Facebook
|
Twitter
|
RSS
|
eMags Kontakt
|
Mediadaten
|
Impressum
Verkehr
Startseite Alle NachrichtenVerkehr
„Fraktion“ präsentiert Verkehrskonzept
 

„Fraktion“ präsentiert Verkehrskonzept

0

Kaiserstraße, Flaniermeile von morgen?

Foto: Drei Eins
Foto: Drei Eins
Weniger Autos, mehr Grün: die „Fraktion“ möchte die Aufenthaltsqualität des Bahnhofsviertels optimieren. Am Dienstag stellten der Zusammenschluss aus „Partei“, Freie Wähler und Piratenpartei das Konzept „Bahnhofsviertel – Tor zur Stadt“ vor.
Ginge es nach der „Fraktion“, könnte Frankfurts kleinster Stadtteil schon bald attraktiver werden: Fahrradwege, Grünflächen und verkehrsberuhigte Geschäftsbereiche sollen für mehr Aufenthaltsqualität im Bahnhofsviertel sorgen. Gemeinsam mit dem Architektur- und Stadtplanungsbüro „Drei Eins“ hat die „Fraktion“ – der Zusammenschluss aus „Partei“, Piratenpartei und Freie Wähler – am Dienstagnachmittag das Konzept „Bahnhofsviertel – Tor zur Stadt“ vorgestellt.

„Es geht uns bei diesem Konzept nicht um die Autos, sondern um die Menschen in dem Viertel“, sagte Nico Wehnemann, verkehrspolitischer Sprecher der „Fraktion“ und Stadtverordneter der „Partei“. Die Koalition zeige kein Interesse an einer Verbesserung der Situation im Bahnhofsviertel; mit dem Konzept wolle man zeigen, dass dies jedoch durchaus möglich sei.

Mit zahlreichen Parkplätzen, mehrspurigen Fahrbahnen und Radwegen, die „im Nichts“ endeten, sei das 54,2 Hektar große Viertel momentan sehr autofreundlich –obwohl die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr so gut wie in keinem anderen Stadtteil sei, so Wehnemann. Bis zu 19 000 Autos seien derzeit täglich auf den Durchgangsstraßen unterwegs, doch das Ziel müsse sein, die Innenstadt autoärmer, langfristig sogar autofrei zu machen. „Die Ära des Autos ist vorbei“, betonte Nico Wehnemann.

Das von „Drei Eins“ erarbeitete Konzept sieht vor allem eine Veränderung von Taunus-, Kaiser- und Münchener Straße vor. Ein Wandel dieser drei Straßen könne laut der Architektinnen Beatrix Baltabol und Rebecca Faller die Attraktivität des Viertels steigern. Für jede dieser Straßen gibt es eine gesonderte Idee; so soll die Münchener zu einer „ÖPNV-Straße“ werden, in der die Straßenbahn Vorfahrt hat. Diese werde aktuell vor allem durch Autos, die in zweiter Reihe parkten, behindert. Die Taunusstraße wiederum soll für den Fahrradverkehr geöffnet werden. Dort soll zunächst eine der drei Autoahrspuren wegfallen, langfristig auch eine zweite. In allen Bereichen sollen Parkplätze breiteren Fußwegen weichen, zusätzlich könnte durch Bäume für mehr Grün gesorgt werden. Denn mit lediglich 4,8 Prozent an Grünflächen sei das Viertel stark verdichtet. Zum Vergleich: In der Innenstadt wird der Grünflächenanteil auf 19 Prozent geschätzt.

Kaiserstraße wird Flaniermeile

Die größte Veränderung haben die Drei Eins-Geschäftsführerinnen Baltabol und Faller jedoch für die Kaiserstraße geplant: Als Verbindung zur Innenstadt soll diese aufgepflastert und mit Sitzgelegenheiten versehen zu einem verkehrsberuhigten Geschäftsbereich werden, in dem lediglich Ladezonen vorgesehen sind. „Wir schaffen dadurch eine neue Flaniermeile in Frankfurt, ähnlich wie es beispielsweise auch in Wien funktioniert hat“, so Bartabol.

Insgesamt würden mit Realisierung des Konzepts etwa 320 der aktuell 1200 bestehenden Parkplätze im Bahnhofsviertel wegfallen, diese könnten sich jedoch auf die umliegenden Parkhäuser verteilen. Denn dort, so Bartabol, gebe es Platz für insgesamt rund 3200 Autos.

Weiterhin sieht der Entwurf für das „Tor zur Stadt“ fahrradfreundliche Nebenstraßen in der Windmühl-, Mosel-, und der Wilhelm-Leuschner-Straße vor sowie eine Änderung der Verkehrsführung in der Gutleutstraße. „Wir bauen kein Luftschloss“, betonte Nico Wehnemann bei der Präsentation des Konzepts. „Der Verkehrsdezernent hat die Weiterentwicklung versäumt, und auch der Magistrat und die Koalition scheinen an einem verkehrsberuhigten Bahnhofsviertel kein Interesse zu haben. Wir zeigen, dass es dennoch möglich ist.“
 
2. Dezember 2020, 12.02 Uhr
sie
 
Empfehlen
 
Fotogalerie:
{#TEMPLATE_news_einzel_GALERIE_WHILE#}
 

Leser-Kommentare

Kommentieren
Schreiben Sie den ersten Kommentar.
 
Mehr Nachrichten aus dem Ressort Verkehr
 
 
Verschärfte Maskenpflicht ab Samstag
0
RMV verteilt Masken an Fahrgäste
Ab Samstag müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln medizinische Masken getragen werden. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) will deshalb ab Montag eine Woche lang kostenlose FFP2-Masken an seine Fahrgäste verteilen. – Weiterlesen >>
Text: loe / Foto: Symbolbild © RMV/Stefanie Kösling
 
 
Die SPD-Fraktion im Römer will den Busverkehr so bald wie möglich vollständig in städtische Hand bringen. Aktuell wird die Hälfte der Frankfurter Buslinien privat betrieben. Das habe nicht immer nur Vorteile, so die SPD. – Weiterlesen >>
Text: loe / Foto: Symbolbild © TraffiQ
 
 
Hochspannungsmast beschädigt
0
Nach Unfall: A661 weiterhin gesperrt
Nach einem Unfall auf der A661 am Dienstagmorgen bleibt die Strecke zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Offenbach-Taunusring weiterhin komplett gesperrt. Grund dafür sind die aufwendigen Bergungsarbeiten. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: Symbolbild © Pexels
 
 
 
1,50 Euro mehr Lohn gefordert: Die Arbeitergewerkschaft Verdi ruft am Freitag Wisag-Mitarbeitende im Verkehrsbereich dazu auf, für 24 Stunden ihre Arbeit niederzulegen. Neben Fahrkarten- fallen dann auch die Corona-Kontrollen weg. – Weiterlesen >>
Text: sie / Foto: © Heike Lyding
 
 
Start der Vermessungsarbeiten
1
Der grüne Deckel kommt
Die Vermessungsarbeiten für die Einhausung der A661 haben begonnen. In den kommenden sieben bis neun Jahren soll ein rund 80 Hektar großes Grüngebiet für weniger Lärm und mehr Lebensqualität sorgen. – Weiterlesen >>
Text: rom / Foto: Stadtplanungsamt Frankfurt/DEGES
 
 
<<
<
1  2  3  4  ...  50