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Einigung zwischen Stadt und Eigentümer
 

Einigung zwischen Stadt und Eigentümer

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Glauburgbunker: Stadt erhält 3,2 Millionen Euro vom Eigentümer

Foto: Delom GmbH
Foto: Delom GmbH
Die Delom Wohnbau GmbH, die den Glauburgbunker im Nordend abreißen und einen Wohnkomplex errichten will, hat sich mit der Stadt geeinigt. Im Erdgeschoss wird es eine kulturelle Nutzung geben; die Stadt erhält 3,2 Millionen Euro für das Aufgeben des Wiederkaufsrechts.
Seit Monaten erhitzt der mögliche Abriss des Glauburgbunkers im Nordend die Gemüter. Jetzt ist klar: Der Abriss wird kommen. Auf dem Grundstück in der Schwarzburgstraße können Wohnungen sowie Räume für kulturelle oder soziale Nutzungen errichtet werden. Denn die Stadt und der Eigentümer haben sich geeinigt. Als finanziellen Ausgleich erhält die Stadt von der Delom Wohnbau GmbH 3,2 Millionen Euro.

Lange war unklar, wer der Investor ist, der den Bunker abreißen und dort einen Wohnkomplex errichten will. Im Juni dann die Wende: die Delom Wohnbau GmbH gab sich als Eigentümer zu erkennen. Geschäftsführer Dominic Reinemer stellte das Konzept bei einer Infoveranstaltung vor. Damit reagierte der Bauherr auf den öffentlichen Druck, der sich um den drohenden Bunkerabriss gebildet hatte. Denn eine Bürgerinitiative will den Abriss verhindern. Sie befürchtet Lärmbelästigungen – insbesondere für die Schule und die Kita in unmittelbarer Nachbarschaft. Bei der Veranstaltung im Juni wurde auch über eine kulturelle oder soziale Nutzung im Erdgeschoss des Bunkers gesprochen, da im Grundbuch für das Grundstück derzeit noch eine Nutzung als Museum festgeschrieben ist. Darüber hinaus hat die Stadt Frankfurt ein Wiederkaufsrecht an Flächen in der Umgebung des Bunkers, die für die Erschließung des Grundstücks erforderlich sind. Der Eigentümer führte deshalb Gespräche mit verschiedenen Ämtern, um die Liegenschaft abgestimmt auf die städtischen Belange zu entwickeln.

3,2 Millionen Euro für Wertsteigerung

Nun haben sich die Stadt und die Delom Wohnbau GmbH geeinigt, sodass das Grundstück des Glauburgbunkers entwickelt werden kann. Die Delom Wohnbau GmbH erklärte sich bereit, das Erdgeschoss des Neubaus für eine vom Magistrat noch festzulegende kulturelle oder soziale Nutzung zu einer begrenzten Miete zur Verfügung zu stellen. Der Magistrat wiederum hat beschlossen, auf der Basis einer Vereinbarung mit dem Eigentümer eine im Grundbuch verankerte Nutzungsbeschränkung für das Bunkergrundstück sowie ein Wiederkaufsrecht der Stadt für umliegende Flächen zu löschen. Für die damit verbundene Wertsteigerung des Grundstücks erhält die Stadt vom Eigentümer einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Die Stadtverordnetenversammlung muss dem vom Magistrat beschlossenen Vorschlag noch zustimmen. „Wir haben eine gute Lösung gefunden“, findet Baudezernent Jan Schneider (CDU). „Erstens ermöglichen wir es dem Eigentümer, dringend benötigten Wohnraum zu errichten. Zweitens erhalten wir Räume für kulturelle und soziale Zwecke, die dem Stadtteil zugutekommen. Und drittens werden auch die finanziellen Interessen der Stadt gewahrt.“

Der Bunker befindet sich schon seit längerer Zeit in Privateigentum. Zuletzt war dort das Explora-Museum untergebracht. Nach der Einstellung des Museumsbetriebs verkaufte der bisherige Eigentümer das Grundstück im Juni 2017 an die Delom Wohnbau GmbH. Diese plant, den aus Brandschutzgründen nicht mehr nutzbaren Bunker abzubrechen und ein Mehrfamilienhaus mit Wohnungen, Gastronomie sowie einer Tiefgarage zu errichten. Im Entwurf des Büros Karl Dudler Architekten ist ein zum Glauburgplatz geöffneter U-förmiger Bau geplant. Dort sollen 43 Wohnungen, darunter 30 Prozent geförderter Wohnraum entstehen. Mit den Vorbereitungen für den Abriss soll bereits im Herbst dieses Jahrs begonnen werden.

Mehr Nachrichten zum Thema „Glauburgbunker“.
 
7. August 2019
ffm/Helen Schindler
 
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Leser-Kommentare

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Thomas Szymanski am 7.8.2019, 15:03 Uhr:
"Nun, dann bin ich einmal gespannt, was da so entsteht. Eigentlich war und bin ich auf der Seite der Bürgerinitiative. - Klar ist nun, dass der Wohnkomplex gebaut wird. So kann und darf Herr Mike Josef nicht mehr behaupten, wir hätten zu wenig Wohnungen, da überall rund um und direkt in Frankfurt ja tüchtig gebaut wird. - Dann muss die GRÜNE LUNGE verschont bleiben. Wer will denn in einer überhitzen Stadt wohnen, da ja weiterhin die Sommer (über 40 Grad Celsius) und die Gesamtwetterlage uns offenbaren, dass man den Klimawandel nicht mehr weg leugnen kann? Ehrlich gesagt, keine Familie wird es auf Dauer hierher ziehen, nicht wahr? Da wäre man dumm, weil man ja nicht die Gesundheit von sich und den Kindern gefährden will. - Logisch ist für mich, dass vor allem bei den überteuerten Wohnungen die Menschen dann lieber wieder auf das Land ziehen. - Frankfurt, oh Frankfurt, was wird wohl aus Dir...? - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler
 
 
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