ein Koch eingestellt, der große Erfahrung mit pflanzlicher Kost habe, auch eine Ernährungsberaterin werde für die Kita tätig sein. Vor der Küche hängt eine Tafel mit den Informationen, was es zu essen gibt. Auch wird die Nahrung der Kinder dokumentiert, falls ein Kind etwas nicht essen mag, um sich so besser mit den Eltern absprechen zu können.

Die Kita setzt auf innovative Ansätze aus der Reggio-Pädagogik, bei der gezielt auf die Stärken der Kinder eingegangen wird und auf Inklusion. Anders als in herkömmlichen Kitas werden hier bei Ausflügen, ganz im Sinne des Veganismus, keine Bauernhöfe oder Zoos besucht. Dafür werden Alternativen in der Natur angeboten, bei denen die Kinder erfahren, wie das Essen entsteht.

Auch mit einer zum Veganismus passenden Literatur hat sich das Team im Vorhinein auseinandergesetzt. Es wurde eine große Bibliothek angeschafft, in der das „fleischessende Problem“ keine Rolle spielt. Aber nicht nur die Ernährung ist ein Schwerpunkt der Kita, auch der Geschlechtsidentität wird eine große Wichtigkeit beigemessen. So soll es auch für Jungs nichts Besonderes sein, mal ein pinkes T-Shirt zu tragen, genauso wie für Mädchen ein blaues. Die sozialen, gesellschaftlichen Normen sollen somit abgeschwächt werden. Dies wird auch mit der entsprechenden Literatur unterstützt. Der Trägerverein findet, Umwelterziehung und Inklusion sollten selbstverständlich sein.

Die Elterninitiative Veggie-Kids e.V. hat die Mokita ins Leben gerufen. Die Gründer der Kita ernähren sich vegan und wollen diese Ressource auch anderen Eltern und Kindern ermöglichen. Da es das Angebot noch nicht gab, haben sich Lucien Coy und Johannes Herweg mit einem Konzept und insbesondere mit einem umfangreichen Ernährungsplan bei der Stadt beworben. Nach der ausführlichen Prüfung der Stadt hat Frankfurt dem Vorhaben zugestimmt. Als schwierig gestaltete sich die Immobiliensuche. Im vergangenen Jahr wurde ein Neubau in Bockenheim bezogen. Am 6. August öffnet die erste vegane Kita in Frankfurt, aufgrund des kindgerechten Umbaus mit einer Woche Verzögerung.

Das vegane Kita-Konzept ruft auch Kritiker auf den Plan. Wenn es negative, online geäußerte Kritik sei, so Coy, werde dem keine Beachtung geschenkt. „Das macht uns nichts aus. Wir haben eine gute Unterstützung aus unserer Community mit studierten Kräften, unter anderem aus der Ökotrophologie. Es spricht nichts dagegen. Die benötigten Nährstoffe werden alle abgedeckt. Das Stadtschulamt sagt, die Ernährung ist Sache der Eltern und da auch Eltern vegan sind, wird das Konzept vertreten.“ Detaillierte Fragen würden gerne beantwortet.

Es gibt in der Mokita noch ein paar freie Plätze. Für den Start sind fast alle belegt, jedoch besteht noch die Möglichkeit über das kindernetfrankfurt eine Vormerkung zu erstellen. Die Voraussetzung für die Aufnahme in die Mokita ist, dass das Kind in Frankfurt gemeldet ist.
6. August 2018
Ardita Kolari
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Alec Butan am 7.8.2018, 12:35 Uhr:
Sehr einleuchtend das mal zu machen. Die Kinder werden noch früh genug mit Nutella, Megges und Spaghetti B behelligt. Gut das sie mal erleben, was es alles an leckerem Gemüse, Obst und Tees gibt. Sie werden sich dann schon noch so entscheiden, wie es ihnen gefällt, jetzt lernen sie es erst einmal kennen.
 
Mo Mo am 6.8.2018, 14:32 Uhr:
nicht nachvollziehbar und aus meiner Sicht sehr kritisch dieses Konzept!!!
Absolute Bevormundung der Kinder nur weil die Eltern vegan leben wollen muss es das Kind auch?!
 
 
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