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Neues Streetgallery-Projekt zur Luminale
 

Neues Streetgallery-Projekt zur Luminale

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Gesichter des Bahnhofsviertels leuchten in der Taunusstraße

Foto: Büro Schramm für Gestaltung
Foto: Büro Schramm für Gestaltung
Die Streetgallery kehrt in die Taunusstraße zurück. Diesmal mit einer Idee von Stephie und Sebastian Schramm, die mit ihrem Büro einen Wettbewerb gewonnen hatten. Es geht, kurz gesagt, um Cultural Diversity.
Die letzte Street Gallery eröffnet mit einem großen Knall: Mit einem Konzert von Das Bo und Wirtz auf der Taunusstraße. Die Bühne war ein herbeigeschaffter Lastwagen, auf der abgesperrten Straße feierten hunderte Menschen. „Wir wollen die Seele des Bahnhofsviertels stärken, das geht mit polizeilichen Maßnahmen alleine nicht“, sagte Wirtschafts- und Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) damals. Das Dezernat finanziert das TAB-Projekt maßgeblich, das hinter der Galerie steht. Die geriet am Eröffnungsabend fast ein bisschen in den Hintergrund: Sie besteht aus Lampions, die an die Straßenlaternen montiert sind. In den Wochen nach der Eröffnung waren sie aber lange sichtbar – Künstler konnten sich dort verwirklichen.

Nun, passend zur Luminale, kommt die Street Gallery zurück. Vorausgegangen war ein Wettbewerb des Deutschen Designer Clubs (DDC). In der Jury saßen der Designer Gregor Ade, der Gastronom James Ardinast, Marketingmann Claus Fischer (von Voss+Fischer), Justina Honsel von "Ladies, Wine & Design", die FAZ-Grafikerin Catrin Sonnabend und der Graffitikünstler Helge Steinmann. Die Aufgabe lautete, sich gestalterisch mit dem Quartier und seiner kulturellen Vielfalt auseinanderzuzusetzen und mit den als Kunstwerk gestalteten Lampions eine hohe inhaltliche und räumliche Wirkung zu entfalten.


Die Jury tagte in einem der bekannteren Gebäude in der Taunusstraße – dem Silberturm der Deutschen Bahn.

Den ersten Preis machte das Büro Schramm für Gestaltung aus Offenbach. Der Entwurf sieht großflächige Portraits von Menschen aus dem Bahnhofsviertel vor. "Authentisch, menschlich, nah, hoch emotional und dabei ganz einfach und für jeden zugänglich" – so urteilte die Jury über die Idee. Den zweite Platz ging an Martin Taylor und Justus Gelbe, der dritte an Jan Paul Müller. Sie sind Studenten an der Hochschule für Gestaltung Offenbach.

Zeitgleich zum Wettbewerb war der DDC im Viertel unterwegs, um dessen Seele nachzuspüren. Für den Designerclub eine Herzensangelegenheit, denn nicht nur wird hier Jahr für Jahr gutes Design ausgezeichnet, der DDC wurde 1989 in Frankfurt gegründet. Ata Macias hatte zum Bahnhofsviertel folgendes sagen:


Ata Macias ist nun auch Teil des Projektes von Stephie und Sebastian Schramm.



In der vergangenen Woche wurden im Club Oye die Fotos von einer ganzes Reihe verschiedenster Menschen gemacht. Polizisten, Türsteher, Clubmacher und so weiter und so fort. Bei der Auswahl der Persönlichkeiten war ein Kenner des Bahnhofsviertels behilflich, der Künstler Oskar Mahler:


Oskar Mahler und Schramm-Bürohund Bruno im Oye.

Das Büro Schramm charakterisiert seine Idee so: "Das Bahnhofsviertel hat jede Nacht sein eigenes Lichtspektakel. Neonlichter spiegeln sich in den Gesichtern. Wegen der Menschen, die dort leben, arbeiten, feiern oder durchreisen ist das Viertel gelebte ‘Cultural Diversity‘. Und genau diese Vielfalt wollen wir anhand von 80 Portraits zeigen."





Die Street Gallery wurde im ersten Anlauf mit 35.000 Euro von der Stadt Frankfurt gefördert und sollte ursprünglich im November wieder abgehängt werden. Nun wurden die Laternen, die bei Tatcraft in Seckbach gefertigt wurden, erst vor wenigen Wochen abgenommen, um sie mit den neuen Motiven zu bestücken. Zur Luminale Mitte März sollen sie dann zu sehen sein.

>> Street Gallery, High Lights
während der Luminale (18.–23. März 2018), weitere Infos auch auf dem High-Lights-Blog des DDC.
5. März 2018
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, insgesamt 14 Jahre beim Journal Frankfurt, von 2010 bis Juni 2018 als Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
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