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Verurteilung von Ex-Deutsche-Börse-Chef
 

Verurteilung von Ex-Deutsche-Börse-Chef

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Nach Insider-Affäre: Carsten Kengeter muss zahlen

Foto: Deutsche Börse
Foto: Deutsche Börse
Nach illegalen Insidergeschäften musste Ex-Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter vor bereits knapp mehr als einem Jahr seinen Posten räumen. Trotz des von ihm und dem Vorstand eingelegten Widerspruchs, beharrte das Landgericht Frankfurt auf einer Geldbuße.
Erst im Juni 2015 hatte Carsten Kengeter den Posten als Chef der Deutschen Börse übernommen und wurde zunächst sowohl intern als auch von Experten für seine Arbeit gelobt. Er gehörte damals bereits zu den deutschen Kapitalmarktexperten, die auf eine lange Erfahrung in den internationalen Finanzmärkten zurückblicken konnten. Die Deutsche Börse AG kannte er aus Kunden- und Handelsperspektive und wurde für seine Kenntnisse der Kapitalmärkte Asiens, Europas und Amerikas geschätzt.

Diese Kenntnisse scheinen ihm daraufhin jedoch zum Verhängnis geworden zu sein. Denn laut Anklage hatte sich Kengeter Ende 2015 durch Insidergeschäfte versucht zu bereichern. Er hatte sich im Zuge der geplanten Fusion von Deutscher Börse und Londoner Stock Exchange 60.000 Deutsche-Börse-Aktien für 4,5 Millionen Euro gekauft, die er nicht vor Ende 2019 veräußern darf . Die Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn jedoch, dies vor einer öffentlichen Bekanntmachung der Fusionspläne wissentlich getätigt zu haben, um aus den durch die Fusion vermeintlich steigenden Aktienkursen Profit zu schlagen. Im März 2017 scheiterte dann mitunter aufgrund dieser Insider-Affäre und dem Vorwurf der Wettbewerbseinschränkung die Fusion der Londoner Börse und des London Stock Exchange auch im dritten Versuch. Im Dezember 2017 musste Kengeter seinen Posten bei der Deutschen Börse räumen.

Knapp mehr als ein Jahr später muss Kengeter nun eine Geldstrafe hinnehmen. Nach einem Beschluss des Landgerichts Frankfurt muss er 4,5 Millionen Euro an die Staatskasse und 250 000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Das Unternehmen Deutsche Börse hatte bereits Ende Dezember eine Geldstrafe in Höhe von 10,5 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot sowie wegen Unterlassung einer Pflichtmitteilung an die Börse akzeptiert. Ein Beschluss der in Zeiten ansteigender sozialer Ungerechtigkeiten zumindest ein wenig Hoffnung und Vertrauen spendet.
3. Januar 2019
Karl Linsler
 
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