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Fraport setzt auf Billigflieger
 

Fraport setzt auf Billigflieger

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Bauantrag für Flugsteig G eingereicht

Foto: Fraport
Foto: Fraport
Die Flughafenbetreibergesellschaft Fraport hat am Mittwoch den Bauantrag für den Flugsteig G am Terminal 3 eingereicht. Die Grünen beklagen das neue Geschäftsmodell des Flughafens und sehen nun die SPD in der Pflicht.
Mehr Ryanair und Co – die Fraport hat ihr Geschäftsmodell um Billigairlines erweitert und das wirkt sich auch auf die Pläne zum Terminal 3 aus. Am Mittwoch hat der Flughafenbetreiber beim Bauamt der Stadt Frankfurt den Bauantrag für die Errichtung des neuen Flugsteigs G eingereicht. Der Bau des neuen Flugsteigs soll vorgezogen werden als Reaktion auf das Passagierwachstum, insbesondere im Low-Cost-Segment. Eigentlich hätte der Flugsteig G der zweite Bauabschnitt des terminal 3 sein sollen, jetzt wird der Bau aber nicht nur vorgezogen, der Gebäudeteil soll auch früher in Betrieb genommen werden.

Die Entscheidung dazu sein planfeststellungskonform, versichert die Fraport. In der ersten Bauphase 2020 soll der neue Flugsteig G eine Jahreskapazität von 4 bis 5 Millionen Fluggästen stemmen können. Der Flugsteig soll bis zu 200 Millionen Euro kosten.

„Mit der Einreichung des Bauantrags für den neuen Flugsteig G gehen wir einen wichtigen Schritt, um bereits 2020 Terminal 1 und Terminal 2 zu entlasten. Beide Bestandsterminals werden voraussichtlich bereits in diesem Jahr nah an die Kapazitätsgrenze von 64 Millionen Passagieren kommen, die sich auch nur zeitweise – und unter Qualitätseinbußen – auf etwa 68 Millionen Passagiere ausweiten ließe. Der ohnehin als zweiter Bauabschnitt von Terminal 3 geplante und nun zeitlich vorgezogene Flugsteig G wird als vollfunktionsfähiges Abfertigungsgebäude speziell für den Bedarf des Low-Cost-Segments zugeschnitten und auch optimal in das Hub-System des Frankfurter Flughafens eingebunden“, sagt Fraportchef Stefan Schulte.

Bis der erste Bauabschnitt des Terminal 3 im Jahr 2023 in Betrieb genommen werden kann, sollen die Passagiere per Bus-Shuttle-Verkehr mit dem Terminal 1 und 2 verbunden werden. Der Gepäcktransport soll ebenfalls über einen Ersatzverkehr erfolgen. Der neue Flugsteig soll ab Mitte 2018 gebaut werden. „Die Gesamtentwicklung im Markt bedeutet für uns, dass wir neben dem klassischen Full-Service-Angebot, das viele Airlines selbstverständlich erwarten, auch die speziellen Bedürfnisse der Low-Cost-Anbieter zu berücksichtigen haben und unsere Prozesse kontinuierlich weiterentwickeln müssen. Wir wissen aus den Gesprächen, dass der Fokus dabei insbesondere auf schnellen Umdrehzeiten für deren Flugzeuge liegt“, so Schulte.

Die Öffnung hin zu Billigairlines wird von den Grünen im Römer skeptisch aufgenommen. Die Genehmigung des Ryanair-Piers obliege nun dem zuständigen Planungsdezernenten Mike Josef von der SPD. „Die Tatsache, dass die Fraport jetzt offensiv auf Billigflieger setzt und den Bau des Terminals 3 mit dem Billigflieger-Flugsteig beginnen will zeigt, dass die Prognosen des Flughafenbetreibers und damit die Begründung für den Ausbau falsch waren. Anders ist die 180-Grad-Wendung beim Geschäftsmodell nicht zu erklären. Statt Hub-Funktion und Qualität gibt’s jetzt mehr und mehr Billigflieger am Frankfurter Flughafen“, sagt der Fraktionsvorsitzende Manuel Stock.
 
„Die Frankfurter SPD hat vor drei Jahren die Erteilung der Baugenehmigung für das Terminal 3 in der Amtszeit von Planungsdezernenten Olaf Cunitz überaus scharf kritisiert“, erinnert Stock. Die heutige SPD-Stadträtin und Lärmschutzbeauftragte des Oberbürgermeisters, Ursula Fechter, habe die damalige Genehmigung als „empörend“ bezeichnet und auch der heutige Verkehrsdezernent, Klaus Oesterling, habe damals gefordert, „die Genehmigung für den Bauantrag des Flughafenbetreibers zu versagen“. 2014 hätten zudem Oberbürgermeister Peter Feldmann und der SPD-Vorsitzende Mike Josef ein Moratorium zum Terminal 3 gefordert. „Wir sind sehr gespannt, wie Mike Josef als zuständiger Planungsdezernent über den Bauantrag für den Billigflieger-Flugsteig des Terminals 3 entscheiden wird und wie Frau Fechter die Situation bewertet. Die Ausgangslage insbesondere bezüglich der Schienenanbindung hat sich nicht geändert“, so Stock.
 
16. August 2017, 15.43 Uhr
nb
 
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