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Coronabedingte Absage

Fashion Week muss online stattfinden

Die Frankfurter Fashion Week ist abgesagt – zumindest physisch. Wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten, wird es coronabedingt in diesem Sommer nur ein digitales Event geben. Im Januar 2022 sollen die Runwayshows nachgeholt werden.
Da war Frankfurt tatsächlich mal so etwas wie ein kosmopolitischer Coup gelungen, als man sich die Fashion Week sicherte, und nun macht Covid-19 alles zunichte. Zumindest zwingt die Pandemie die Organisatoren, alles in den digitalen Raum zu verlegen (die FAZ berichtete zuerst). Vom 5. bis 9. Juli wird mit FFW STUDIO online der Versuch unternommen, zumindest einen Vorgeschmack auf das heißersehnte Modeevent zu liefern.

Es breche ihr das Herz, sagte Anita Tillmann, Managing Director der Premium Group und Mit-Initiatorin, über die Absage der physischen Frankfurt Fashion Week. „Machen wir uns nichts vor, für die Fashionbranche ist das dramatisch.“ Man wolle nun „alle Kräfte bündeln, um auch ohne persönliches Get-together unserer Verantwortung der Branche gegenüber digital gerecht zu werden“. Geplant seien Diskussionen und Inspirationen rund um Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung. So wolle man eine Art „Pre-Season unserer Vision einer neuen Frankfurt Fashion Week“ schaffen, sagte Tillmann.

Auch Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, betont, man wolle an dem gesetzten Anspruch festhalten. Man sei angetreten, „um die Frankfurt Fashion Week mit ihrem Ecosystem zum Taktgeber der Mode- und Textilbranche zu machen und relevante Zukunftsthemen auf der Agenda der Industrie zu setzen“. Dies wolle man trotz der aktuellen Umstände schaffen und zunächst digital Impulse für die Transformation der Fashionbranche setzen. Im Januar 2022 sollen dann die Tradeshows Premium, Seek, Neonyt und The Ground sowie die Runwaypräsentationen nachgeholt werden.

Auch die Stadt Frankfurt hatte große Hoffnungen an die Fashion Week geknüpft. Global wirke die Frankfurt Fashion Week auf ein „zukunftsfähigeres, faireres und umweltschonenderes Fashionsystem“ hin; lokal erwirtschafte eine gemeinsam von Stadt Frankfurt am Main, Land Hessen und Messe Frankfurt getragene Investition in Höhe von zehn Millionen Euro verteilt über drei Jahre eine erwartete Umwegrentabilität von über 200 Millionen Euro pro Jahr, prognostizierte Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker (CDU) noch im Dezember des vergangenen Jahres. Und auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hatte darauf gehofft, Frankfurt „als Gastgeberin für die ganze Welt“ präsentieren und damit ordentlich touristische Einnahmen in die Stadtkasse spülen zu können.

„Die Fashion Week bleibt für Frankfurt in den vereinbarten nächsten fünf Jahren unheimlich wichtig“, sagte Feldmann dem JOURNAL FRANKFURT auch Nachfrage. „Deswegen bedaure ich es, dass sie aufgrund der Pandemie jetzt – hoffentlich letztmalig – nur als Preview digital stattfinden wird. Umso mehr freue ich mich, dass die Fashion Week vorhat, die nächste Veranstaltung wieder vor Publikum durchzuführen. Jeder von uns kann auch dafür mit seiner Bereitschaft zum Impfen einen ganz persönlichen Beitrag leisten.“
 
5. Mai 2021, 13.12 Uhr
rom
 
 
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Nach der Buchmesse im Herbst sollen Anfang 2022 auch Christmasworld, Paperworld und Creativeworld als Präsenzveranstaltungen auf dem Frankfurter Messegelände ablaufen. Digitale Formate sollen die Messen künftig ganzjährig ergänzen.
Text: loe / Foto: Messe Frankfurt
 
 
 
 
 
 
 
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