Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Verkehr
Startseite Alle NachrichtenVerkehr
Römer-Koalition fordert Ausbau des ÖPNV
 

Römer-Koalition fordert Ausbau des ÖPNV

0

Her mit den U-Bahnen, weg mit dem Autolärm

Foto: nb
Foto: nb
Die Römer-Koalition fordert die Verlängerung der U-Bahn Linie 4 bis zum Atzelbergplatz im geplanten Ernst-May-Viertel. Für den Stadtverordneten Michael Müller (Die Linke) ist das einer der ersten Schritte in die richtige Richtung.
Der allgemeine Trend in der Gesellschaft geht Richtung Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. Das Bewusstsein für Klimaschutz ist stärker denn je, was man beispielsweise auch an den Fridays-for-Future-Demonstrationen erkennen kann. Im Zuge dessen ist auch die Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) eine Priorität. Um zugängliche Alternativen zum Auto zu bieten, reicht die Römer-Koalition – bestehend aus CDU, SPD und Grüne – einen Prüfauftrag ein, in dem es um die Verlängerung der U-Bahn-Linie 4 bis zum Atzelbergplatz, im geplanten Ernst-May-Viertel, geht. Die Fraktion der Linken ist für den ursprünglichen Antrag verantwortlich.

Der Stadtverordnete Michael Müller (Die Linke) erklärt, dass es wichtig sei, den ÖPNV bis zum Atzelberg auszubauen, da die Gegend schon bald mehrere Tausend Neueinwohnerinnen und -einwohner begrüßen werde. Grund dafür ist die Volleinhausung eines Teilstücks der A661. „Momentan ist die Gegend eine große Baustelle und im Rahmen dessen kann man auch die U-Bahn ausbauen. Das entstehende Wohngebiet braucht eine bessere Verkehrsanbindung, um die Autobahnen nicht noch mehr zu überfüllen, als es ohnehin schon der Fall ist“, sagt Müller. Die Konsequenzen des mangelhaften ÖPNVs seien nicht nur verstopfte Straßen, sondern auch ein enormer Autolärm. Die Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Atzelberg befänden sich schon seit Jahren im Kampf für einen Ausbau der U-Bahnlinie, somit sei die Problematik nicht neu. „Die Großbaustelle rund um die Einhausung der A661 bietet nur die passende Gelegenheit, um auch diese Maßnahme endlich zu ergreifen“, sagt Müller. Momentan ist Seckbacher Landstraße die letzte Haltestelle – lediglich die Buslinie 38 führt weiter bis zum Atzelberg, die sei jedoch stets überfüllt und komme nicht regelmäßig.

Doch nicht nur der ÖPNV zum Atzelberg bietet Potenzial zum Ausbau, in ganz Frankfurt herrscht Bedarf. Müller nennt in diesem Zusammenhang auch den Ausbau der U-Bahnverbindung zur Sachsenhäuser Warte, die ebenfalls nur mit dem Bus befahren wird. „Öffentliche Verkehrsmittel müssen günstiger gestaltet werden, insbesondere in Frankfurt. Im nationalen Vergleich ist der Frankfurter ÖPNV sehr teuer – so zahlt man für eine kurze Einzelfahrt bereits 2,80 Euro“, sagt der Stadtverordnete. Der optimalste Weg wäre ein Nulltarif oder eine Querfinanzierung, auch wenn das vorerst Wunschdenken bliebe.

Ob die gewünschten Maßnahmen ergriffen werden und weitere Anträge folgen werden, wird sich zeigen. „Erstmal heißt es abwarten. Ich schätze mit drei bis sechs Monaten Wartedauer, bis ein Entschluss bezüglich des Ausbaus getroffen wird“, so Müller.
 
24. Mai 2019
Sinem Koyuncu
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Verkehr
 
 
Verkehrsstaus beeinträchtigen die Gesundheit, belasten die Umwelt und kosten Wirtschaft und Gesellschaft Milliardenbeträge. Eine aktuelle Forsa-Umfrage gibt Auskunft über die großen Verkehrsprobleme in und um Frankfurt. Die Auftraggeber fordern einen angepassten Gesamtverkehrsplan. – Weiterlesen >>
Text: Sheera Plawner / Foto: srp
 
 
Letzte S-Bahn ausgerüstet
0
Mit WLAN in der S-Bahn surfen
Am Dienstag ist die letzte S-Bahn des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) mit kostenlosem WLAN ausgestattet worden. In weniger als einem Jahr wurden die 194 Bahnen umgerüstet. Als nächstes sollen die Expressbuslinien mit WLAN ausgerüstet werden. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: nre
 
 
Autonomes Fahrzeug „Easy“
0
Fahrerlos über den Mainkai
Vergangen Freitag startete am Mainkai das Projekt „Easy“, bei dem erstmals das autonome Fahren im öffentlichen Raum getestet wird. Ein fahrerloser Kleinbus verbindet dabei Untermainbrücke und Alte Brücke. Die Fahrt ist kostenlos. – Weiterlesen >>
Text: Nathanael Reuter / Foto: © Bernd Kammerer
 
 
 
Startschuss für Machbarkeitsstudie
2
Fernbahntunnel würde 3,5 Milliarden Euro kosten
Bund und Bahn lassen prüfen, ob ein Fernbahntunnel am Frankfurter Hauptbahnhof umzusetzen ist. Der unterirdische Tunnel, der den Knotenpunkt Frankfurt entlasten soll, ist allerdings kein günstiges Unterfangen: 3,5 Milliarden Euro soll das Projekt kosten. – Weiterlesen >>
Text: Helen Schindler / Foto: Dirk Ostermeier
 
 
Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) sieht laut einem Schreiben an Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Bündnis 90/Die Grünen), das der Frankfurter Rundschau vorliegt, keine Chance, die Umweltauflagen zu erfüllen. – Weiterlesen >>
Text: hes / Foto: Bernd Kammerer
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  42