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Foto: © Junges Museum Frankfurt/Uwe Dettmar
Foto: © Junges Museum Frankfurt/Uwe Dettmar

50 Jahre Junges Museum

„Im Jungen Museum ist Anfassen erlaubt, sogar erwünscht”

Als Vorreiter eines Museums für Kinder feiert das Junge Museum Frankfurt sein 50. Jubiläum. Mit Fokus auf Interaktivität erreicht es die ganze Familie. Um den runden Geburtstag zu feiern, veranstaltet das Museum ein buntes Jubiläumsprogramm.
In den 1970er-Jahren wurde mit dem Kindermuseum das erste auf Kinder zugeschnittene Museum in Europa eröffnet. Heute heißt es Junges Museum Frankfurt (JMF), um auch Jugendliche anzusprechen. „50 Jahre sind auch für ein Museum ein stolzes Alter”, sagt Museumsdirektor Jan Gerchow. Zu Beginn waren es noch Ausstellungen zum Anschauen auf Kinderhöhe, ein paar Jahre später sollten die kleinen Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Diesem Prinzip folgt das JMF bis heute: „Im Jungen Museum ist Anfassen erlaubt, ja sogar erwünscht”, sagt Susanne Gesser, Leiterin des Museums.

Seit 2018 teilt sich das JMF seinen Standort mit dem Historischen Museum Frankfurt. So profiliere sich das Historische Museum als Familienmuseum, gleichzeitig profitiere das JMF von Besucherinnen und Besuchern des Historischen Museums, erklärt Gerchow. Auf rund 600 Quadratmetern und drei Stockwerken gibt es Werkstätte, interaktive Dauer- sowie Sonderausstellungen und historische Spielräume zu entdecken. „Lernen macht Spaß und ist nie abgeschlossen, daher ist das Junge Museum ein Kultur- und Bildungsort für die ganze Familie”, ergänzt Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).

Anlässlich des 50. Jubiläums bietet das JMF ein vielfältiges Programm an: Los geht es am 19. Juli mit dem „Kids Takeover Day”. Von 10 bis 14 Uhr liegt das ganze Museum in den Händen von Kindern. So übernehmen zwei Frankfurter Schulklassen Aufgaben wie Kassieren, Pressearbeit oder Führungen. Während der Herbstferien vom 25. bis 30. Oktober findet eine Festwoche statt, bei der täglich von 11 bis 18 Uhr neben Führungen durch die Ausstellungen, die Werkstätten und das ganze Haus eigenständig erkundet werden können. Abschluss des Jubiläumsprogramms bildet die Feierstunde mit Empfang am 7. November um 17 Uhr im Römer.

Seit Dezember vergangenen Jahres gibt es im JMF eine neue Sonderausstellung zu entdecken: „Nachgefragt: Frankfurt und der NS” beleuchtet das Leben von Kindern während des Nationalsozialismus. Dabei werde bewusst auf Darstellungen von Tod und Gewalt verzichtet, so Kuratorin Laura Hollinghaus. Mit Zeitzeugen-Interviews und Biografien von überlebenden Kindern gewähre die Ausstellung altersgerecht einen Einblick in die damalige Schule, den Zweiten Weltkrieg, Jugendorganisationen und Rollenbilder. Gleichzeitig werde gezeigt, inwiefern Kinder heute noch etwas mit der NS-Zeit zu tun haben und welche Möglichkeiten es gibt, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren, erklärt Hollinghaus weiter. Die Ausstellung ist bis zum 23. April 2023 geöffnet und wird für Kinder ab zehn Jahren empfohlen.

Das JMF kann unter Einhaltung der 3G-Regeln dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag ist der Eintritt frei. Trotz der Lockerungen ab dem 2. April bittet das JMF um das Tragen einer medizinischen Maske bis Ende des Monats. Weitere Infos und das ganze Programm gibt es auf der Website des JMF zu finden.
 
31. März 2022, 12.34 Uhr
Viviane Schmidt
 
 
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