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Billigflieger ab 2017 in Frankfurt
 

Billigflieger ab 2017 in Frankfurt

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Ryanair fliegt vom Frankfurter Flughafen

Foto: © Fraport AG
Foto: © Fraport AG
Konkurrenz für Lufthansa auf ihrer Homebase: Ab 2017 wird auch die irische Low-Cost-Airline Ryanair den wichtigsten Flughafen Deutschlands ansteuern.
Jetzt ist es offiziell: Billigflieger Ryanair wird künftig am Frankfurter Flughafen starten und landen. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport und David O’Brien, Geschäftsführer (Vertrieb) von Ryanair bestätigten am Mittwoch eine entsprechende Kooperation. "Wir freuen uns, dass wir künftig mit Ryanair Europas führende Low-Cost-Airline im Programm haben", sagt Schulte über die Zusammenarbeit.

Flüge nach Spanien und Portugal
Ab März 2017 sollen die ersten Flüge von Ryanair am Frankfurter Drehkreuz starten. Dabei sollen zunächst nur Ziele in Südeuropa angesteuert werden: Palma de Mallorca, Alicante, und Málaga in Spanien sowie das portugiesische Faro.

Ryanair-Vertriebschef David O’Brien rechnet mit 400.000 Passagieren pro Jahr, die seine Airline von Frankfurt aus befördern will. Am Mittwoch sagte er: "Mit den zwei stationierten Flugzeugen investiert Ryanair 200 Millionen Dollar und unterstreicht seinen Anspruch, in Hessen die Verkehrs-, Tourismus- und Jobzahlen weiter wachsen zu lassen."

Expansion von Ryanair
Die Low-Cost-Airline unterhält bereits acht weitere Basen in Deutschland, neuerdings auch in Hamburg und Nürnberg. Mit Frankfurt geht der Expansionskurs offensichtlich weiter. Erst kürzlich hatte Fraportchef Schulte mitgeteilt, dass man offen für Billigflieger sei. Offenbar macht der Flughafenbetreiber nun Angebote, die besser sind als früher, als Lowcostcarrier wegen der niedrigen Gebühren lieber von kleinen, entlegeneren Flughäfen starteten.

"Damit tragen wir der auch in der Region stark wachsenden Nachfrage in diesem Segment Rechnung. Die Entscheidung Ryanairs für Frankfurt unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung Frankfurts für Low-Cost-Verkehre", sagte Schulte. Der Flughafenbetreiber kündigte an, mittelfristig auch durch "entsprechende Anpassungen in den Passagier- und Terminalprozessen" auf die steigende Nachfrage von Billigflug-Angeboten reagieren zu wollen.

Lufthansa unter Druck
Damit kommt es am Frankfurter Flughafen zum Duell der Giganten, das brisant werden könnte. Vor allem für die Lufthansa. Die größte deutsche Airline hat ihre Basis in Frankfurt und versucht längst mit Tochterfirmen wie Eurowings im Billigsektor - zumindest außerhalb Frankfurts – mitzuhalten. Bislang war der große Konkurrent aus Irland, Ryanair, weit weg. Zumindest 100 Kilometer, in Frankfurt-Hahn. Doch diese Komfortzone wird es ab Sommer 2017 nicht mehr geben.
 
2. November 2016, 12.29 Uhr
nic/ nb
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
am 2.11.2016, 23:32 Uhr:
Großer strategischer Fehler von Fraport!

Auf Dauer wird die Ungleichbehandlung von Fluggesellschaften am Frankfurter Flughafen nicht zu halten sein. Das bedeutet deutlich mehr Flüge von und nach Frankfurt bei deutlich sinkenden Erträgen.

Es ist zu befürchten, dass diese Entscheidung nicht nur Fraport, sondern der gesamten Region schaden wird- ökologisch wie ökonomisch.

In einigen Jahren wird man dies beweinen und nach öffentlcihen Fördermitteln zur Rettung von Arbeitsplätzen rufen - doch dann ist die krasse Fehlentscheidung des Managements nicht mehr rückgängig zu machen.

(...und die verantwortlichen Manager haben sich dann längst mit ihren Millionen-Bezügen verdrückt)
 
Marion Woodall am 2.11.2016, 13:45 Uhr:
Ich würde nie mit Ryanair fliegen, egal wo sie sind. Das ist mir viel zu unsicher.
 
 
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