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Wirtschaft
 

BGH Urteil

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Freispruch für Ex-Deutsche-Bank-Chefs bestätigt

Foto: Deutsche Bank
Foto: Deutsche Bank
2016 wurden die Ex-Deutsche-Bank Chefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen in München vom Vorwurf des Prozessbetruges freigesprochen, die Staatsanwaltschaft ging in Revision. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am heutigen Donnerstag den Freispruch.
Aufatmen bei der ehemaligen Führungsriege der Deutschen Bank: Am heutigen Vormittag bestätigte das Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe die Freisprüche der ehemaligen Vorstandsmitglieder der Deutschen Bank AG, Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen, vom Vorwurf des versuchten Prozessbetruges. Im Frühjahr 2016 sprach das Landgericht München die Manager vom Vorwurf des Prozessbetruges frei, die Staatsanwaltschaft ging dagegen in Revision. „Die Revisionen der Staatsanwaltschaft, die sich gegen die Freisprüche von drei der ursprünglich fünf Angeklagten und gegen den Freispruch der Nebenbeteiligten richteten, hat der Bundesgerichtshof als unbegründet verworfen“, teilte das BGH am Donnerstag mit. Das Landgericht habe sorgfältig und eingehend begründet, weshalb es von der Schuld der Angeklagten nicht überzeugt war. Die Freisprüche seien damit rechtskräftig.

Hintergrund war der Vorwurf des mittlerweile verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch, der eine Aussage des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Breuers in einem Interview für seine Insolvenz verantwortlich machte. Breuer hatte in dem Interview im Jahr 2002 die Kreditwürdigkeit von Kirch angezweifelt. Kirch musste kurze Zeit später Insolvenz beantragen. Der Medienkonzern verklagte daraufhin die Deutsche Bank und forderte mehr als zwei Milliarden Euro Schadensersatz. In dem darauffolgenden Zivilprozess sollen die Angeklagten vor fünf Jahren das Gericht bewusst getäuscht haben, damit die Deutsche Bank keine Schadensersatzzahlungen leisten müsse, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, von dem das Landesgericht München die Männer freisprach.
 
31. Oktober 2019, 13.17 Uhr
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Leser-Kommentare

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Thomas Szymanski am 1.11.2019, 12:20 Uhr:
"Wie kann man da der Deutschen Justiz noch trauen. - Selbst hohe Richter in diesem Land lassen sich täuschen, gerade dann wohl, wenn Ex-Chefs viel Geld auch nach dem Abgang besitzen, und jeden Superanwalt bezahlen können. - Der sogenannte Otto-Normalbürger hätte da keine Chance. Wir werden wegen jeder Kleinigkeit gleich wie ein "Supergangster" behandelt! - Ja, es ist ein trauriger Zustand. Ganz klar geht dies bis hinauf in die Politik so korrupt zu. Fakt ist aber, die Banken sind leider die größten "Problembereiter", wie man es an unsauberen Geschäften aus den Nachrichten kennt. Dann folgen Fusionen, die nicht funktionieren, und der Abbau von abertausenden Stellen, bzw. der Schließung vieler Filialen. - Aber dann ist die Bundesregierung noch so naiv, und rettet mit Millionen von Euros diese Obergangster! Dabei ist klar, es hätte vorher unterbindet werden müssen. Man wusste doch davon. - Oh, Deutschland, ich erkenne Dich ńicht wieder!" - Thomas Szymanski, Puppenspieler und Schauspieler
 
 
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