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Zufahrt für Autos soll begrenzt werden
 

Zufahrt für Autos soll begrenzt werden

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Ein fahrradfreundlicher Oeder Weg

Foto: JF
Foto: JF
Der Oeder Weg soll fahrrad- und fußgängerfreundlicher werden, dazu stellte die Stadt Ende November einen Plan vor, der am Montag dem zuständigen Ortsbeirat und den Bürger:innen vorgestellt wurde. Ein Testlauf könnte im kommenden Jahr stattfinden.
Der Oeder Weg im Nordend soll zu einer sogenannten „fahrradfreundlichen Nebenstraße“ werden. Dazu hat das Verkehrsdezernat gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt und dem Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) am 19. November einen Plan vorgestellt, der noch bis zum 6. Dezember auf Schautafeln auf der Gehwegfläche an der Straßenecke zwischen Oeder Weg und Bornwiesenweg öffentlich einsehbar ist. Insgesamt elf Nebenstraßen in Frankfurt sollen im kommenden Jahr „fahrradfreundlich“ umgestaltet werden. Am Montagabend stellten Mitarbeiter der Stadt die Pläne dem Ortsbeirat und den Bürger:innen vor. Stimmen die politischen Vertreter den Plänen zu, könnte im kommenden Jahr ein einjähriger Testlauf stattfinden.

Mit dem Stadtverordnetenbeschluss zur Fahrradstadt Frankfurt steht der Oeder Weg als Nebenstraße „ganz weit oben“ auf der To-Do-Liste der Stadtverwaltung, hieß es vonseiten der Stadt. Im Vordergrund der Pläne steht dabei die Stärkung und Sicherheit des Radverkehrs, ein erhöhtes Angebot an Fahrrad-Abstellplätzen und die Reduzierung von Durchgangsverkehr mit Autos.

So stellt der Plan die Möglichkeit vor, an zwei Stellen eine Beschränkung der Durchfahrtmöglichkeiten für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen am Anlagenring und an der Holzhausenstraße einzuführen. Die sogenannten „Diagonalsperren“ sorgten dafür, dass nur Radfahrer:innen, Fußgänger:innen und Einsatzkräfte über die betroffenen Straßen einfahren könnten. Entsprechende Begrenzungen wolle man mit Pollern und Baumkübeln kennzeichnen. Am Eschenheimer Tor soll zudem eine Durchfahrtssperre für Autos entstehen.

Mehr Platz für Fußgänger:innen auf dem Gehweg

Längsparkplätze am Straßenrand sollten „multifunktional“ umgewandelt werden und darauf mehr Fahrradstellplätze, Flächen für die Außengastronomie, um „Verweilflächen“ mit Sitzecken und Grünanlagen zu schaffen. Diese werden im Plan auch als „Sommergärten“ bezeichnet und möglichst im Seitenbereich der Fahrbahn Platz finden, Gehwege sollen jedoch freigehalten werden. Damit sollen auch Parkplätze aufgelöst werden, die sich teilweise auf dem Gehweg befinden, dieser Platz solle Fußgänger:innen vorbehalten sein, heißt es in dem Konzept.

Durch sogenannte „Gehwegsnasen“ soll zudem das Überqueren von Straßen für Fußgänger:innen erleichtert werden. In Bereichen von Kreuzungen wird die Straße rot eingefärbt, dies soll laut des Plans die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer:innen erhöhen. Für Anlieferungen für die Gastronomie und den Einzelhandel soll Parkraum an bestimmten Flächen auf dem Oeder Weg zur Verfügung stehen.

Größtenteils positive Resonanz

Mehreren Medienberichten zufolge habe es bei der Vorstellung am Montagabend auch Kritik für die Pläne gegeben. So seien vor allem die Reduzierung der Parkplätze bemängelt worden, Einzelhändler:innen hätten Sorge darüber geäußert, dass ihnen die Kundschaft aufgrund der fehlenden Parkmöglichkeiten fernbleibe. Michael Mirsch (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Ortsbeirat 3, teilte gegenüber dem JOURNAL FRANKFURT mit, dass innerhalb der Sitzung auch Zahlen zum morgendlichen Berufsverkehr gezeigt wurden, die deutliche Spitzen aufwiesen und klar zeigten, dass es sich dabei primär um Durchgangsverkehr handele und nicht um Besucher:innen der ansässigen Geschäfte und der Gastronomie.

„Grundsätzlich werden die Besucherzahlen durch Autofahrer konsequent überschätzt und die durch Radfahrer unterschätzt“, erläuterte Mirsch. Das hätte sich auch schon in Studien anderer Städte in Europa gezeigt. „Ich finde es ist ein sehr schönes Konzept und kann es nur unterstützen.“ Während der Sitzung am vergangenen Montag sei über das Projekt „erstaunlich positiv“ diskutiert worden. Mit den Einzelhändlern sei man bereits in Kontakt getreten, zudem sollen bei Beginn des Projekts auch Verkehrszählungen durchgeführt werden.

Auch Michael Rubin von der FDP äußerte sich trotz Bedenken nicht ablehnend gegenüber der Pläne auf dem Oeder Weg. Grundsätzlich sei man nicht dagegen, sagte Rubin dem JOURNAL FRANKFURT. Jedoch müssten vor dem Testlauf noch einige offene Fragen geklärt werden. „Sollen die Parkplätze einfach verschwinden? Wie wird der Verkehr umgeleitet? Schon jetzt ist die Friedberger Landstraße immer sehr voll.“ Man wolle nicht, dass bestimmte Verkehrsteilnehmer bevorzugt oder andere benachteiligt seien, so Rubin. Wichtig sei es auch, mit den umliegenden Gewerbetreibenden das Gespräch zu suchen. „Mich freut auch, dass erst mal keine maßgeblichen Umbaumaßnahmen durchgeführt werden, sondern alles nach dem Test auch wieder rückgängig gemacht werden kann“, so der FDP-Politiker.
 
2. Dezember 2020, 13.11 Uhr
jwe
 
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