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Kleiner Kreis statt große Sause
 

Kleiner Kreis statt große Sause

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EZB-Eröffnung fällt bescheiden aus

Foto: nb
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Irgendwie hatten viele Frankfurter mit einer großen Einweihung des 1,3 Milliarden Euro teuren Neubaus der Europäischen Zentralbank gerechnet. Nun soll es nur ein Festakt mit zwanzig Gästen werden. Etwa aus Angst vor Blockupy?
Nachdem die ersten Mitarbeiter im November ihre Arbeitsplätze im neuen Gebäude der Europäischen Zentralbank im Ostend bezogen haben und die Eröffnungsfeier für den 18. März angekündigt wurde, rechnete Frankfurt mit einer großen, fast schon spektakulären Feier mit hochkarätigen Gästen. Und das Blockupy-Bündnis erst. Das wollte den Termin zum Anlass nehmen, um seinem Unmut gegen die europäische Finanzpolitik mit einer groß angelegten Demonstration und einer Kundgebung Ausdruck zu verleihen. "Wir werden den 18. März zu einem Tag des Widerstands machen gegen die menschenfeindliche Krisenpolitik der Troika aus EZB, Europäischer Kommission und IWF", hatte Roland Süß, ein Sprecher des Blockupybündnisses bereits im vergangenen Jahr in Aussicht gestellt. 10 000 Teilnehmer, auch aus dem Ausland, erwarten die Kapitalismuskritiker. Ob es daran liegt, dass die Feierlichkeiten in dem Gebäude mit den 165 und 185 Meter hohen Glastürmen nun doch etwas kleiner ausfallen sollen?

„Die endgültige Entscheidung über die Größe der Veranstaltung ist erst diese Woche gefallen“, sagt ein EZB-Sprecher, es sei in erster Linie nicht um Sicherheitsbedenken gegangen, aber lange diskutiert worden. Von weniger als zwanzig Gästen bei dem Festakt ist jetzt bei der EZB die Rede. Mit den absoluten Führungspersonen der EZB und der Bankenaufsicht sowie den Gouverneuren aller EU-Staaten werde mit insgesamt 70 bis 80 Feiernden gerechnet. Es sei nur eine kurze Zeremonie geplant mit Ansprachen des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) und des Präsidenten der EZB Mario Draghi. Vermutlich werden Vertreter des Landes Hessen und der Architekt Wolf Prix zugegen sein. Für die Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank werde der 18. März ein ganz normaler Arbeitstag sein, verkündet die EZB. Man stelle das Mandat der Notenbank vor eine Feier, heißt es. Außerdem ist angeblich für den 18. März eine Sitzung des EZB-Rates anberaumt.
 
4. Februar 2015, 17.57 Uhr
nb
 
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Leser-Kommentare

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Whizzbizz am 6.2.2015, 14:01 Uhr:
Mag sein, dass - wie Herr Koning sagt - ein "feiges" Zurückweichen ein charakteristisches Merkmal des "Bürgertums" ist. Aber "Blockupy" mit den Nazis zu vergleichen ist doch ein bisschen weit hergeholt, oder?

Und angesichts dessen, was Europa mit seinen "Südprovinzen" angerichtet hat und im Zuge der weiter fortschreitenden Lobbyisierung anscheinend noch vorhat, frage ich mich, ob "unsere" Steuergelder bei diesem Bau sinnvoll eingesetzt worden sind und dies einen "angemessenen Festakt" überhaupt rechtfertigt.

Ceterum censeo, dass die Herrschaft des Geldes eine zu brechende sei! "Es muss was Besseres geben!" sagte Polly Potty.
 
parai ba am 5.2.2015, 17:30 Uhr:
Na hoffentlich wird dann auch am Event, Catering und Personenschutz gespart. Die sollen lieber arbeiten und nicht Steuergelder unnötig dekadent verprassen
 
Gerhard Koning am 5.2.2015, 14:30 Uhr:
Das ist dieselbe Feigheit, wie die vor den Islamisten. Um die nicht zu provozieren, wollte man auf eine Karikaturenausstellung verzichten. Um Blockupy nicht zu provozieren, soll jetzt auf die angemessene Einweihung eines Gebäudes verzichtet werden, das von den europäischen Steuerzahlern finanziert worden ist.
So weicht das Bürgertum immer weiter zurück. Wenn die Klügeren immer nachgeben, wird die Welt
am Ende von Idioten regiert. So hat es 1933 auch angefangen.
 
 
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