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Statistisches Jahrbuch

O’Sullivan: „Die Pandemie hat Frankfurt deutlich getroffen“

Die Pandemie hat Frankfurt hart getroffen: 2020 verzeichnete die Stadt nicht nur ein Schuldenhoch, sondern auch eine höhere Arbeitslosigkeit sowie Einwohnerschwund. Trotzdem hatte Stadträtin Eileen O’Sullivan am Mittwoch auch Positives zu berichten.
Mehr als zwei Milliarden Euro Schulden, ein Einbruch der Tourismusbranche und der Personenzahlen im Nahverkehr, weniger Einwohner: Das ist die Bilanz des Jahres 2020 für die Stadt aus statistischer Sicht. „Die Pandemie hat Frankfurt deutlich getroffen“, betonte Stadträtin Eileen O’Sullivan (Volt) am Mittwoch bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuchs für das Jahr 2020.

Neben dem Anstieg der Schulden um fast 14 Prozent brachen die Gewerbesteuereinnahmen um 500 Millionen Euro ein, was „massive Auswirkungen“ auf den städtischen Haushalt gehabt habe, so die Stadt. Auf der Ausgabenseite habe zudem eine Trendwende bei den Sozialleistungen zu Buche geschlagen; insgesamt 48 493 Menschen erhielten Unterstützung. „Manches war sicherlich zu erwarten, einige Entwicklungen sind jedoch überraschend“, sagte die Stadträtin. Vor allem beim ÖPNV, Minijobbern und in der Tourismusbranche sei das Leiden groß gewesen, resümierte sie. Derzeit arbeite die Koalition am Haushaltsentwurf und versuche, die statistischen Ergebnisse des Jahrbuchs dort zu berücksichtigen.

Höhere Arbeitslosigkeit und ein Einbruch der Zahlen im Nah- und Flugverkehr

Seit 2001 sei die Stadt eigentlich kontinuierlich gewachsen, erklärte O’Sullivan. Dieses Wachstum sei 2020 „fast vollständig zum Erliegen“ gekommen. Insgesamt gab es 21 Prozent weniger Zuzüge nach Frankfurt. Dieser Trend zeichne sich auch 2021 ab: Zum 30. Juni 2021 ist die Einwohnerzahl wieder unter die Grenze von 750 000 gerutscht.

Aus dem Statistischem Jahrbuch geht ebenfalls hervor, dass insgesamt eine zurückgehende Mobilität in der Stadt zu beobachten gewesen sei. „Nicht nur die Homeoffice-Pflicht, sondern auch die Angst vor Ansteckungen in Bussen und Bahnen ließen die Fahrgäste vor einer Nutzung des ÖPNV zurückweichen“, heißt es dort. Durchschnittlich hätten 284 000 Personen weniger den Nahverkehr genutzt – und das pro Tag. Die Reisebeschränkungen infolge der Pandemie führten darüber hinaus zu einem deutlichen Verlust an Fluggästen: Fast 75 Prozent weniger Passagiere im Vergleich zu 2019 hatte der Frankfurter Flughafen zu verzeichnen. Dies führte wiederum zu einem Einbruch der Gästezahlen in Übernachtungsbetrieben von minus 65 Prozent.

Ein weiteres Minus machte sich 2020 bei der Zahl der Beschäftigten bemerkbar: Erstmals seit 2009 sei die Zahl nach Angaben der Stadt um 1,6 Prozent gesunken. Besonders betroffen davon seien geringfügig entlohnt Beschäftigte, vor allen jene mit einem Minijob.

Weniger Straftaten und Verkehrsunfälle aber mehr Wohnungen

Neben all den durch die Pandemie ausgelösten negativen Entwicklungen ließen sich aber auch positive verzeichnen: So wurden 2020 rund ein Zehntel weniger Straftaten verübt als noch 2019. Als mögliche Gründe dafür nennt die Stadt die „eingeschränkte Mobilität“ der Bürgerinnen und Bürger sowie ein daraus resultierender „Mangel an Gelegenheiten“. Darüber hinaus gab es 20,6 Prozent weniger Straßenverkehrsunfälle im Stadtgebiet, bei denen auch 19,7 Prozent weniger Menschen verletzt wurden. Das sei „ein positiver Effekt der gesunkenen Mobilität“, erklärt die Digitaldezernentin. Keine negativen Auswirkungen hatte die Pandemie auch auf den städtischen Wohnungsbau. Insgesamt sind 4647 zusätzliche Wohnungen im Jahr 2020 auf den Markt gekommen – 23 Prozent mehr als noch 2019.
 
16. Dezember 2021, 12.55 Uhr
mad
 
 
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