Cookies sind eine wichtige Ergänzung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Wohnen in Frankfurt
Startseite Alle NachrichtenWohnen in Frankfurt
Gespräch zwischen Jürgen Groß und Mike Josef
 

Gespräch zwischen Jürgen Groß und Mike Josef

0

Warum "Bauen, bauen, bauen" nicht die Lösung sein kann

Foto: Harald Schröder
Foto: Harald Schröder
Projektentwickler Jürgen Groß (Groß + Partner) und Planungsdezernent Mike Josef (SPD) sprechen im neuen Heft "Wohnen in Frankfurt" über den Boom des Wohnungsbaus und steigende Preise. Ein Auszug.
Über 210 Millionen Euro für das Alte Polizeipräsidium – da hat Jürgen Groß, der sich mit seiner Firma ebenfalls um das Grundstück bemüht hatte, eine klare Antwort: "Wir würden es zu diesem Kaufpreis nicht realisieren können. Schön ist immerhin, dass die Stadt es auch dort geschafft hat, geförderten Wohnungsbau durchzusetzen."

Mike Josef meint im heute erschienenen Magazin "Wohnen in Frankfurt", das der hohe Kaufpreis auch einer grundsätzlicheren Betrachtung interessant sei: "Bei diesem Kaufpreis werden wir einen kleineren Teil geförderte Wohnungen haben und einen größeren Teil sehr teurer Eigentumswohnungen, ohne die das Vorhaben gar nicht zu finanzieren wäre. Doch was ist mit dem Bereich zwischen relativ günstigen und sehr teuren Wohnungen? Hier zeigt sich auch, dass Wohnhochhäuser nicht die Lösung sind. Sie sind nach den heutigen Vorgaben schlicht zu teuer. Wir brauchen neue Gebiete und kostengünstigen Wohnungsbau."

Den will der Planungsdezernent unter anderem realisieren, in dem er Investoren wie Groß + Partner Vorgaben macht – dies geschah auch beim Projekt "Four Frankfurt", der Abriss der Deutsche-Bank-Areals beginnt gerade, für gut eine Milliarde Euro entstehen an ebendieser Stelle Gewerbe, Büros und Wohnungen, darunter auch geförderte. Jürgen Groß sagt zu den Vorgaben der Stadt: "Wir haben die Stadt ermuntert, mehr Wohnungen und Hotels zuzulassen, mehr öffentliche Plätze zu schaffen. Damit sind wir bei der Stadt auf offene Ohren gestoßen. Umgekehrt haben wir den Wunsch der Stadt in unsere Planungen aufgenommen, an dieser Stelle nicht nur Wohnungen für Menschen zu bauen, die sich diese Lage auch leisten können. Wir waren da anfangs anderer Auffassung – rückblickend muss ich aber sagen, dass es die richtige Entscheidung war. Es ist ein Projekt für alle geworden." Gleichwohl plädiert Jürgen Groß dafür, auch die Folgen des Wachstums zu bedenken: "Bauen, bauen, bauen kann nicht die Lösung sein."

Mike Josef meint, dass die Investoren mittlerweile wüssten, woran sie sind: "Sie kennen das auch aus anderen Städten wie München. Als wir kürzlich einem Investor vorschlugen, in der Bürostadt eben auch geförderte Wohnungen mitzuplanen, meinte der nur: Klar, kein Problem. Jahrelang lief es aber in der Tat anders. Aber das Beispiel zeigt, dass es gut ist, eine klare Linie zu verfolgen."

Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen Sonderheft "Wohnen in Frankfurt & Rhein-Main 2018", jetzt für 6,80 Euro im Handel. Dort finden Sie auch Guide durch die Frankfurter Stadtteile, Porträts von Umlandkommunen und einen Ratgeber, wie Sie an Ihre Wohnung in Frankfurt oder im Umland kommen.
3. Mai 2018
Nils Bremer
 
Nils Bremer
Jahrgang 1978, Politologe, seit 2004 beim Journal Frankfurt, seit 2010 Chefredakteur. – Mehr von Nils Bremer >>
Mail schreiben
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Wohnen in Frankfurt
 
 
Wohnen für alle? Wie, zeigt das DAM
0
Wettbewerb für bezahlbares und gutes Wohnen
Die Stadt, das Deutsche Architekturmuseum und die ABG Frankfurt Holding loben einen Preis für bezahlbares und gutes Wohnen aus. 108 Architektenbüros Büros bewarben sich, drei Entwürfen werden am Hilgenfeld umgesetzt. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: Jörg Hempel (Büro Schneider + Schumacher)
 
 
Die Altstadt kann erkundet werden
3
Der Bauzaun ist weg
Am Mittwochnachmittag wird der Bauzaun der neuen Altstadt entfernt. Ein Meilenstein bei der Entwicklung des Dom-Römer-Areals, der auch bedeutet, dass die Frankfurter Bürger die Altstadt für sich entdecken können. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: Harald Schröder
 
 
Die Arbeiten in der Baugrube sind abgeschlossen, jetzt liegt auch die Baugenehmigung vor, so dass der Hotel- und Wohnturm One Forty West in der Senckenberganlage bis Anfang 2020 entstehen kann. – Weiterlesen >>
Text: nb / Foto: Commerz Real
 
 
 
Richtfest des Flare auf dem Ex-Rundschauareal
2
Nutzungsmix hinter der Wabenstruktur
57 Eigentumswohnungen, ein Moxy Hotel und ein Boardinghaus, sowie Geschäfte und Gastronomie entstehen bis Oktober im Flare of Frankfurt an der Großen Eschenheimer/ Stiftstraße. Donnerstag wurde Richtfest gefeiert. – Weiterlesen >>
Text: Nicole Brevoord / Foto: nb
 
 
Four Frankfurt – das ist ein neues Stadtquartier mitten in der Stadt. Vier neue Hochhäuser sollen dort in den nächsten Jahren entstehen. Jetzt hat der Abriss der ehemaligen Deutschen-Bank-Zentrale begonnen. – Weiterlesen >>
Text: nil / Foto: Groß + Partner
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  31 
 
Wohnen in Frankfurt
Am 3. Mai 2018 erscheint eine Neuauflage unseres Sonderheftes "Wohnen in Frankfurt". Hier finden Sie weitere Nachrichten und Informationen zu diesem Thema.

Twitter Activity