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Supermarkt und Fitnessclub statt Kino
 

Supermarkt und Fitnessclub statt Kino

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Das Turmcarrée feiert Richtfest

Wo einst das legendäre Turmpalast-Kino Filmfans willkommen hieß, ragt nun das Turmcarrée empor. Architekt Jürgen Engel verwirklicht darin Büros, Wohnungen, ein Fitnesscenter und ein Tegut-Supermarkt.
Es gibt Nostalgiker, die erinnern sich wehmütig an Sneak Previews im am Ende doch arg in die Jahre gekommenen Turmpalast und Historiker, die sich an Stars erinnern wie Zarah Leander, Alfred Hitchcock und Gray Cooper, die sich im einstigen Ufa-Lichtspielhaus zu Filmpremieren die Klinke in die Hand gaben. Doch die 81 Jahre währende cineastische Ära ist seit dem 9. Juni 2010 vorbei. Seitdem stand das letztlich sehr vernachlässigte Gebäude leer, längst gab es Pläne für den Abriss und einen Neubau. Die Stadt feilschte um eine kulturelle Nutzung. 800 Quadratmeter Kultur hätten am Eschenheimer Tor einziehen sollen, von Museumsdependancen oder gar einem Umzug des Volkstheaters war die Rede gewesen – doch alle Ideen scheiterten letztlich an der Finanzierung und am angespannten städtischen Haushalt. Am Freitag konnte letztlich das „Turmcarrée“ nach zehnmonatiger Bauzeit – also voll im Zeitplan – Richtfest feiern.

Im September dieses Jahres sollen die Mieter im Neubau der Turmcarrée Grundstücksgesellschaft, gebaut nach den Plänen des Frankfurter Büros KSP Jürgen Engel Architekten, einziehen können. In dem multifunktionalen Wohn- und Geschäftshaus mit Mietwohnungen und Büros sollen unter anderem eine Elements Fitness- und Wellness-Oase sowie ein Tegut Citymarkt (beides gehört zu Migros Zürich) untergebracht sein. „Das Turmcarrée gibt dem Quartier rund um den Eschenheimer Turm einen neuen Impuls, der nicht nur das umliegende Quartier belebt und aufwertet, sondern auch den Brückenschlag schafft zwischen der Innenstadt und dem Nordend,“ sagte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne). Von den vielfältigen Nutzungen erhoffe er sich auch jenseits der Bürozeiten eine Belebung des Areals rund um die Bleichstraße und Eschenheimer Straße. Cunitz begrüßte die Maßnahme, den Wohnanteil zu erhöhen als richtigen Schritt.

Die Flaneure werden ab Herbst unter Arkaden, entlang der 60 Meter breiten Schaufensterfront, bummeln gehen können. Der sechsgeschossige Neubau wird in hellem Naturstein, genauer: Muschelkalk, gehalten sein und sich in einen zweigeschossigen Sockelbereich mit Arkade, vier Obergeschossen und ein zurückversetztes Staffelgeschoss gliedern. Jürgen Engel betonte beim Richtfest, dass sich das Haus in die durchaus schwierige Nachbarschaft integrieren sollte, die zumeist aus denkmalgeschützten Gebäuden besteht (Bayerhaus mit Fleminghotel, Eschenheimer Turm und Rentenbank) besteht. „Die Architektur ist zeitlos, flexibel und energieeffizient“, sagt Engel, der zur Abwechslung nicht nur als Architekt, sondern gemeinsam mit seiner Frau Barbara als Bauherr auftritt.

Die 12.000 Quadratmeter oberirdische Bruttogeschossfläche teilen sich auf in elf kleine Mietwohnungen mit einer Gesamtgröße von 1200 Quadratmetern, ein Penthouse mit Dachterrasse und eine 5800 Quadratmeer große, jedoch kleinteilig vermietbare Bürofläche, die laut Engel Platz für 300 Arbeitsplätze bieten kann, sowie ein 3500 Quadratmeter großes Fitnesscenter mit Hamam, nicht zu vergessen: der Tegut Flagshipstore. Die Tiefgarage soll Platz für 33 Fahrzeuge bieten. Das Investitionsvolumen für das Turmcarrée liegt bei 47 Millionen.
27. Januar 2014
Nicole Brevoord
 
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Fotogalerie: Turmcarrée
 

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