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Platz für Wohnungen wäre da
 

Platz für Wohnungen wäre da

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Investoren warten auf Bebauungsplan für die Bürostadt

Foto: Nicole Brevoord
Foto: Nicole Brevoord
Mit dem ersten Bebauungsplan für die Bürostadt Niederrad hatte ein Bauboom eingesetzt. Doch nun warten die Investoren auf den zweiten Bebauungsplan, ohne den die Quartiersentwicklung ins Stocken gerät.
So langsam macht sich Ungeduld breit. Zahlreiche Investoren stehen in der Bürostadt Niederrad in den Startlöchern und möchten mit Hochdruck ihre Bauvorhaben umsetzen und den in Frankfurt ohnehin dringend benötigten Wohnraum realisieren. Doch während die Zeit läuft, liegt der zweite Bebauungsplan für den Südwesten des künftigen „Lyoner Viertels“ immer noch nicht vor. Damit wird die von der Stadtpolitik, etwa auch durch den ersten Bebauungsplan, einst herbeigeführte Dynamik im Viertel derzeit ausgebremst. Die Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) schlägt deshalb Alarm.

Nachdem die Frankfurter Stadtverordneten sich Mitte Juli zuletzt vor der Sommerpause trafen, ohne den zweiten Bebauungsplan für das Quartier auf der Tagesordnung zu haben, wird es nun also vermutlich erst September werden, bis sich etwas in Bewegung setzt. Der schon vorliegende Bebauungsplan Nr. 885 für den östlichen Bereich der früher monostrukturellen Bürostadt habe zwar viel angestoßen, reiche aber nicht aus, argumentiert die Standortinitiative. „In Frankfurt fehlen momentan Wohnungen. Die Bürostadt könnte schon bald Heimat von 10.000 Menschen werden, denn viele Investoren wollen dort Wohnungen bauen“, erklärt David Roitman, Vorsitzender der SINN. „Der zweite Bebauungsplan wäre ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung des Wandels. Derzeit wirkt das Quartier noch wie im Wartestand“. Auch der Bericht des Magistrats zum Bebauungsplan aus dem Januar 2016 verweist auf rund 3.000 geplante Wohneinheiten. Nur etwa 700 sind bisher fertiggestellt.

Dass es für das Areal einen Bebauungsplan geben soll, ist auch bei der Stadt unstrittig und zwar seit dem Jahr 2010. Zwei Jahre später unterteilte man das Areal in zwei Hälften, die erste Hälfte ist seit 2014 die Grundlage für intensive Bautätigkeiten im Quartier. Vor allem die Konversion von Büroflächen in Wohnraum hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. „Seit der Gründung der SINN im April 2014 warten wir auf das Planungsrecht für das gesamte Quartier“, stellt Detlef Hans Franke, Geschäftsführer der SINN, fest. Das Potenzial des Viertel werde nicht ausgeschöpft, die Aufenthaltsqualität müsse verbessert werden und das beinhalte mehr Engagement von Seiten der Stadt.„Es ist an der Zeit, dass die Stadt dafür nun Konzepte entwickelt und Geld in die Hand nimmt“, bekräftigt der Vorsitzende Roitman. Mitte September, wenn die Stadtverordneten aus dem Urlaub sind, könnte der erhoffte Umschwung kommen. Zu den Herausforderungen des zweiten Bebauungsplans gehören unter anderem die naheliegende Autobahn A5 sowie die Kläranlage und die damit verbundene Frage, wie sich die Geruchsbildung eindämmen lässt.
 
25. Juli 2016, 07.14 Uhr
Nicole Brevoord
 
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