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Verkehr
 

Mainufer-Sperrung

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Flohmarkt wird an den Mainkai verlegt

Foto: Dirk Ostermeier
Foto: Dirk Ostermeier
Seit gut 100 Tagen ist der Mainkai für den Autoverkehr gesperrt. Insbesondere während des Flohmarktes auf der Sachsenhäuser Seite kommt es zu Verkehrsproblemen. Um diese zu beheben, soll der Markt ab Ende Januar an die nördliche Mainseite verlegt werden.
Seit Ende Juli ist der Mainkai zwischen Untermainbrücke und der Alten Brücke für den Autoverkehr gesperrt. Und seit Tag eins polarisiert diese Sperrung in der Stadt wie kein anderes Thema: Auf der einen Seite herrscht Freude über die Verkehrsberuhigung, auf der anderen Seite des Mains beschweren sich Anwohnerinnen und Anwohner über den zunehmenden Verkehr.

Dementsprechend war die Sperrung auch Thema in der gestrigen Stadtverordnetenversammlung. Insbesondere während des Flohmarkts, der jeden zweiten Samstag am südlichen Mainufer stattfindet, kommt es zu erheblichen Problemen im Verkehr, denn dann sind beide Uferstraßen für den Autoverkehr gesperrt. Um dieses Problem zu beheben, hat Stadtrat Markus Frank (CDU) gestern mitgeteilt, der Flohmarkt werde auf die nördliche Mainseite verlegt. Dort soll er zum ersten Mal am 25. Januar stattfinden. Allerdings ist die Fläche am gesperrten Mainkai deutlich kleiner als die auf der Sachsenhäuser Seite.

Die Bürgerinitiative „Sachsenhausen wehrt sich“, die die sofortige Aufhebung der Sperrung fordert, dürfte sich mit dieser Maßnahme nicht zufriedengeben. Initiator Herbert Schmoll sagte, die Verlegung des Flohmarktes sei ein „Trostpreis“, mit dem sich die Initiative nicht abfinden wolle. Die Bürgerinnen und Bürger am Schaumainkai seien sogar gegen die Verlegung, da sie an den Flohmarkt-Tagen „Ruhe vor ihren Fenstern“ hätten.

Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD), der für die Sperrung verantwortlich zeichnet, steht weiterhin zu dem Projekt. Die Sperrung solle deshalb 13 Monate lang beibehalten werde, damit sich die 20 000 Autofahrenden, die täglich die Uferstraße nutzten, an die neue Situation gewöhnen könnten. Die Sperrung wird von einer Verkehrszählung an verschiedenen Knotenpunkten begleitet und nach der Testphase ausgewertet. Währenddessen hagelt es Kritik von Seiten der CDU, die die Sperrung inzwischen am liebsten rückgängig machen würde. Insbesondere im Ortsbeirat 5, der unter anderem für Sachsenhausen zuständig ist, wird seit Monaten intensiv diskutiert. Von den drei Koalitionsparteien steht dort lediglich die SPD noch zu der Sperrung.
 
8. November 2019, 11.40 Uhr
Helen Schindler
 
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Leser-Kommentare

Kommentieren
 
Anne Grätz am 6.1.2020, 11:35 Uhr:
Vielleicht habe ich zu viele Krimis gelesen, aber mir kommt ein schlimmer Verdacht: Erst die neue Altstadt, dann die Sperrung des Ufers, dann die Verlegung des Flohmarktes ohne Gastronomiestände. Hat die Gastronomie rund um dem Römer und in der neuen Altstadt die Finger im Spiel?
 
Jürgen Heil am 18.11.2019, 18:12 Uhr:
Als schwächstes Glied wurde wieder einmal der Frankfurter Flohmarkt zum Opfer der Machenschaften und der Klüngelei der Regierenden .Obwohl eine autofreie Innenstadt zu begrüßen ist , kann man sie nicht durch eine Sperrung einer von täglich von 20.000 Autos befahrenen Straße erzwingen , die 20.000 Autos sind immer noch da und quälen sich nun durch Sachsenhausen und die Frankfurter Innenstadt - zu Lasten der Bürger.Allein der Aussage von Verkehrsdezernent Oesterling die Autofahrer benötigten einige Zeit um sich an die neue Verkehrslage zu gewöhnen und um sich neue Wege zu suchen, zeigt von absoluter Ignoranz und Unfähigkeit und wer ein wenig hinter die Kulissen schaut, wird schnell merken, dass es hier nicht um verkehrspolitische , sondern um rein finanzielle Erwägungen geht. Der Flohmarkt wird dadurch leiden (weniger Standfläche, mehr Ausfalltermine), aber , trotz seiner touristischen Anziehungskraft und Popularität, hat er bei den Regierenden keine Lobby - sehr schade und ein Armutszeugnis für Frankfurt
 
Ralph Lange am 10.11.2019, 17:40 Uhr:
Der Verkehrsdezernent will mit dem Kopf durch die Wand und wird damit zum Risiko für die Akzeptanz der dringend benötigte Verkehrswende. Gut dass die FDP inzwischen den Rücktritt von Herrn Oesterling fordert. Ohne diesen Quertreiber können endlich wichtige Projekte angegangen werden: Ausbau des ÖPNV, P&R-Plätze, Echte Fahrradstraßen.
 
 
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