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Foto: © Senne van Loock
Foto: © Senne van Loock

28. Starke Stücke Theaterfestival

Zurück auf die Bühnen

Mit der 28. Ausgabe von Starke Stücke kommt das internationale Theaterfestival für junges Publikum zurück auf die Bühnen der Region. Vom 17. bis 28. März werden in über einhundert Vorstellungen an über zwanzig Spielorten Inszenierungen von Kompanien aus neun Ländern gezeigt.
„Die letzten beiden Jahre waren nicht einfach“, erklärt Nadja Blickle. Zusammen mit Marina Andrée ist Blickle für die Projektleitung von Starke Stücke zuständig. Nachdem das internationale Theaterfestival für junges Publikum 2020 coronabedingt nach nur einem Spieltag abgebrochen werden musste, fanden die Starken Stücke 2021 erstmals im Rahmen von zwei Sondereditionen statt – zunächst im Frühling als digitale und im Sommer als Open-Air-Ausgabe. Nach zwei Jahren Ausnahmezustand soll es zur 28. Ausgabe in diesem Jahr wieder ein Festival nach gewohntem Konzept geben: Wenn alles nach Plan verläuft, kehrt Starke Stücke somit vom 17. bis 28. März zurück auf die Bühnen Frankfurts und der Region.

An über zwanzig Spielorten werden dann in über einhundert Vorstellungen Inszenierungen von Theaterkompanien aus Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, der Slowakei und Spanien gezeigt. Hinzukommen weitere sechs Produktionen von Frankfurter Kompanien, die sogenannten Heimspiele. Das internationale Programm reicht von Erzähl- und Objekttheater über Tanztheater und akrobatische Stücke bis hin zu Soundperformances und richtet sich generationenübergreifend und unabhängig von sprachlichen und kulturellen Hintergründen an alle Menschen aller Altersgruppen. Ein digitales Angebot wird es nicht geben.

Neben einem umfassenden Programm für ein sehr junges Publikum ab einem Jahr liegt ein besonderer Schwerpunkt der 28. Ausgabe von Starke Stücke auf Tanztheater und teils partizipativen Tanzperformances. Detlef Köhler (TheaterGrueneSosse), der neben Marina Andrée, Nadja Blickle und auch Susanne Freiling (Theaterhaus), zur Festivalleitung gehört, erklärt hierzu: „Im Rahmen eines internationalen Festivals ist die universale Sprache des Tanzes für alle verständlich. Wir sind damit jenseits der Verständnishürde, die verbale Sprache mit sich bringt.“ Mittels sogenannter Klassenzimmerstücke und Inszenierungen in Turnhallen bringt Starke Stücke die Theater zudem direkt in Schulen und Kitas. „In diesen herausfordernden Zeiten ist es besonders wichtig, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Kunst und Kultur so einfach wie möglich zu machen und ihr Recht auf kulturelle Teilhabe zu stärken“, heißt es vonseiten der Festivalleitung.

Generell sei gerade für jüngere Menschen das Thema kulturelle Teilhabe in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren viel zu kurz gekommen. Deshalb sei klar gewesen, betont Blickle: „Jetzt erst recht! Darin waren wir uns alle einig. Wir sind überzeugt davon, dass das jetzt wichtiger ist denn je.“ Andrée ergänzt hierzu im Gespräch mit dem JOURNAL FRANKFURT: „Für Kinder findet Kultur seit zwei Jahren quasi nicht statt. Indem wir mit Starke Stücke Kultur und Theater für ein junges Publikum zugänglich machen, möchten wir sicherstellen, dass Kultur nicht verlernt wird, dass sich Kinder vom Theater berühren lassen können, neue Perspektiven bekommen und zum Nachdenken angeregt werden. Das ist das Wichtigste."

„Starke Stücke“ ist ein Projekt der KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH und der Starke Stücke GbR. Das Festival wird vom Land Hessen, der Stadt Frankfurt, den teilnehmenden Kommunen und vielen weiteren Partnern unterstützt. Das komplette Festivalprogramm mit allen Spielterminen, Orten und Informationen zum Kartenvorverkauf ist auf www.starke-stuecke.net zu finden. Informationen zu den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen vor Ort müssen aufgrund möglicher kurzfristiger Änderungen bei den Spielstätten direkt erfragt werden.
 
4. März 2022, 12.51 Uhr
srs
 
 
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