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Neuer Stadtteil im Nordwesten
 

Neuer Stadtteil im Nordwesten

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Kippt die Regionalversammlung den neuen Stadtteil?

Foto: Untersuchungsgebiet in Frankfurt-Nordwest © Stadtplanungsamt Frankfurt
Foto: Untersuchungsgebiet in Frankfurt-Nordwest © Stadtplanungsamt Frankfurt
Der neue „Stadtteil der Quartiere“ steht vor dem Aus. Die CDU-Fraktion in der Regionalversammlung Südhessen wird in der kommenden Sitzung einen Antrag einbringen, der eine Bebauung des Areals an der A5 verhindern würde.
Neue Entwicklungen um den „Josefstadt“ genannten neuen Frankfurter Stadtteil: Auf den derzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen an Frankfurts nordwestlichem Stadtrand sollen dringend benötigte Wohnungen gebaut werden. Da die Flächen jedoch als regionale Grünflächen geschützt sind, muss die Regionalversammlung Südhessen einer Bebauung des Areals zustimmen. Die SPD, die den Bau des neuen Stadtteils in Frankfurt maßgeblich vorantreibt, ist in der Regionalversammlung auf eine Unterstützung der CDU angewiesen, um in dem 99 Abgeordnete umfassenden Gremium eine Mehrheit zu bekommen.

Am gestrigen Mittwoch versuchten die Fraktionen von SPD und CDU in der Regionalversammlung einen gemeinsamen Beschluss für den neuen Regionalplan zu erarbeiten. Einigungen gelangen auch in 14 Punkten, die Kriterien für eine Regionalplanung durch das Regierungspräsidium festlegen. Keine Einigung konnte jedoch in Bezug auf eine Bebauung des Areals im Frankfurter Nordwesten erzielt werden. In der kommenden Sitzung der Regionalversammlung Südhessen am 13. Dezember werden die Fraktionen unterschiedliche Anträge zum neuen Stadtteil einbringen: Die SPD wird die Einholung weiterer Gutachten beantragen, die CDU möchte beantragen, dass die Pläne für den neuen Stadtteil nicht weiter verfolgt werden. Der CDU-Geschäftsführer in der Regionalversammlung Südhessen, Bernd Röttger, teilte auf Anfrage mit, die beiden Abgeordneten aus Frankfurt in der CDU-Fraktion, Jan Schneider und Christiane Loizides, seien zwar für den Bau des neuen Stadtteils, die restlichen Abgeordneten der Fraktion stünden dem Vorhaben aber ablehnend gegenüber. Überhaupt habe die Stadt Frankfurt nur sehr zurückhaltend in dieser Angelegenheit mit der CDU-Fraktion kommuniziert. Es habe im Sommer 2018 ein Treffen zwischen den Fraktionen von SPD und CDU mit dem Frankfurter Planungsdezernent Mike Josef (SPD) gegeben, danach habe es keine weiteren Gespräche gegeben. Das Planungsdezernat der Stadt Frankfurt habe die Pläne für den Stadtteil vorangetrieben, ohne eine rechtliche Grundlage durch die Regionalversammlung schaffen zu lassen, kritisiert Röttger.

Beim Frankfurter Planungsdezernat bleibt man dennoch optimistisch: „Es ist noch nichts passiert, wir werden weiter für eine Mehrheit werben“, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. Noch sei der CDU-Antrag nur angekündigt, es sei noch überhaupt nicht klar, ob es am 13. Dezember überhaupt zu einer Abstimmung zum Thema neuer Stadtteil im Frankfurter Nordwesten kommen werde. Der Sprecher warnte davor, den 13. Dezember als Showdown um den neuen Stadtteil hochzustilisieren: „Wir haben unser Projekt in der Regionalversammlung noch gar nicht vorgestellt, wir appellieren an die Mitglieder der regionalen Gremien, sich zunächst mit dem Thema zu befassen.“ Der neue Stadtteil habe den Vorteil, dass er schnell realisiert werden könne. Für andere Projekte, etwa eine Bebauung von Flächen in der Nähe des Main-Taunus-Zentrums, werde deutlich mehr Zeit benötigt, um die Flächen infrastrukturell zu erschließen und den dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
 
14. November 2019, 12.39 Uhr
Nathanael Reuter
 
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Leser-Kommentare

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parai ba am 14.11.2019, 19:07 Uhr:
Statt urbane Gebiete immer weiter zu vergrößern und damit Flächen zu versiegeln, sollten Städte ökologisch / klimatisch verträglich ausgebaut werden und die infrastrukturelle Versorgung "auf dem Land" besonders ÖPNV, Datentransfer (Internet), medizinische Versorgung, Bildungseinrichtungen (Kitas und Schulen) und Versorgung des allgemeinen Bedarfs (Einkaufsmöglichkeiten). Also auch "Internet für jede Milchkanne". Dann sind mittelständische Betriebe "auf dem Land" nicht gefährdet (wegen technologischer Mängel in der Versorgung). Der Landflucht wird entgegengewirkt und der Bevölkerungsdruck auf die Städte gemildert, wenn ländliche Kommunen attraktiver für Arbeiten, Wohnen - Leben attraktiver werden. "Nebenbei" wird der Mittelstand gestärkt, der in wirtschaftlichen Krisenzeiten stabilisierend wirkt und lokal Arbeitsplätze schafft.
 
Thomas Szymanski am 14.11.2019, 16:31 Uhr:
"Dringend benötigte Wohnungen? - Wirklich? - Man, gute Stadtpolitiker, seht es endlich einmal ein, dass man GESCHÜTZTE GRÜNFLÄCHEN nicht bebauen darf. - Wollt Ihr wirklich radikal Alles platt machen, egal ob Grüne Lunge oder jetzt auch den Bauern wertvolle Landflächen wegnehmen? - Was für ein Wahnsinn ist das inzwischen. Wir wissen doch Alle, wie es um dem Planeten steht, aber man geht rücksichtslos weiter mit der Zubetonierung der Landschaften vor. Fakt ist, so werden weitere Tierarten ganz aussterben. Was bleibt, ist für unsere Kinder und Kindeskinder, nur noch im Senkenbergmuseum die einstigen Lebewesen dieses früher wunderschönen Planeten ERDE zu besichtigen. - Wollt Ihr das wirklich?
Es ist ein Irrsinn, denn lieber Herr Mike Josef, ich kann nicht auf der einen Seite von einer Auto freien Stadt reden, und auf der anderen Seite locke ich in die schon zu heiße Stadt weitere Menschen mit, na klar, ihrem Autos und dem Gestank. - Kümmert Euch lieber um den Ausbau von Parks, dem Anlegen von künstlichen Gewässern, bzw. deren Erhalt, oder der Rettung vom Stadtwald. - Das ist doch klar viel wichtiger, oder? - Thomas Szymanski, Frankfurter Puppenspieler und Schauspieler
 
 
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