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Ein risikoreicher Geschäftskunde: Donald Trump
 

Ein risikoreicher Geschäftskunde: Donald Trump

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Die Deutsche Bank und ihr mächtigster Kunde

Foto: © Deutsche Bank
Foto: © Deutsche Bank
Die Deutsche Bank soll über Jahre insgesamt rund zwei Milliarden Dollar an Donald Trump verliehen haben. Nun steht die Beziehung auf dem Prüfstand. Die Demokraten fordern schon länger die Finanzgeschäfte des Präsidenten genauer unter die Lupe zu nehmen.
Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika steht wieder mal im Kreuzfeuer. Nach Informationen der New York Times soll die Deutsche Bank Unterlagen zu Krediten für Trump vorlegen. Ende Februar kamen bei einer Anhörung vor dem Kongressausschuss von Trumps ehemaligem Anwalt Michael Cohen pikante Details ans Tageslicht: Er erklärte der Öffentlichkeit unter anderem, dass Trump einige seiner Immobilien überbewertet hatte. Auch wenn Banker schon davor diese Art von Betrug vermutet hatten, hat es wohl bei der Bewertung der Deutschen Bank nicht viele verschreckt dem mächtigsten Mann der Welt trotzdem hohe Kredite zu gewähren. Der Deutschen Bank ist das Geschäft mit wohlhabenden und namenhaften Kunden wichtig. Seit gut zehn Jahren wickelt die amerikanische Bankerin Rosemary Vrablic – die sich auf prominente Kunden aus der Immobilienszene fokussiert hat – die umstrittenen Geschäfte mit Donald Trump ab.

Neben Trump soll sie auch seinen Schwiegersohn Jared Kushner beraten haben. Während viele Institute es gemieden haben dem Immobilienunternehmer (vor seiner Präsidentschaft) Kredite zu verleihen, hat es die Deutsche Bank durch Vrablic immer wieder getan. Seit Trump 2016 die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat, haben Mitarbeiter der Deutschen Bank versucht, die Bedeutung ihrer Geschäftsbeziehung mit Trump zu minimieren, und argumentierten, dass einige leitende Angestellte nicht einmal gewusst hätten, dass die Beziehung besteht. Über die Jahre sollen rund zwei Milliarden Dollar an Trump geflossen sein. Die Entscheidungen für die Trump-Kredite sollen Finanzkreisen zufolge nicht über die Frankfurter Vorstände, sondern direkt über die USA abgewickelt worden sein.

Trump hatte gerade in den Jahren vor dem Millennium häufig Bedarf an finanziellen Mitteln gehabt, um seine Hotels, Casinos und Golfanlagen zu finanzieren. Eigentlich hatte das Frankfurter Institut die Beziehung mit dem Immobilienmogul bereits getrennt, weil Trump 2008 mit einem Kredit der Deutschen Bank in Millionenhöhe in Zahlungsrückstand geriet. Er warf dem Geldhaus vor, mitverantwortlich für die Finanzkrise zu sein, deshalb schulde das Institut eigentlich ihm Geld. Das Repräsentantenhaus, das seit Januar von den Demokraten geführt wird, interessiert sich leidenschaftlich für Trumps Finanzgeschäfte und fordert immer wieder Auskünfte zu seinen Finanzen, Angaben zu möglichen Geschäften mit Russland und die Rolle der Deutschen Bank dabei.
20. März 2019
Sheera Plawner
 
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